schon morgens vor Sonnenaufgang

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TU
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schon morgens vor Sonnenaufgang

Beitragvon TU » 22. Jul 2016, 06:22

Hi Kathi,
ich schwimme mal gegen den Strom
und nehme das Zweite.
Hier stört mich nicht das Beinchen vor dem Auge,
wie im Ersten.
Trotz allem sind beide Bilder technisch auf höchstem Niveau.
Und einen Seltenheitswert haben diese Aufnahmen sowieso,
denn ich habe diese schönen Insekten noch nie
mit geöffneten Flügeln gesehen.
Bei mir hüpfen sie immer nur weg. :ireful2:
LG Torsten.
Ich seh´ die Welt, wie ich sie seh´!
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schon morgens vor Sonnenaufgang

Beitragvon MichaSauer » 22. Jul 2016, 10:13

Hallo Kathi,

beide Bilder sind wieder sehr schön wegen des Lichts und der Strukturen
im Hintergrund.

Ich bin ein bisschen mehr bei Bild zwei, weil die ruhigere Haltung des Tiers
besser zu diesem ruhigen Vorgang des Aufpumpens passt.

Viele Grüße
Michael
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schon morgens vor Sonnenaufgang

Beitragvon vachss » 22. Jul 2016, 16:35

Hi Kathi,

diesen seltenen Augenblick hast du sehr gut festgehalten.
Mir gefallen die sanften Farben und das weiche Licht besonders gut.
Habe keinen Favoriten, beide sind sehr gut gemacht.
LG Martin


Wer TWAs in meinen Bildern findet, darf sie behalten :DD
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schon morgens vor Sonnenaufgang

Beitragvon StephanFingerknoten » 22. Jul 2016, 23:48

Hallo Kathi,

auch wenn ich jetzt wie ein Spielverderber klinge:

Ja, die Aufnahmen sind toll. Und zwar beide. Fotografisch große Klasse :clapping: .

Und doch: ich hätte sie nicht gemacht.

LG
Stephan
Ich bin der mit dem -PH
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schon morgens vor Sonnenaufgang

Beitragvon rincewind » 23. Jul 2016, 09:51

Hallo Kathi,

Die Bilder sind sehr gut geworden.
Ich finde auch gut das Du die Fotografiersituation schilderst, weil der Betrachter
sich dann auch hierzu eine Meinung bilden kann.
Für mich gilt bei schlüpfenden oder frisch geschlüpften Tiere Hände weg, die sind in diesem Zustand einfach zu empfindlich.
Für mich sind die Alternativen hier:
Die Situation eignet sich für ein auch in gestalterischer Hinsicht zufrieden stellendes Bild.
Oder
Ich beschränke mich auf ein Dokubild
Oder
Ich erfreue mich einfach daran eine solche Situation beobachten zu dürfen.

Wie gesagt das sind die Alternativen die ich für mich sehe und die ich wenn ich gefragt würde auch empfehlen würde.

Ich bin mir sicher das Du sehr vorsichtig vorgegangen bist und die Bilder sind wirklich gut.

LG Silvio
Zuletzt geändert von rincewind am 23. Jul 2016, 18:33, insgesamt 1-mal geändert.
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schon morgens vor Sonnenaufgang

Beitragvon schika » 23. Jul 2016, 16:04

Hallo ihr,

eure Einwände finde ich absolut berechtigt.
Ich bin nicht mutwillig und bewusst solch ein Risiko eingegangen - ich war mir sicher, wenn sich ein Tier zum Häuten seinen
Ansitzplatz aussucht mit diesem sicher verankert ist.
Während des Fotografierens habe ich gesehen, dass er sich im Drang nach oben zu gelangen schwer tut und erst da wurde mir bewusst
dass ich ihn gestört habe.
Alles was ich jetzt sage klingt bestimmt blöd, immerhin war ich dennoch so egoistisch dieses Bild zu zeigen. Aber ich habe daraus bestimmt
für die Zukunft gelernt.

