5:1 - 10:1 Frage zur Ausrüstung

Balgengeräte, Zwischenringe, Nahlinsen etc.
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HCS
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Beitragvon HCS » 23. Mär 2010, 23:44

Lothman hat geschrieben:
HCS hat geschrieben: Das ist 64mal feiner als der Schlitten in dem Link. Die Auflösung von 1/100mm ist zwar ganz nett, aber zu grob für große Maßstäbe. Für 475$ ist eben nicht mehr machbar, wenn solche Massen bewegt werden sollen.


Wenn der eine etwas feinere Gewindesteigung verwenden würde und/oder eine Riemenübersetzung zwischen Motor und Spindel wäre er auch locker im Bereich von 1µm, was bei der Stabilität des Aufbaus langt. Die Kosten würden sich kaum erhöhen, aber man hat das Teil nicht in erster Linie für Mikroskopobjektive >10x gebaut, eine Diskussion darüber gibte es hier

Vielleicht muss man die mal anschreiben ob die den Controller und Motor verkaufen, dann kann sich das jeder an seine eigene Führung dran basteln.


Sieht aus, als ob die eine der üblichen Gewindespindeln mit 2mm Steigung verwenden. Dazu ein Schrittmotor mit 200 Vollschritten/U, macht exakt 0,01mm pro Schritt. Um mit dieser großen Steigung 4,5kg senkrecht bewegen zu können, ist ein ziemlich großes Drehmoment erforderlich, deshalb die Vollschritte. Unter dem Link ist zwar eine Darstellung zu finden, in der von einem "high torque"-Schrittmotor die Rede ist, bei 12V hat ein normaler Schrittmotor aber nur noch wenig Drehmoment.
Mit Mikroschritt-Betrieb sähe es schon besser aus, damit sinkt aber das Drehmoment weiter ab. Eine geringere Steigung wäre auch besser, solche Spindeln sind aber um ein Vielfaches teurer. Ein Riementrieb ist aufwendig und auch nicht billig, wenn er spielfrei sein soll.
Den Motor und Controller einzeln kaufen wäre ein Weg, damit geht aber der Vorteil der Komplettlösung verloren. Solche Komponenten gibt es ja bereits, aber teuer, unflexibel und überhaupt nicht an das Stacken angepaßt. Genau deshalb habe ich den Antrieb und den Controller selbst aufgebaut, womit sich der Kreis schließt.
Grüße
Christian


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Beitragvon Safari » 6. Apr 2010, 06:44

Wieweit kann man die Positionier Einheit von CD bzw. Diskettenlaufwerken verwenden?

Die Teile sind günstig und der Vorschub müsste reichen.
Gruß

Wolfgang
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Beitragvon Lothman » 6. Apr 2010, 16:55

Safari hat geschrieben:Wieweit kann man die Positionier Einheit von CD bzw. Diskettenlaufwerken verwenden?

Die Teile sind günstig und der Vorschub müsste reichen.


Vom Weg her würde es vielleicht ausreichen, aber die Antriebskraft dürfte viel zu klein sein um Kameragewicht+Schlittenreibung zu überwinden. Die Dinger sind ja nur für einen winzigen Lesekopf ausgelegt.
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Beitragvon Guppy » 6. Apr 2010, 18:00

Bei Vergrösserungen bis 10:1 verschiebe ich die Kamera.
Bei 10:1 bis 100:1 verschiebe ich das Objekt.

Eventuell ist es allgemein vernünftiger, zuerst die schwere Kamera mit Objektiv in etwa in die richtige Position zu bringen und dann FEST zu fixieren. Das leichte Objekt auf eine Platte legen die an einem Makroschlitten befestigt ist und dann beim Stacken mit dem Makroschlitten die Distanz ändern.

Senkrechte oder waagrechte Montage.
Die aufrechte (senkrechte) Anordnung der Kamera und Objektes hat den Vorteil, dass das Spiel des Makroschlittens verringert wird, wenn man die Distanzveränderung von weit zu nah durchläuft (wenn das Objekt bewegt wird) und umgekehrt wenn die Kamera bewegt wird..
Also immer die Kamera oder das Objekt beim Stacken anheben!
Beim Senken kann es sein, dass es ruckartig abläuft.

