Chillaxen auf dem warmen Fels . . .

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lysfisker
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Chillaxen auf dem warmen Fels . . .

Beitragvon lysfisker » 24. Mär 2019, 00:21

. . . Von oben strahlt es auf den Pelz.
Das Leben könnte schlimmer sein,
Als hier im prallen Sonnenschein!


Moinsen Gemeinde,

Das Bild zeigt eine etwas leicht übergrenzwertig beschnittene «Rotschopfige Sandbiene» *
bei ihrem verdienten Sonnenbad nach hartem Tageswerk.

Leider habe ich die Aufnahme nur als JPG, da sich für mich zu dem Zeitpunkt, vor fast vier Jahren,
hinter dem Begriff "RAW" nur böhmische Dörfer verbargen.
Ich finde aber die (verbliebene) Schärfe konnte den Crop vertragen.

Ich habe die Aufnahmen nicht beschnitten, um den ABM aufzumotzen,
sondern weil es mir von wegen der BG dringend notwendig erschien.

Für die Argumentation habe ich auch das unbeschnittene Originalbild hinzugefügt.
Mir sitzt die Biene dort zu weit rechts; "sie knallt mit dem Kopf fast gegen den Bildrand".
Auch ist sie mir zu mittig. (Damals hat mich die Bildgestaltung vor Ort nur wenig bekümmert).
Andererseits empfinde ich persönlich die "Absturzkante" als bereicherndes, weil auflockerndes Element.
Bin gespannt, wie ihr das seht.

Fun fact:

Die unter den Körper gezogenen Vorderbeine scheinen, zumindest meinen Beobachtungen nach,
eine typische Verhaltensweise dieser Art beim Sonnenbaden, oder vielleicht auch allgemein beim Ruhen zu sein.
Jedenfalls habe ich vielfach unerschiedliche Individien der gleichen Art in dieser Stellung angetroffen.
Sie ziehen die Beine erst ein, wenn sie wirklich zur Ruhe kommen.
Ob das Art-typisch ist, oder für alle Andrena-Arten gilt, weiss ich nicht.
Sieht aus wie das Bienen-Adequat von "jetzt mach ichs mir richtig gemütlich und lege die Beine hoch”. :popcorm2:

Weniger funny:

2015 gab es an diesem Ort, wo das Bild entstanden ist, eine grosse Kolonie dieser Sandbienen
(soweit man bei Solitärbienen von "Kolonien" sprechen kann).
Ich habe seither jedes Jahr über längere Zeiträume immer mal wieder nachgesehen. Nix mehr.
Mag Zufall sein, aber es deckt sich leider mit meinen Beobachtungen über das Vorkommen (bzw. Verschwinden)
vieler anderer Insektenarten hier in der Region.

Viele Grüsse
Dirk

* Meine Bestimmung, aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren.
Ich weiss, das die Unterscheidung bei den Andrena nicht immer ganz einfach ist.
Dateianhänge
Kamera: Canon EOS 7D
Objektiv: EF100mm f/2.8L Macro IS USM @ 100mm
Belichtungszeit: 1/160s
Blende: f/8
ISO: 250
Beleuchtung: Praller Sonnenschein am späten Nachmittag
Aufnahmedateiformat (RAW/JPG): JPG
Beschnittsbetrag in % (Breite u. Hoehe): B: 25 / H: 22
Stativ: Freihand, aufgestützt
Infos zu Multishot-Techniken (z.B. Stack, HDR, Stitch):
---------
Aufnahmedatum: 21.04.2015 17:20
Region/Ort: Oslo / Bygdøy 59.896825, 10.726846
vorgefundener Lebensraum: Fjordnaher Mischwald mit Kieferndominanz / Mauer am Wegrand
Artenname: Rotschopfige Sandbiene (Andrena haemorrhoa), Weibchen
kNB
sonstiges:
20150421-Andrena haemorrhoa-Crop-IMG_0390.jpg (437.37 KiB) 639 mal betrachtet
20150421-Andrena haemorrhoa-Crop-IMG_0390.jpg
Kamera: Canon EOS 7D
Objektiv: EF100mm f/2.8L Macro IS USM @ 100mm
Belichtungszeit: 1/160s
Blende: f/8
ISO: 250
Beleuchtung:
Aufnahmedateiformat (RAW/JPG): JPG
Beschnittsbetrag in % (Breite u. Hoehe): 0 u. 0
Stativ:
Infos zu Multishot-Techniken (z.B. Stack, HDR, Stitch):
---------
Aufnahmedatum: 21.04.2015
Region/Ort:
vorgefundener Lebensraum:
Artenname: Rotschopfige Sandbiene (Andrena haemorrhoa), Weibchen
kNB
sonstiges:
20150421-Andrena haemorrhoa-Full-IMG_0390.jpg (380.82 KiB) 639 mal betrachtet
20150421-Andrena haemorrhoa-Full-IMG_0390.jpg
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Chillaxen auf dem warmen Fels . . .

