Deep Focus Fusion

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Guppy
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Beitragvon Guppy » 29. Jan 2009, 20:38

Brueghel Pieter der Ältere, etwa im Jahr 1530. Bilder, alles scharf, da kann man sich umsehen, ein neuer Aspekt für die moderne Fotografie. Nicht nur ein Punkt des Interesse, "den musst du dir anschauen", Bevormundung. Freiheit in der Betrachtung.
Insekten fotografiert man nicht von Oben? Ich fotografiere sie von unten.
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ist ein Brustschild von einem gestreiften Rosenkäfer (Eudicella gralli hubini). Ist das falsch und schlecht?


Edit Frank Divossen: Hallo Kurt, ich habe deinen Link zum Bild gelöscht, da das verlinken von Bildern hier nicht erlaubt ist. Das kannst Du auch hier nachlesen.
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Frank Divossen
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Beitragvon Frank Divossen » 29. Jan 2009, 20:46

Hallo, Kurt,

und herzlich Willkommen hier bei uns. Ich musste deine Links zu den anderen Bildern löschen. Du kannst gerne die Upload Funktion dieses Forums benutzen, um Bilder zu zeigen. Das verlinken von Bildern auf andere Seiten ist hier nicht erlaubt.
Du kannst das auch noch gerne, oben in meinen Link nachlesen. Danke für dein Verständnis.

Zum Bild: Dein Einstiegsbild besticht durch eine extreme und gute ST. Das DFF ist sehr gelungen. Der Schnit und die Bildgestaltung finde ich gewöhnungsbedürftig. Ansprechend finde ich es persönlich nicht so sehr, aber es zeigt viele Details. Ich bin da schon auf weiteres gespannt.
Ich schlafe nur einmal im Jahr

Liebe Grüße

Frank
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smile
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Beitragvon smile » 29. Jan 2009, 20:51

Guppy hat geschrieben:Ich sage es mal trivial "die Unschärfe als gestalterisches Element ist die Erfindung der Optik". Die klassischen Maler waren gut, z.T. sehr gut ohne Unschärfe in ihren Bildern. Unschärfe ist ein Kind der analogen Fotografie, jetzt in der digitalen Fotografie sollte man diese Unschärfe mindestens zum Teil begraben. Es ist absolut klar, dass Unschärfe ein gestalterisches Element sein kann, aber es muss nicht sein!


naja - ich hab` ehrlich gesagt, lieber ein Foto mit Unschärfen, als eins von toten Tieren - aber das muß jeder für sich entscheiden ;)

smile
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Beitragvon Guppy » 29. Jan 2009, 20:57

Alles ist Geschmakssache.
Bei mir begann die Fotografie mit einem Agfa Kistchen 6x6 cm Negativ. Alles war scharf (ausser es war verwackelt). Mit der Kodak Instamatik kam die erste Unschärfe in mein Leben. Dort wo ich hinschaue ist alles scharf! Und jetzt lasse ich mich schlafen gehen. Ich hoffe, dass bei der Diskussion irgend etwas in Bewegung kommt.
Vielen Dank für's Zuhören.
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Beitragvon Danijel » 29. Jan 2009, 21:02

Hallo Hagen,

es ist nichts verwerfliches daran, tote Tiere zu fotografieren. Man findet genügend tote Tiere und muss sie nicht extra dafür töten. Es ist eine Art der wissenschaftlichen Fotografie. 192 Bilder macht man nicht eben am lebenden Objekt. Bei der REM-Fotografie werden auch tote Tiere genommen oder sie werden bei der Aufbereitung, man muss sie wohl auch mit Gold bedampfen getötet.

Hat durchaus auch seine Berechtigung, woher sollten wir unser Wissen nehmen.

Ich habe nur der Neugier halber gefragt. Ich persönlich stacke nur am lebenden Tier draussen, wenn es nicht windig ist und die Insekten in Kältestarre verharren - ist für mich jedoch mehr sportlicher Natur und nicht weil ich Skrupel hätte ein totes Tier zu fotografieren.

Kurt macht das offensichtlich mit einem Trinokular, mit welchem man das Objekt sowohl von oben als auch von unten untersuchen kann. Ausserdem ist da der Feintrieb sehr genau. Nur erschliesst sich mir die Notwendigkeit eines Makroobjektives noch nicht.

Kurt, wäre nett wenn du uns aufklärst.
Grüsse Danijel

Inoffizieller Nikonsponsor...
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Beitragvon Andreas Froeba » 29. Jan 2009, 21:05

Unschärfe ist ein Kind der analogen Fotografie, jetzt in der digitalen Fotografie sollte man diese Unschärfe mindestens zum Teil begraben. Es ist absolut klar, dass Unschärfe ein gestalterisches Element sein kann, aber es muss nicht sein!



