Hier darf ich noch sein....

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schaubinio
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Beitragvon schaubinio » 21. Jun 2020, 09:38

Hallo zusammen, der Titel kam mir schon beim fotografieren in
den Sinn.

Diese Mauereidechse lag in einem Ausbruch einer Bruchsteinwand
um sich zu sonnen, zu jagen, zu paaren und um bei Gefahr eine Rückzugsmöglichkeit zu haben.

So ähnlich sahen die alten Bruchsteinwände rund um Kloster Eberbach mal aus, bevor man sich entschloss rund drei Kilometer
wertvollsten Lebensraum einfach glattzuverputzen.

Jetzt ist alles eben verputzt und verfüllt, so das sich weder Schlangen noch Eidechsen in diesen wichtigen Rückzugsmöglichkeiten aufhalten können.

Man hat nutzlose Steinhaufen aufgetürmt, um Ersatzrefugien zu schaffen. Diese wurden in den letzten Jahren weder angenommen noch bezogen. So meine Einschätzung.

Die Gründe sind einleuchtend....keine Wärmeisolierung wie bei den 2 mtr dicken Bruchsteinmauern, zu zentriert...wer möchte schon von einem Einfamilienhäusschen in einen Wolkenkratzer umziehen, zumal diese Steinhaufen völlig frei von Vegetation und somit fern jeglichem Futterangebot im Gelände liegen.

Dazu kommt, das sich Reptilien gerne in der Nähe zum Wasser aufhalten um zu jagen, so zumindest die Ringelnatter oder die Blindschleiche.

Die Äskulapnatter braucht Bäume, da sie auf Kleinsäuger und Vögel angewiesen sind.

Was bitte soll sie mit einem aufgeworfenen Steinhaufen anfangen, der zudem auch keine Möglichkeit zur Eiablage bietet....

Selbst die alten Totholzstämme und Holzstapel, dort konnte ich schon Paarungen beobachten, wurden kürzlich entsorgt....

Keine Ahnung wer sich solche Konzepte ausdenkt....
Wäre wie ein Wohnblock in der Wüste ohne Lebensmittelgeschäft :ireful2:

Das gleiche am Leinpfad bei uns den Rhein entlang....

Alte Weinbergsmauern, ebenfalls einst offene Bruchsteinwände,
wurden verfüllt und somit als Lebensraum für Echsen und Schlangen unbrauchbar gemacht. :sorry:

Der Ordnungswahn der Gemeinden sorgt dafür, das selbst die so häufig auftretenden Mauer und Zauneidechsen an den Rand der Ausrottung geraten :evil:

SORRY das ich jetzt vom eigentlichen Thema abgekommen bin,
aber ich musste meinem Frust darüber einfach mal loswerden :cray:
Dateianhänge
Kamera: Canon EOS 80D
Objektiv: 90mm
Belichtungszeit: 1/200s
Blende: f/5.6
ISO: 160
Beleuchtung: ML.
Aufnahmedateiformat (RAW/JPG): RAW
Beschnittsbetrag in % (Breite u. Hoehe): Pano
Stativ: Manfrotto Stativ
Infos zu Multishot-Techniken (z.B. Stack, HDR, Stitch):
---------
Aufnahmedatum: 22.05.2020
Region/Ort: Eifel
vorgefundener Lebensraum: Bruchsteinwand, nicht saniert mit Lebensräumen.
Artenname:Mauereidechse
NB
sonstiges:
Mauereidechse Kopie.jpg (604.95 KiB) 445 mal betrachtet
Mauereidechse Kopie.jpg
L.g Stefan, der mit dem -f-

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Beitragvon Steffen123 » 21. Jun 2020, 09:49

Hallo Stefan

Das hört sich ja echt traurig an. Schade, dass die Politik da nicht genügend Experten zuhört oder keine hat.

Du zeigst ein wunderbares Foto. Wirklich gestört gefühlt hat sich der Kleine wohl nicht.

Eidechsen sehe ich immer nur im Urlaub - mir wurde aber schon berichtet, wo ich in meiner Gegend welche finde...