Beitragvon piper » 24. Mär 2019, 09:55

Hallo Dirk,

zuerst einmal herzlichen Dank für die interessanten Informationen!
Die Bedingungen vor Ort waren nicht ganz optimal. Das Licht ar schon recht hart.
und die Kontraste kräftig. Ich würde versuchen per EBV die KOntraste und die Schärfung
ein wenig zurückzunehmen und die Tiefen noch ein wenig anzuheben.
Die Schärfe ist gut geworden.
Ein schönes Bild, aber deine Beobachtung macht natürlich sehr traurig!
Liebe Grüße Ute

Die Freude am Kleinen ist die schwierigste Freude, denn es gehört ein großes Herz dazu.
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Beitragvon Werner Buschmann » 24. Mär 2019, 10:56

Hallo Dirk,

das ist ein ausgezeichnetes Bild, und ich
bevorzuge die Originalversion.
Es beinhaltes alles war das gecroppte Bild
auch hat, liefert aber wesentliche dokumentarische
Zusatzinformationen, die den Lebensraum der
Biene visuell erlebbarer machen.
Die Abbruchkante als Nebenmotiv bereichert also das Bild inhaltlich
und gibt ihm zusätzlich auch die gestalterische Azusgewogenheit,
die scheinbar durch die Positionierung der Biene - zu weit nach rechts -
verloren gegangen sein könnte.
Auch der Dunkel-Hell-Gegensatz wird im zweiten Bild deutlicher und bereichert das Bild
für mich ebenfalls.

Ich stelle mal eine Verdeutlichung der formalen Abspekte als Bild dazu.
Dateianhänge
WernerAndrena-haemorrhoa.jpg (558.95 KiB) 610 mal betrachtet
WernerAndrena-haemorrhoa.jpg
________________
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Beitragvon Gabi Buschmann » 24. Mär 2019, 14:40

Hallo, Dirk,

ich kann mich hier Werner voll und ganz anschließen.
Für mich funktioniert das Original sehr gut. Werners
Bild scheint mir kontrastärmer zu sein, das bekommt
dem Motiv gut, finde ich. Ute hatte es ja auch schon
vorgeschlagen, die Kontraste zurückzunehmen.
Ein sehr schönes, authentisches Bild der Sandbiene
mit guter Schärfe. Die Beobachtung mit den eingezogenen
Beinchen finde ich sehr interessant. Deine Beobachtung
zum Verschwinden der Art dagegen traurig.
Liebe Grüße Gabi
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Beitragvon Hans.h » 24. Mär 2019, 17:37

Hallo Dirk,

Trotz des etwas harten Lichtes, ist das schon wegen dem tollen ABM. beeindruckend geworden.
Ich finde beide Versionen schön anzusehen.

Hans. :)
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Beitragvon Freddie » 24. Mär 2019, 17:53

Hallo Dirk,

ein RAW ist amS gar nicht so viel anders als ein jpg.
Ich machte die Erfahrung, dass nur in bestimmten Fällen ein paar Details mehr übrig bleiben.
Bei so einer Biene als Beispiel könnte das der Fall sein und das RAW mehr Zeichnung im Fell haben.

Wenn ich Werner Arbeit so betrachte, fällt mir gleich auf,
dass seine Version mit weniger Kontrast deutlich besser aussieht.
Du hast die Biene auf jeden Fall gut fotografiert.
Meine Kritiken spiegeln nur meine persönliche Ansicht wider.
Sie sollen helfen, sind aber völlig unverbindlich und keinesfalls böse gemeint.
Alle hier von mir gezeigten Bilder dürfen ungefragt für die Artengalerie verwendet werden.
Liebe Grüße und allzeit Gut Licht, Friedhelm.

