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Balgengeräte, Zwischenringe, Nahlinsen etc.
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Zombie
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Beitragvon Zombie » 23. Mai 2010, 09:38

Hallo Sven,

und herzlich Willkommen hier :).

--> HIER hat Hagen schon einiges zusammengefasst.

Also um einen größeren Arbeitsabstand zu bekommen ist ein längeres Objektiv am geeignetsten.
Also entweder das Sigma 150mm oder das Tamron 180mm.

Um einen größeren ABM als 1:1 zu bekommen ist aber eine kurte Brennweite mit Zwischenringen oder Vorsatzlinsen geeigneter. Dass man mit der Linse ziemlich nah ran muss ist eigentlich klar :).

Ich gehe immer morgends und abends fotografieren, da die Insekten in Nachtstarre verfallen.
Da kann man schon sehr nah ran an die Motive, ohne dass sie flüchten :).
Auf einen Blitz würde ich grundsätzlich verzichten und auf jeden Fall ein stabiles Stativ samt Kopf mitnehmen.
Ein Stativ ist Pflicht in meinen Augen um die Ideale Schärfe zu bekommen.

Ein Makroschlitten ist auch ein gutes Zubehör, vor allem wenn es größer als 1:1 wird.
Reflektor und Difusor sind ebenfalls wichtige Sachen.
Gruß
Christoph
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HCS
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Beitragvon HCS » 23. Mai 2010, 14:59

Zombie hat geschrieben:...Ich gehe immer morgends und abends fotografieren, da die Insekten in Nachtstarre verfallen.
Da kann man schon sehr nah ran an die Motive, ohne dass sie flüchten :).
Auf einen Blitz würde ich grundsätzlich verzichten und auf jeden Fall ein stabiles Stativ samt Kopf mitnehmen.

Leider sehen auch die Fotos dementsprechend "erstarrt" aus. Nach dem hundertsten Insekt, das ästhetisch im letzten Gegenlicht auf der Blüte hockt, beginnt man sich unweigerlich zu langweilen. Insekten sind aber die meiste Zeit in Bewegung und dafür ist ein Dreibein denkbar ungeeignet. Blitzlicht kann hier Wunder wirken und entgegen der landläufigen Meinung jedes "Naturlicht" in den Schatten stellen. Sofern es richtig eingesetzt wird, natürlich.
Damit und mit einem Einbein gelingen dann auch Fotos, die dem Einschlafreflex entgegenwirken.
Grüße
Christian


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Zombie
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Beitragvon Zombie » 26. Mai 2010, 18:09

Hallo Sven,

also einen Einstellschlitten selbst zu bauen, halte ich für ziemlich schwierig.
Hier im Forum hatten wir mal einen Beitrag dazu, evtl. in die "Suche" gucken :).

Das Problem ist die Präzision, da er exakt gerade und auch sehr fein laufen muss.
Ich habe einen Novoflex Castel Q, welchen ich mit gutem Gewissen weiterempfehlen kann.
Am Lupenobjektiv MP-E 5:1 ist er bis 4:1 sehr gut einstellbar, danach wird es auch hier etwas schwierig.

Bei den längeren Brennweiten kann ich dir das Tamron 180mm 3,5 DI SP 1:1 empfehlen.
Das ist optisch und von der Haptik sehr fein.
Das Sigma 180mm kenne ich nicht, da kann ich nicht´s weiter dazu sagen.

Zu der Blitztechnik kann ich dir leider auch nichts schreiben, da ich wie gesagt nicht blitze.
Evtl. kann ja noch jemand dazu etwas schreiben ;).
Gruß

Christoph
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Beitragvon Canonator » 30. Mai 2010, 17:09

HCS hat geschrieben:Leider sehen auch die Fotos dementsprechend "erstarrt" aus. Nach dem hundertsten Insekt, das ästhetisch im letzten Gegenlicht auf der Blüte hockt, beginnt man sich unweigerlich zu langweilen.


Diese Aussage verstehe ich überhaupt nicht. Es ist doch wohl völlig egal ob man Blitzt oder nicht, oder mit/ohne Stativ arbeitet. Ein Foto ist immer nur eine Momentaufnahme. Auch wenn man freihand bzw. mit Einbein mit Blitz fotografiert "friert" man das Insekt ein und dann ist es genauso "erstarrt".
Die einzige "Dynamik" beim Fotografieren von lebhaften Insekten freihand bzw. Einbein mit Blitz ist höchstens die frustige Aktivität des Fotografen den Insekten Hinterherzuhecheln und auf gut Glück die Speicherkarte mit Dauerfeuer vollzuballern....Ok, wers mag.