Liebe Grüße
Steffen
Zuletzt geändert von Steffen123 am 21. Jun 2020, 09:49, insgesamt 1-mal geändert.
Liebe Grüße
Steffen

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Beitragvon Corela » 21. Jun 2020, 11:15

Hallo Stefan,

manchmal ist es Unwissenheit und es reicht, sich an örtlichen Naturverbände zu wenden.
Das solltest du einfach mal probieren.
Deine Aufnahme finde sehr schön.
lG
Conny


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Beitragvon klaus57 » 21. Jun 2020, 11:33

Hallo Stefan,
ja es gibt zu viele Volli.....en die keine Ahnung haben von der Natur...ich sehe es bei uns...ein kleiner
Ausflug mit dem Rad...die ganze Umgebung hat sich verändert...überall mähen sie breite Flächen an den
Geh und Radwegen entlang der Bäche ab...für was, ich stehe auf dem Schlauch...bisher hatte ich immer
die Möglichkeit bei einem kleinen Zufluß zum größeren Bach eine schöne reiche Natur anzutreffen...jetzt
ist das Schilf weg und Weidensträucher überwuchern das Rinnsal...weit und breit keine Libellen oder andere
Insekten die sich hier immer wohlfühlten...wir zerstören unsere Welt aus Blödheit...andere müssen ihren
Arbeitsplatz behaupten in dem sie sinnlose Anweisungen zum Bereinigen der Weg alles niederwalzen
lassen...gegen die Dummheit ist kein Kraut gewachsen...trauig aber wahr!
Eine schöne Echse hast du da abgelichtet...wie lange werden wir so eine Schönheit noch zu sehen bekommen!
Liebe Grüße auch an die Familie, Klaus :sorry: :sorry:
Übrigens, danke für deine Kommentare...gut geht es mir nicht, aber ich zwinge mich dazu hier nicht
ganz auszulassen...es gibt mir doch ein wenig Freude am Leben zurück! :admin:
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Beitragvon Kurt s. » 21. Jun 2020, 12:18

Hallo Stefan,

das hört sich nun wirklich nicht gut an,
ich kenne diese Steinhaufen natürlich auch .. und wenn sie richtig angelegt werden .. macht das auch Sinn..
die bieten Reptilien wie z.B. die Waldeidechse oder Molche einen guten Unterschlupf.. sie müssen aber natürlich auch sehr überlegt platziert werden..
also z,B. ausreichende Sonneneinstrahlung und nicht als Biotopinseln sonder genau so wie du es ja auch schon beschreibst ..(Wasser/Gebüsch)
Für Mauereidechsen, versch. Schlangenarten wie z.B. die Schlingnatter ist das beachten des richtigen Umfeldes wahrscheinlich noch gravierender..
dein Bild hier zeigt das sehr schön ..

LG. Kurt
mein Tipp .. aktiv werden rein in den Nabu .. da bist du richtig .. und die brauchen dich .. und hier kannst du mithelfen wenigstens etwas Natur zu retten.
Der Natur helfen, mehr Infos zum Naturschutz aus der Nordeifel unter https://www.nabu-euskirchen.de
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Beitragvon caesch1 » 21. Jun 2020, 12:25

Hallo Stefan,
Ein schönes Bild dieser Mauereidechse in sehr guter Schärfe, tollen Farben,
BG. Da hat sie Dich nahe herangelassen. Die Foto gefällt mir sehr gut.
LG, Christian
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Beitragvon schaubinio » 21. Jun 2020, 12:33

Kurt s. hat geschrieben:Quelltext des Beitrags Hallo Stefan,

LG. Kurt
mein Tipp .. aktiv werden rein in den Nabu .. da bist du richtig .. und die brauchen dich .. und hier kannst du mithelfen wenigstens etwas Natur zu retten.


Richtig Kurt, meine Mitarbeit widme ich dem Naturfreundehaus Wiesbaden, wo ich mich mit Fragen und Anregungen rund um die Äskulapnatter an Richard Abt wenden kann, der mir viele Tipps zum
Thema gibt :wink:

Dein Aufruf steht natürlich stellvertretend für alle User, die sich in
Sachen Naturschutz engagieren möchten :good:
L.g Stefan, der mit dem -f-



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Beitragvon Nurnpaarbilder » 21. Jun 2020, 13:58

Hallo Stefan,

ja, sowas ist echt ärgerlich. Du zeigst ein schönes Porträt mit prima SV. Ist das eine Samtmilbe, die sie da an der Seite hat?
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Beitragvon schaubinio » 21. Jun 2020, 14:15

Nurnpaarbilder hat geschrieben:Quelltext des Beitrags Hallo Stefan,

ja, sowas ist echt ärgerlich. Du zeigst ein schönes Porträt mit prima SV. Ist das eine Samtmilbe, die sie da an der Seite hat?



Hallo Carsten, wenn es nicht Loriot's bekannte Steinlaus ist, könntest Du mit der Samtmilbe Recht haben :wink:
L.g Stefan, der mit dem -f-



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Beitragvon Nurnpaarbilder » 21. Jun 2020, 14:23

Wäre es wirklich Petrophaga lorioti, gäbe es keinen Ärger mehr mit nutzlosen Steinhaufen. :DD

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