Liebe Grüße
Kathi
Liebe Grüße
Kathi
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schon morgens vor Sonnenaufgang

Beitragvon der_kex » 23. Jul 2016, 16:38

Hi Kathi,
das dachten wir uns schon, dass du weder mutwillig noch bewusst ein Risiko für das Insekt eingegangen bist!
Interessant sind solche Aufnahmen ja ohne Zweifel, und jede(r) von uns hat wohl schon einen Schritt über die
Grenze gemacht, aber das Erschrecken vor sich selbst sollte uns unbedingt für zukünftiges Verhalten dazu bringen,
das nächste mal anders zu handeln

Wir haben im Team diskutiert, dass wir gerade deswegen auch öffentlich reagieren wollen, um das dir und auch den
anderen Usern nochmal bewusst zu machen, welche Risiken mit solchen Aufnahmen verbunden sind. Es geht einerseits
um das Verhalten in Naturschutzgebieten und um den Umgang mit frisch geschlüpften Insekten. Nämlich, dass man
diese definitiv nicht anfassen oder versetzen darf.
In der Diskussion hat das Anja sehr schön auf den Punkt gebracht. Ich zitiere:
"ich teile deine Bedenken." (Anmerkung: Werner's Bedenken) "Tiere in der Häutungs- oder Schlupfphase sind sehr anfällig. Schon kleine Störungen können unumkehrbare Folgen für das Tier haben, welches seinen Fortpflanzungserfolg stark beeinflussen kann. Missbildungen, die es auffälliger machen oder seine Fluchtmöglichkeiten einschränken und damit zum frühen Tod durch Beutegreifer führen können sind da nur die offensichtlichsten Schäden (mal abgesehen von akut tödlichen Verletzungen). Bei Heuschrecken käme zum Beispiel auch zum Tragen, wenn ein Männchen wegen einer Missbildung den arttypischen Song nicht singen kann... keine Chance auf Verpaarung. Oder bei Spinnen kann eine gestörte Häutung zu Häutungsresten am Tier führen, die es nicht mehr abstreifen kann. Von abgeschnürten Gliedmaßen bis verkrusteten Geschlechtsöffnungen hab ich da auch schon so einiges gesehen. Bei fliegenden Tieren kann die Flugfähigkeit stark beeinflusst werden. Eine Störung im flaschen Moment kann da wirklich fatal sein. Das ganze Thema gehört für mich auch zu einer der Sachen, die Leute die sich über weidende Schafherden oder andere Pflegemaßnahmen in Naturschutzgebieten beschweren und damit ihre Betreten rechtfertigen meist nicht durchschauen. Der Zeitpunkt ist entscheidend. Störung zum falschen Zeitpunkt (seien das nun Tages- oder Jahreszeiten) können schwerwiegend sein, während sie zum richtigen Moment ausgeführt den Lebensraum erhalten (zum Beispiel auch gemähte Wegränder usw, die damit nicht verbuschen sondern offenlandschaftlich bleiben.. kommt halt immer auf den Fokus an).
Hier ist zugunsten der Fotografie, nicht zugunsten des Tieres entschieden worden .. ob nun aus Unwissenheit oder Gleichgültigkeit ist erstmal egal. Hinzu kommt wie schon von Christian angesprochen die Tatsache, dass in einem Naturschutzgebiet offensichtlich der Weg verlassen worden ist, was wir eigentlich explizit erbitten nicht zu tun. Insofern muss der Beitrag insgesamt kritisch betrachtet werden."
Zuletzt geändert von Werner Buschmann am 23. Jul 2016, 20:33, insgesamt 1-mal geändert.
Liebe Grüße,
Christian
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schon morgens vor Sonnenaufgang

Beitragvon schika » 23. Jul 2016, 17:39

Liebe Crew,

ihr habt in allen Belangen Recht und ich bedanke mich für die ausgesprochenen Bedenken.
Vielleicht könnten andere durch meine Fehleinschätzung der Situation mitlernen. Ich habe mir nicht wenige Gedanken darüber gemacht
und werde einer ähnlichen Situation in Zukunft bestimmt anders entgegentreten und Situtationen von mehrern Seiten
abwägen.

Zum Thema Betreten des Naturschutzgebietes.. ist natürlich richtig. Der Pate dieser Naturschutzwiese, hat mir erlaubt, wenn ich in den nächsten 1-2 Wochen
wiederkomme, die Wiese über bestimmte abgemachte Wege betreten zu dürfen.

Vielen Dank für eure offenen Worte.

Liebe Grüße
Kathi
Liebe Grüße

Kathi

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