Die waagrechte Anordnung benötigt nach meiner Erfahrung mehrere Stützen und ist noch unruhiger.

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Beitragvon mayuka2 » 6. Apr 2010, 18:53

Guppy hat geschrieben:Bei 10:1 bis 100:1 verschiebe ich das Objekt.


Womit denn? Einstelltisch? Mikroskop-Tisch?
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Beitragvon Guppy » 6. Apr 2010, 20:01

Was, womit denn?!
Du kennst ja meine Anordnung (Aufstellung).
http://www.makro-forum.de/ftopic37268-0-asc-30.html
Der Tisch ist ein halbes Mikroskop, nur noch der Tisch!
Das ganze Mikroskop (etwa 40 Jahre alt) hat mich CHF 70.- mit Objektiven gekostet.
Der Tisch lässt sich im Bereich von 2mm mit 20 Umdrehungen (10 U. pro mm) des Einstellrades verstellen.
Das Einstellrad hat 50ig Markierungen.
Also eine Umdrehung = 1/10mm
1 Markierung = 1/10mm durch 50 = 2/1000.
Stoppe ich auch in der Mitte der Teilstrichen erreiche ich 1/1000mm.
Da die Teilstriche genügend weit auseinander liegen, ist es möglich 2 Positionen zwischen den Teilstrichen einzustellen, d.H. innerhalb 2/1000 kann ich 3 Aufnahmen anfertigen, somit sind die Schritte etwa 0,7/1000mm entfernt.
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Beitragvon HCS » 7. Apr 2010, 00:58

mayuka2 hat geschrieben:
Guppy hat geschrieben:Bei 10:1 bis 100:1 verschiebe ich das Objekt.


Womit denn? Einstelltisch? Mikroskop-Tisch?

Das Ganze ist hier schon so oft diskutiert worden, daß kaum noch neue Erkenntnisse zu erwarten sind. Die exakte Positionierung von kleinen und großen Lasten im Mikrometerbereich ist keine Geheimwissenschaft, man sollte sich nur im Klaren sein, daß sie nicht zum Nulltarif zu haben ist. Vielleicht nützt ein Blick auf diesen oder jenen einschlägig bekannten Hersteller. Das ist Feinstmechanik, und die hat ihren Preis. Wer aber solche Ansprüche stellt, wird dort auch fündig.
Grüße
Christian


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Beitragvon Guppy » 6. Jun 2010, 00:48

"Das Ganze ist hier schon so oft diskutiert worden, daß kaum noch neue Erkenntnisse zu erwarten sind."

Ich vermute, dass dem nicht ganz so ist:
Der StackShot Schlitten von Cognisys hat bei einer Umdrehung der Spindel einen Vorschub von 1.5872mm.
Der Schrittmotor hat bei einer Umdrehung 3'200 Stellungen.
Mit dem Steuergerät ist es möglich Einzelschritte auszuführen (das wären 0,000496mm).
Es sind auch folgende Schrittanzahlen möglich: 6,11,16,21,26,31,36,41,46 u.s.w.
Diese erweiterten Einstellungen bewirbt Cognisys nicht, da die Reibung und Haftung des Schlittens, ein Stillstand des Schlittens bewirken kann, oder einen unregelmässigen Vorschub bei nur wenig (kleinen) Schritten möglich ist (Cognisys macht darauf in der Gebrauchsanweisung aufmerksam)!
Cognisys steht für einen Vorschub von 1/100mm gerade (doch das sind etwa 20 Schritte des Motores).
Möglich wäre ein halber Tausendstel mm.

Ich habe mir ein solches Teil besorgt.
Verwende den Schlitten nicht um die Kamera zu verschieben, sondern um das leichte Objekt zu bewegen.
Ich werde Versuche mit 1/2 Tausendstel machen u.s.w.
und hier meine Ergebnisse mitteilen.

Bis dann, gut Licht

Kurt

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