Kiefern-Steinpilz

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joerg,w
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Beitragvon joerg,w » 29. Sep 2009, 06:44

Hi Harald
man muß schon staunen wie unterschiedlich Pilze auch je nach Standort aussehen. Freitag war ich mal nur so schauen und am Wegrand standen Steinpilze und dann bin ich in ein Kieferabschnitt gekommen da standen sie wie gesät auf 100m², hab ich noch nie so erlebt. Die Hutfarben von beige bis dunkelbraun und in den restlichen Waldstücken nicht einer eben nur an den Wegen.
Geschmeckt haben alle gleich.
Gruß Jörg
Schönes Pilzbild das mir gefällt.
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Hans Fröhler
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Beitragvon Hans Fröhler » 29. Sep 2009, 07:27

Schaut schon schön aus dieser Steinpilz.
Irgendwie sträubt sich in mir etwas dagegen darin Boletus pinophilus zu sehen.
Insgesamt ist mir der Stiel zu hell, es fehlt die fleckig rötlichbraune Oberfläche.
Auch der Hut ist mir für diese Art einfach viel zu hell.
Die runzlige höckrige Oberfläche ist das einzige was zum Kiefernsteinpilz passt, aber das habe ich auch
schon bei Boletus reticulatus gesehen zu dem die restlichen Merkmale eventuell etwas besser passen würden.
Kiefern - Buchen - Eichenwald würde zu beiden Arten passen.
Das ist so ein Pilz den man in den Händen halten müsste um es eindeutig zu sagen, da die Jahreszeit etwas gegen das Vorkommen vom Sommersteinpilz sprechen würde, aber ich habe auch schon Morcheln im Herbst gefunden :-)

LG Hans
Ein Bild entsteht in der Auseinandersetzung des Fotografen mit seinem Motiv.
Je intensiver man sich damit beschäftig gelingt es das wiederzugeben was man dabei gesehen und empfunden hat. EBV ist ein Mittel um die Bildaussage die man beabsichtigt hat zu erhöhen, kann sie aber auch enorm verfälschen.
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Beitragvon rovebeetle » 29. Sep 2009, 12:05

Hans Fröhler hat geschrieben:Irgendwie sträubt sich in mir etwas dagegen darin Boletus pinophilus zu sehen.


Hallo Hans!

Deine Zweifel sind nicht unberechtigt. Allerdings, sah dort jedes Exemplar des Kiefernsteinpilzes ein bisschen anders aus, einige (v.a. die jungen) hatten sogar fast reinweisse Stiele. Wir fanden auch ein "spätes" Ex. des Sommersteinpilzes.

Was mir aber noch aufgefallen ist: B. pinophilus hat ein weniger dichtes Fleisch und daher ein geringeres "spezifisches Gewicht" als Fichten- und Sommersteinpilz. Gleich grosse Exemplare waren immer spürbar leichter und weniger fest. Deine Aussage, dass man ihn in der Hand halten muss kriegt daher besondere Bedeutung :) .

lg
Harald
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Hans Fröhler
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Beitragvon Hans Fröhler » 29. Sep 2009, 13:46

Hallo Harald,

dem Gewicht würde ich jetzt weniger Bedeutung beimessen - ich hab den Sommersteinpilz als relativ leichten Pilz in Erinnerung. Was ich festgestellt habe ist daß der Sommersteinpilz und der "Fichtensteinpilz" (der auch gerne in reinen Buchenwäldern vorkommt) relativ früh von Maden befallen ist, während ich diese beim Kiefernsteinpilz bisher kaum gesehen habe.
LG Hans
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Beitragvon rovebeetle » 29. Sep 2009, 14:17

Hans Fröhler hat geschrieben:Was ich festgestellt habe ist daß der Sommersteinpilz und der "Fichtensteinpilz" (der auch gerne in reinen Buchenwäldern vorkommt) relativ früh von Maden befallen ist, während ich diese beim Kiefernsteinpilz bisher kaum gesehen habe.
LG Hans


Das ist offenbar Standort- und Klimaabhängig. Während das Ex. auf meinem Foto (Hutdurchmesser ca. 15cm) völlig makellos war, waren andere grössere Kiefernsteinpilze durchaus "etwas" madiger und v.a. von Schnecken zerfressen.
Besonders bemerkenswert an diesem Standort war aber, dass die Reifpilze (Cortinarius caperatus), die ja fast eine Maden-Garantie haben, völlig madenfrei waren (m.A. der ganz ausgewachsenen, offenen Exx.). Hat mich natürlich gefreut, da ich sie gerne esse :) .

Ein Kollege hat mal in Wien mitten im Dezember (nach einem starken Föhneinbruch) jede Menge Kiefernsteinpilze gefunden und die waren, mangels tierischer Konsumenten im Winter, auch in perfektem Zustand.

BTW - gehe ich recht in der Annahme, dass du derselbe Hans bist der früher auf Harry Regin's Pilz-Seite mehr o. weniger regelmäßig gepostet hat? Zumindest schliesse ich das aus Stil und Qualität deiner Fotos :wink: .

lg
Harald
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Beitragvon Werner P. » 29. Sep 2009, 21:52

Servus beinander,

ich halte das auch für einen Sommersteinpilz. Auf der vorgestrigen Exkursion mit dem Münchner Pilzverein haben wir davon auch ein schönes, unvermadetes Exemplar gefunden. Die Maden sind stark witterungsabhängig. Momentan gibt es wenig Maden und dafür aber auch wenig Steinpilze ... :-(

Hans, meld Dich mal wieder, schon lange nichts mehr gehört von Dir ...

Gruß,

Werner
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Beitragvon rovebeetle » 30. Sep 2009, 10:51

Werner P. hat geschrieben:ich halte das auch für einen Sommersteinpilz.


Nochmals zum Thema Sommersteinpilz. Was gegen den Sommersteinpilz spricht ist die fehlende deutliche Netzung des Stieles und die Sandpapier-artige Huthaut. Die Färbung ist halt leider ein sehr unzuverlässiges Merkmal.

Aber ich werde zur Sicherheit das Foto noch richtigen Spezialisten vorlegen um alle Bedenken zu zerstreuen - vielleicht werde ich auch eines Besseren belehrt (kann man ja nie ausschliessen).

lg
Harald
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Hans Fröhler
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Beitragvon Hans Fröhler » 30. Sep 2009, 16:57

rovebeetle hat geschrieben:
Werner P. hat geschrieben:ich halte das auch für einen Sommersteinpilz.


Nochmals zum Thema Sommersteinpilz. Was gegen den Sommersteinpilz spricht ist die fehlende deutliche Netzung des Stieles und die Sandpapier-artige Huthaut. Die Färbung ist halt leider ein sehr unzuverlässiges Merkmal.

Aber ich werde zur Sicherheit das Foto noch richtigen Spezialisten vorlegen um alle Bedenken zu zerstreuen - vielleicht werde ich auch eines Besseren belehrt (kann man ja nie ausschliessen).

lg


Der Werner ist PSV der DGfM :-)

Und mit Röhrlingen kennt der sich "fast" noch besser aus wie ich
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Beitragvon rovebeetle » 30. Sep 2009, 19:21

Hans Fröhler hat geschrieben:Der Werner ist PSV der DGfM :-)

Und mit Röhrlingen kennt der sich "fast" noch besser aus wie ich


Gut zu wissen :)

lg
Harald

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