Hallo Kurt,

dein Zitat mag ja vielleicht bei Bildern wie dem von dir gezeigten gelten, aber im Bereich der "normalen" Makrofotografie finde ich Unschärfe im Hintergrund z.B. unabdingbar! Ein Bild wie du es hier zeigst ist von der Schärfe und dem Detailreichtum unschlagbar und verdient Anerkennung. Im Bereich der Bestimmungsliteratur könnte ich mir vorstellen stellen sie einen unschätzbaren Wert da, aber dennoch fehlt mir der künstlerische, ästhetische, gestalterische Ansatz. Fotografie ist "Malen mit Licht" und das bedeutet zwangsläufig dass solche Aspekte mit dazu gehören!

LG Andreas
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Beitragvon Benjamin » 29. Jan 2009, 21:15

Hallo Kurt,
auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum.
Rein technisch ist dein Einstandsbild einwandfrei, gestalterisch sind da sicher noch Reserven.
Damit meine ich nicht unbedingt solche Sachen wie den Goldenen Schnitt, sondern eher an einen anders gewählten Bildausschnitt.
Habe mir auch gerade kurz deine Homepage angesehen, da sind einige Aufnahmen dabei, die mir sehr gut gefallen.
Bei anderen sieht der Bildausschnitt wieder sehr zufällig gewählt aus.

Ich bin außerdem sehr an deiner Technik interessiert. Die Möglichkeit, Details eines Insekts die Vergrößerung & Tiefenschärfe eines REM mit brillanten Farben darzustellen finde ich hoch interessant, vor allem weil ich das im Labor momentan gut gebrauchen könnte.
Würde mich freuen, wenn du hier mal ein detailliertes "Making off" präsentieren würdest.
Viele Grüße,
Benjamin
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Beitragvon tomm » 29. Jan 2009, 21:23

Hallo Kurt,

den Übergang von Makro- zur Mikrofotografie finde ich ein spannendes Arbeitsgebiet, ich freue mich auf weitere Bilder von Dir. Ohne Beschreibung des Kontextes sind die Bilder aber schwer zu lesen. Den Blitzeinsatz hast du offensichtlich im Griff, wie bewerkstelligst Du denn bei den geringen Dimensionen die unterschiedlichen Schärfeebenen (ein Schlitten kommt da ja wohl nicht mir in Frage)?
viele Grüße

Thomas
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Beitragvon Guppy » 29. Jan 2009, 21:28

"Malen mit Licht", das ist treffend und sollte in die neuen Möglichkeiten der DIGITALEN Fotografie eingebunden werden. Unschärfe ist keine schlechte Erfindung, doch auch nicht das Non plus Ultra.
Bei Euch kommt man nicht zum schlafen!
Das Trinokular habe ich vor Jahren (zur Zeit der analogen Fotografie) an einen Biologen verkauft.
Jetzt geht es folgendermassen.
Nikon D300
2 Sätze Zwischenringe ca. 10cm
Balgengerät, ca. 14cm
Balgengerät Nikon PB-6, ca 21 cm
Mikro Nikkor 105mm 1:2.8 D
Totale Verlängerung ca. 45 cm, Arbeitsabstand 7 cm
Bildbreite 3.3 mm, entspricht zum Sensor mit 23.2 mm Breite, einer Vergrösserung von 7:1
Manchmal verwende ich den Nikon Converter TC-200. Vergrösserung 14:1 (nicht ganz so prikelig scharf)
Oder das Canon Macro mit 200mm (das ist auch nicht speziell scharf)
Die Retro Stellung vom Nikon 24mm funktioniert nicht gut mit Helicon focus.
Weitere Fragen beantworte ich gerne.
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Beitragvon Guppy » 29. Jan 2009, 21:40

Der Manfrotto Schlitten "Micro Positioning Plate 454" hat bei dem Triebel (Drehschraube) einen Inbus, dort stecke ich einen Inbusschlüssel hinein. Hebelarm wird dadurch länger. Ich kann damit bis zu 100 Aufnahmen pro Umdrehung machen. Eine Umdrehung entspricht etwa 1.1 Millimeter Vorschub des Schlittens. Man könnte das Ganze auch auf einem Mechanischen Drehbank mit automatischem Vorschub montieren. Den Vorschub und die Auslösung automatisieren. Habe ich in unserer Feinwerkstatt abgeklärt, doch der Vorschub wäre im vergleich zum Manfrotto zu gross.
Inzwischen Stacke ich aber mit längeren Distanzen, etwa 1/20mm pro Aufnahme bei 7:1.

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