ClimberM hat geschrieben:Faktisch "gewinnt" oder "verliert" man bei identischer Schärfentiefe ob IF oder Tubus fokussiert, ob Auszugsverlängerung oder Vorsatzlinse nichts.
Wer mag kann sein Verständnis der Materie mit dem Schärferechner überprüfen.
... hier geht es aber nicht nur um das Verständnis der Theorie, sondern auch um die Umsetzung in der Praxis; obwohl die reine Formelsprache es so sagt, kann es in der fotografischen Praxis sehr wohl sein, dass man eine Abwägung trifft und für die bessere Lichtstärke (bzw. kürzere Verschlusszeit), deshalb auf Schärfentiefe verzichtet und in der speziellen (!) Kombination dann zur Nahlinse greift, um gerade dann, wenn man nur mit natürlichem Licht arbeitet, eben einen Vorteil zu haben.
Leider muss man das gerade bei Objektiven moderner Konstruktion oft ausprobieren, da nicht so einfach zu bestimmen ist, wie sie sich im Makrobereich bezüglich der Brennweite verhalten.
In dem von mir "durchgemessenen" Beispiel waren die Objektfeldabmessungen fast konstant (gehalten worden) und bei dem gewählten AM war die Schärfentiefe schon so gering, dass die Unterschiede zwischen den montierten Zubehörteilen (nur Objektiv, mit VA oder mit ZWR) bei tiefer gestaffelten Motiven nicht mehr so entscheidend waren.
Manchmal wirkt auf den Betrachter dann ein Bild, das durch die kürzere Belichtungszeit wenigstens an einem "Punkt" schärfer erscheint, besser und er vermisst dafür das Weniger an Schärfentiefe gar nicht mehr.
Natürlich sieht das anders aus, wenn man zum Vergleich die Schärfentiefe konstant halten will (der TO hatte aber nach der Lichtstärke gefragt), wie in einem Modell der kommunizierenden Röhren verändert sich der andere Parameter, wenn man an einem dreht.
Von daher ist es also nicht immer egal, auf welchem Wege man die Vergrößerung erreicht (je nach Sensorqualität oder Stabilität des Kugelkopfes kann es sogar besser sein, auf das genannte Zubehör zu verzichten und die Vergrößerung über die EBV durch Bildbeschnitt zu erreichen).
viele Grüße
Michael Lindner



