Mp-E oder Macro 100????

Balgengeräte, Zwischenringe, Nahlinsen etc.
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Beitragvon Severus » 10. Apr 2011, 11:26

Hallo Manuela,

Ohne Stativ kannst du das mit dem MP-E komplett vergessen.
Generell wirst du Detailaufnahmen von Facettenaugen sehr schwer ohne Stativ hinbekommen.
Du brauchst ein extrem ruhiges Händchen und eine extrem hohe Frusttoleranz, denn du musst sehr nah ans Motiv und durch die geringe Tiefenschärfe im Makrobereich musst du kräftig abblenden, was hohe Belichtungszeiten zur Folge hat.
Grüße,
Sören
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Beitragvon gast 21 » 10. Apr 2011, 11:29

Das MP-E ist doch bestenfalls eine Erweiterung zu einem vorhandenen Makroobjektiv. Beim Mp-E gibt es nur den Bereich zwischen 1:1 und 5:1. Das ist eine enorme Einschränkung, da man vielfach nur Ausschnitte von Insekten machen kann.

Es müsste heißen Mp-E plus EF 100/2,8 L.
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Beitragvon Guppy » 10. Apr 2011, 17:22

Hallo Manuela
Herzlich Willkommen im Forum.
Deine jetzige Ausrüstung (Sigma 105 mm makro) ist schon beachtlich gut.
Wenn du mit der jetzigen Ausrüstung schon genügend Erfahrung hast und auch die nötige Geduld, dann könnte die Zeit reif sein für einen höheren Abbildungsmasstab.
Die bereits erwähnten Einschränkungen sind aber nicht zu unterschätzen.
Das MP-E 65 ist ein sehr gutes Objektiv, jedoch nicht ohne Stativ zu gebrauchen.
Um unverwackelte Aufnahmen zu erhalten kann man auch einen Blitz verwenden, dies sieht man den Aufnahmen aber meisstens an!
Zeige uns doch einige deiner bisherigen Aufnahmen, dann haben wir eine gute Diskussionsbasis.

Gut Licht

Kurt
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Beitragvon Werner Buschmann » 19. Mai 2011, 16:26

Hallo Manuela,

ich kenne zwei Personen, die mit dem MPE
freihand scharf fotografieren können:

Knut Piwolla (Username Knut) und Jürgen unser Mitglied aus dem
Makroteam.
Ich denke aber man muss Blitzen und mit hohen ISO arbeiten,
drum hat Jürgen sich eine 5DII gekauft.

Werner

Edit zum Artikel von Knut
________________
Liebe Grüße Werner
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Beitragvon Benny » 19. Mai 2011, 16:33

hi,

wichtig bei der fotografie mit dem mpe ist ein gutes stativ und ein guter kopf, denn
es darf nichts wackeln.
Desweiteren ist live view eine kameraoption die ich besonders beim mpe nicht
mehr missen will. Das hat die 400d nicht.

Für mich die beste kamera in kombination mit dem mpe ist die 5d mark2.
Sie hat grosse pixel um der beugung einhalt zu gebieten und live view.

Denn die beugung ist ein weiterer grosser faktor den es zu beachten gilt.
Meine aufnahmen mit der 50d und dem mpe waren deutlich unschärfer
als jetzt mit der 5d mark2.
Grüße, Benjamin

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Beitragvon miclindner » 6. Jun 2011, 15:17

Benny hat geschrieben:Denn die beugung ist ein weiterer grosser faktor den es zu beachten gilt.
Meine aufnahmen mit der 50d und dem mpe waren deutlich unschärfer
als jetzt mit der 5d mark2.



... ich glaube, das ist eher ein Effekt des besseren Sensors in Zusammenarbeit mit der besser gedämpften Verschlussmechanik; bei der Beugung ist es nämlich gehopst wie gesprungen. Abhängig von der Sensorgröße und "Packungsdichte" ändert sich zwar der Zerstreuungskreis, aber bei einer Kamera mit "später Beugungsunschärfe" (= großer Sensor) kann ich zwar mehr Abblenden, bis diese wirksam wird, aber ich erreiche damit nicht mehr an gewünschter Tiefenschärfe abhängig vom Abbilduingsmaßstab; eine Kamera mit kleinerem Sensor brauche ich dann entsprechend nur nicht soweit abblenden. Eine FT-Kamera blende ich auf 11 ab, bekomme noch keine Beugungsunschärfe, aber eine Tiefenschärfe wie mit der KB-Kamera bei F 22. Entscheidend ist dann der AM, ob diese Blendenwerte nun Unschärfen erzeugen oder nicht. An der Physik ändert sich nicht viel, ob da nun ein Film oder ein Digitalsensor im Strahlengang ist.
Am besten eine kleine Tabelle machen mit den verwendeten Gerätschaften und den daraus resultierenden Abbildungsmaßstäben. Dazu die förderliche Blende jeweils ausrechnen, vorsichtige Naturen bleiben dann 1 Blende unter diesem jeweilgen Grenzwert. Passt gut in die Hosentasche für unterwegs.

Grüße
Michael Lindner

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