Hier könnt Ihr meine Homepage besuchen: http://freddies-makro-blog.blogspot.de/
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Beitragvon Corela » 24. Mär 2019, 20:41

Hallo Dirk,

leider bin ich in der Bestimmung der Bienen nohc nciht sehr weit vorgedrungen
und dazu nichts beitragen.
Deine Beobachtung mit den Vorderbeinen finde ich witzig, aber sehr gut nachvollziehbar.
In Sachen Beschnitt würde ich ein Mittelding zwischen deinem und Werners vorziehen.
Ansonsten finde ich das ein gelungenes Bild.
lG
Conny


- hinfallen - aufstehen - Krönchen richten - weitergehen -

„Die Abende im Garten sind so schön, daß ich mich nicht entschließen konnte, mich an den Schreibtisch zu setzen“ – Max Liebermann, 1911.
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Beitragvon rincewind » 24. Mär 2019, 21:33

Hallo Dirk,

Trotz der schwierigen Umstände ( Licht) hast Du die Biene schön detailliert abbilden können.
Du hast erklärt warum Du es so beschnitten hast. Das kann man so machen. Ist aber nicht unbedingt
nötig. In der Bearbeitung von Werner sieht das Original gut aus.

LG Silvio
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Beitragvon HärLe » 25. Mär 2019, 20:57

Hallo Dirk,
für mich hättest Du nicht beschneiden müssen. Das Originalbild sagt mir sehr zu. Jetzt noch etwas an den Kontrast/Licht-Reglern gedreht und gut ist. Ein prima Bild der Sandbiene.

Gruß Herbert
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Beitragvon lysfisker » 26. Mär 2019, 00:25

Moin,

Vielen Dank für eure Kommentare und Anregungen.
Allesamt für mich wertvoll, sehr informativ und teilweise auch etwas überraschend.


Werner Buschmann hat geschrieben:Quelltext des Beitrags Ich stelle mal eine Verdeutlichung der formalen Abspekte als Bild dazu.



Ich hatte mir zur BG im Original ähnliche Gedanken gemacht wie du, Werner, und war weitgehend auch zu den gleichene Schlüssen gekommen.
Was mich letztlich dann doch zum Beschnitt bewegte, war einzig die Erinnerung daran, dass (relativ gesehen zu den übrigen Bildrandabständen)
zuwenig Raum in Blickrichtung hier im Forum öfter mal als eher unschön bemängelt wurde.
Deine illustrierte Argumentation, wie auch die Bestätigung von Gabi, Silvio und Herbert machen deutlich, dass man sich,
je nach Situation und Gesamteindruck, nicht immer verbissen an diese Regel halten muss oder sollte.

Deine kontrastärmere und kühler abgestimmte Ausarbeitung gefällt mir ebenfalls besser.

Das unabgeschirmte Sonnenlicht aus strahlend blauem Himmel war mit Sicherheit hart und die Kontraste dementsprechend.
Einerseits untermalt das die durch das Bild vermittelte Situationsbeschreibung (= Sonnenbad).
Andererseits sehe ich hier im Vergleich, dass es doch etwas Viel des Guten war.

Möglicherweise bewege ich mich jetzt in falschen Gedankenbahnen, aber vielleicht bin ich auch in die “JPG-Falle” gegangen:
Die Cam-internen Computer-Algorithmen entwickeln das Bild gemäss den sensoriell ermittelten Messdaten in das fertige Bild.
So weit ich weiss sogar produzentabhängig nach unterschiedlich gewichteten Kriterien.
M.a.W. : das Bild wird entwickelt, wie es die Cam bzw. der Produzent für richtig hält.
Meinem Eindruck nach meist etwas aggressiver und tendenziell überexponiert, um dem Kunden ein garantiert zufriedenstellendes Produkt zu liefern.
Im RAW-Format wird die vom Sensor eingefangene Information neutral und "unzensiert" gelagert, um dann anschliessend Cam-extern konvertiert zu werden.
Die Konvertierungsprogramme exponieren eher vorsichtig und zurückhaltend, so dass das Bild «nach oben hin» ausgebaut werden muss.
Die JPG-formatigen Bilder hingegen «nach unten hin» abgedämpft.
In sofern bestünde dann, abgesehen vom reinen Informationsreichtum doch ein Wesens-Unterschied zwischen RAW und JPG, Friedhelm.

Wahrscheinlich befinde ich mich mit diesen Spekulationen eh auf dem Holzweg. Lasst mich wissen, wenn dem so ist.

Ich sehe auch die Möglichkeit, dass ich im “picture style”-Menu eine meiner “custom”-Einstellungen mit über den Standard erhöhtem Kontrastwert gewählt habe
(was für das RAW-file irrelevant wäre). Weiss ich nicht mehr.

Egal wie, Fakt ist, der Kontrast ist zu hoch und ich hab´s nicht gesehen. :dash1:

:admin: für eure korrigierende Kritik. Das war wieder mal sehr hilfreich!

Viele Grüsse
Dirk

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