HCS hat geschrieben:Insekten sind aber die meiste Zeit in Bewegung und dafür ist ein Dreibein denkbar ungeeignet


Ein Blitz und freihand bzw. Einbein ist da aber keinen Deut besser! Zudem hat man die Schwierigkeit bei sehr aktiven Insekten immer nur einen einzigen Versuch vor der Flucht zu haben. In diesem Moment dann die passende Belichtung, Blende, den exakten Schärfefokus mit entsprechender Ausrichtung, Gestaltung und die nötige Freistellung hinzubekommen halte ich für genauso unmöglich. Man ballert eine Speicherkarte nach der anderen voll und hat dan von einem Motiv 300 Aufnahmen wo dann nix scharf ist...na toll!

HCS hat geschrieben: Blitzlicht kann hier Wunder wirken und entgegen der landläufigen Meinung jedes "Naturlicht" in den Schatten stellen.


Nur wirklich in den aller seltensten Fällen mag Blitzlicht bei Makros schön sein. Dann sind es aber meistens Fälle, in denen mehrere Blitzgeräte indirekt über Reflektoren gesteuert werden und das geht freihand mal schnell eben so bei aktiven Motiven never ever! Solche Aufbauten erfordern dann den selben Aufwand wie die Arbeit mit Naturlicht und Faltreflektoren und sind für aktive Motive auch nicht praktikabel. Freihand oder mit Einbein kann man höchtens einen Ring-/Zangenblitz verwenden und deren platte Ausleuchtung ist in meinen Augen schlichtweg unschön...von den hässlichen Reflexionen will ich mal gar nicht sprechen.
MfG,
Matthias
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Beitragvon StefH » 30. Mai 2010, 18:04

Ich arbeite am liebsten mit meinem 60er Tamron. Es ist alles eine Frage der Übung ;) Ich habe mit meinem 50er Sigma auch schon mittags sitzende Libellen formatfüllend fotografiert, man muß sich nur sehr vorsichtig nähern.
Für den Anfang würde ich mich erst mal auf 1:1 beschränken und dann mal weiter gucken.
Viele Grüße von Stefanie
Olympus OMD und Panasonic G6 mit m.zuiko 60/2.8 und Olympus Stylus1 mit Raynox DCR-150/250 und MSN-202

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Beitragvon stereo » 31. Mai 2010, 21:10

Hallo Sven,

am sinnvollsten ist es meiner Meinung nach ein langes Makro-Tele zu haben,
da man damit mehr Arbeitsabstand hat und auch einen schön weichen Hintergrund.
Ich habe weder Tamron noch Sigma 180 - habe aber über beide eigentlich noch nichts schlechtes gehört.
Meiner Meinung nach kann man vorerst auf jeden Fall ohne einen Einstellschlichtten auskommen,
richtig Sinn macht das erst ab haargenau 1:1 und mehr.

Ich würde an deiner Stelle erst einmal mit deinem jetztigen Objektiv üben und mir dazu ein ordentliches Stativ
besorgen und wie schon gesagt früh losgehen oder spät. Als Zwischenlösung für größere Entfernungen kannst du ja mal dein Tele mit Zwischenringen testen. Weiß nicht wie sich deins speziell schlägt, aber meist ist das doch noch relativ ordentlich. Kommt natürlich nie an ein Makro ran, aber auch da kann man später
die Zwischenringe brauchen also nicht komplett nutzlos.
Gruß
Steffen
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Beitragvon HCS » 1. Jun 2010, 12:30

Canonator hat geschrieben:
HCS hat geschrieben:Leider sehen auch die Fotos dementsprechend "erstarrt" aus. Nach dem hundertsten Insekt, das ästhetisch im letzten Gegenlicht auf der Blüte hockt, beginnt man sich unweigerlich zu langweilen.


Auch wenn man freihand bzw. mit Einbein mit Blitz fotografiert "friert" man das Insekt ein und dann ist es genauso "erstarrt"...

Ich hätte wohl besser "steril" schreiben sollen.
Grüße
Christian


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Beitragvon stereo » 2. Jun 2010, 17:25

Halllo Sven,

ein Retroring lohnt sich wie du nun gemerkt hast nur bei weitwinkligen Objektiven.
An deinem 10-20 wär das somit möglich, aber da es schon sehr weitwinkling ist wird
es einen sehr hohen Abbildungsmaßstab ergeben. Ohne Makroschlitten ist da nichts zu machen
oder eben mit extremst viel Ausschuss. Außerdem ist man direkt mit der Rücklinse vorm Objekt.
20 mm sind noch machbar aber auch schon eine Herausforderung auf jeden Fall.
Zum Scharfstellen hilft eigentlich nur eine Taschenlampe um das Sucherbild heller zu machen
und eben Lifeview (Makroschlitten wenn vorhanden sehr praktisch..).

Ich nutzte meist 35/40-20mm in Retrostellung.
Gruß

Steffen

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