Riesengesichtserker

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MakroMarkus
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Riesengesichtserker

Beitragvon MakroMarkus » 30. Mai 2015, 22:19

Liebe Makrofreunde,

man könnte bei diesem Bild bemäkeln, dass ausgerechnet das wichtigste Bestimmungsmerkmal unscharf ist. Trotzdem habe ich
mich entschieden, die Schärfe auf Auge und Flügelkante zu legen und die lange Nase der gestreiften Nasenschwebfliege in
der Unschärfe verschwinden zu lassen.

Sie saß auf einer Schwertlilienblüte und hielt eine Weile still, so dass ich mich nähern und unter anderem dieses Foto
machen konnte. Es war der Versuch die Schärfe so zu legen, dass man von der Fliege genügend sieht, sie aber freigestellt
bleibt...was meint Ihr?

Bei der EBV habe ich das Gelb ziemlich entsättigt, um Augenschäden bei allen Beteiligten zu vermeiden.

LG, Markus
Dateianhänge
Kamera: Canon EOS 6D
Objektiv: 180mm + 1.4 Konverter
Belichtungszeit: 1/640
Blende: f/8.0
ISO: 800
Beleuchtung: Sonne
Aufnahmedateiformat (RAW/JPG): RAW
Beschnittsbetrag in % (Breite u. Hoehe): 0% u. 0%
Stativ: Freihand
---------
Aufnahmedatum: 24.05.2015
Region/Ort: Mechelen/Belgien
vorgefundener Lebensraum: Teich
Artenname: Anasimyia lineata
NB
sonstiges:
_MG_4400.jpg (403.52 KiB) 707 mal betrachtet
_MG_4400.jpg
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LaLuz
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Beitragvon LaLuz » 31. Mai 2015, 21:39

Hallo Markus,

jetzt sitze ich bestimmt schon 10 Min. vor Deinem Bild und denke darüber nach. Schwierig.....

Wie Du schreibst, war es Deine Absicht, das (Punkt-)Auge und die Flügenkante in die SE zu bekommen. Das ist Dir bei dem
Auge gut gelungen. Beim Flügel ist es der Teil, der neben der Kante liegt. Schön ist, wie man die Flügeladern erkennen
kann. Auch das Glitzern auf dem Flügel gefällt mir.

Insgesamt betrachtet ist mir das Bild zu unausgewogen. Die gewählte Perspektive finde ich nicht so glücklich. Wenn Du
einen Standpunkt etwas weiter links unten eingenommen hättest, hättest Du Dein Ziel vermutlich auch erreicht, dabei
sogar noch eher die Flügelkante scharf bekommen. Damit wäre die Schwebse auch etwas spannender im Bild platziert, würde
mehr in den freien Raum schauen. Der rechte Flügel wirkt auf mich wie "abgefallen", als würde er nicht zum
Insekt gehören. Mit offenerer Blende wäre der von Dir gewünschte Effekt besser zu erreichen gewesen. Der Rest der
Schwebfliege wäre dann komplett in die Unschärfe abgetaucht, was ich mir gefälliger vorstellen kann.

Mit der gelben Blüte als HG hast Du Dir etwas ganz Schwieriges ausgesucht, vor allem unter direktem Sonneneinfluß. Auch
nach dem von Dir erwähnten Entsättigen knallt die Farbe immer noch. Da hilft nur Abschatten, wenn die Fliege sich schon
dieses Nest aussucht :wink: Die Blütenteile, die rechts und unten in der Mitte ins Bild ragen, finde ich nicht so
schön. Hier wäre wiederum der erwähnte andere Standpunkt oder aber ein kleinerer ABM unter Einbeziehung der Blütenform
eine Option gewesen.

Du hast geschrieben, dass Du unter anderem dieses Foto gemacht hast. Wie sehen denn die
anderen aus? Vielleicht zeigst Du ja noch eine Alternative hier.

LG, Karin
Lege Dir jeden Tag für Deine Sorgen eine halbe Stunde zurück. Und in dieser Zeit mache ein Schläfchen. Lao-Tse
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Dani
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Beitragvon Dani » 1. Jun 2015, 10:02

Hallo Markus,

ehrlich gesagt, ich habe es noch nie geschafft, ein nervöses Fluginsekt
abzuschatten, ohne dass es die Flucht ergriffen hätte. Ich hätte die Fliege
also auch bei Sonneneinstrahlung fotographiert, was mich hier gar nicht so
stört. Ein kleinerer ABM wäre vielleicht für den Gesamteindruck von Vorteil
gewesen, aber dann hätte ich die kleinen weißen Dinger auf dem Leib der
Fliege nicht so genau betrachten können. Transportiert hier die Fliege ihre
Eier auf dem Rücken, oder ist das etwas anderes?
Würde mich brennend interessieren...
Liebe Grüße Dani
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Beitragvon MichaSauer » 1. Jun 2015, 10:05

Hallo Markus,

bei Freihand und diesem Abbildungsmaßstab würde man bei mir vermutlich gerade noch so
erkennen, dass es sich um eine Fliegenart handelt ;) Der Fokus liegt schön auf dem Auge.
Die Positionierung der Fliege im Bild finde ich gelungen. Bei der Perspektive würde ich,
falls möglich, eine etwas tiefere Position wählen. Und weiter links. Dann wäre der
Schärfeverlauf eindeutiger und die Blick auf das Tier womöglich noch spannender.

Viele Grüße
Michael
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Beitragvon Werner Buschmann » 1. Jun 2015, 16:15

Hallo Markus,

Die Achse schwarzes Punkt-Auge und Flügel
liegen im Schärfekorridor.

Gut fotografiert.

Auf die Schnauze der Schnauzenschwebfliege hätte ich jetzt nicht verzichtet,
immerhin ist sie das namengebende Bildteil.

Tiefer runter, um auf Augenhöhe zu fotografieren, ist ein guter Vorschlag.
________________
Liebe Grüße, passt auf Euch auf und vergesst das Lächeln nicht!
Werner
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Beitragvon StephanFingerknoten » 1. Jun 2015, 17:30

Hallo Markus,

alles schon gesagt: was die technischen Fragen angeht, die Perspektive und die BG kann ich
mit allen schon gemachten Vorschlägen folgen. Aber auch das Lob unterschreibe ich dick und
fett: das muss man freihand erst einmal so hinbekommen.

Und in dem Punkt bin ich bei Michael mit einer kleinen Steigerung: bei mir wäre hier schon
schwierig zu erkennen, dass es sich überhaupt um eine Fliege handelt. Ginge wohl eher in
die Richtung: schwarzer verschmierter Fleck auf knallgelben Untergrund. Dem hätte ich
einen passenden Titel gegeben und mit Inbrunst behauptet, es sei Kunst. Oder so.

Gut fotografiert; Steigerungsmöglichkeiten gibt es immer.

LG
Stephan
Ich bin der mit dem -PH
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Beitragvon rincewind » 1. Jun 2015, 21:23

Hallo Markus,

ich denke auch die Perspektive schräg von oben ist nicht die Glücklichste.
Tiefer wäre auf jeden Fall günstiger gewesen und vielleicht etwas mehr von vorn.
Dann wäre es auch leichter gewesen die Nase mit in den Fokus und die
Blütenränder welche in der Schärfe liegen aus dieser heraus zu bekommen.Leichter
gesagt als getan, vor allem Freihand, die Ausrichtung längs der Flügelkante und
der Fokus sind auf jeden Fall gut.

LG Silvio

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