Nochmal Schuppen

Mikrofotografie: * ABM >1:2 bis 80:1 * in der Regel Indoorfotografie. Zusätzl. Lichtschrankenfotografie
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Beitragvon A_K » Fr Mär 10, 2017 20:21

... bevor der frühling hoffentlich bald mal ein paar frische Motive bringt. Ich hoffe euch gefällts...

Kamera: Canon EOS 7D Mark II
Objektiv: Nikon M Plan 40/0,5 ELWD 210/0
Belichtungszeit: 1000 x 1/1s
Blende:
ISO: 320
Beleuchtung: YN14-EX
Aufnahmedateiformat (RAW/JPG): RAW
Beschnittsbetrag in % (Breite u. Hoehe):
Stativ: verschiedene
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Aufnahmedatum: 08.03.2017
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Graphium policenes 1200.jpg (497.15 KiB) 303 mal betrachtet
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Viele Grüße,
Alexander
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Beitragvon Hans.h » Sa Mär 11, 2017 12:03

Hallo Alexander,

Eigentlich erstaunlich, wieviele verschiedene Arten von Schmetterlingsschuppen es gibt.
Diese hier haben extrem spitze Enden...Sachen git´s.
Besonders schön kommen die Längsstreifen bei der hellbraunen Schuppe in der Mitte zur Geltung.

Hans. :)
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Beitragvon Guppy » Sa Mär 11, 2017 15:31

Hallo Alexander

Einheimischer Schmetterling?
Hier sieht man die Problematik der etwas abstehenden Schuppen gut, das Bild ist nicht so perfekt, wie wenn du stärker anliegende Schuppen zeigst.
Gut getroffen hast du die Belichtung, die roten Schuppen zeigen viel und klare Zeichnung!
Das Bild lässt nicht erahnen wie schwierig es ist, diese Schuppen perfekt abzubilden.

Kurt
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Beitragvon A_K » Sa Mär 11, 2017 19:59

Hallo Kurt,
nein, kein Einheimischer.
Mit den abstehendenSchuppen hst Du recht. Wenn eine Schuppe üer eine anderer ragt und auf die untere Schuppe scharfgestellt ist, dann verschwimmt die obere Schuppe zu einem "Nebel" der eine größere Ausdehenung als die eigentliche Schuppe hat. Dieser Nebel beeinträchtigt die Auflösung des eigentlich scharfen Bereichs darunter. Wenn man die Schärfenebene so verlagert daß der obere Nebel wieder zur scharfen Schuppenkante zusammenschnurrt, dann ist die Schuppe darunter wieder unscharf. Eine rein physikalische Gesetzmäßigkeit aus der es leider kein Entrinnen gibt.
Viele Grüße,

Alexander
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Beitragvon Guppy » Sa Mär 11, 2017 22:15

Hallo Alexander

Da der Durchmesser der Linse gross ist und sie nahe am Objekt ist, entsteht auf der unteren Schuppe,
bedingt durch die mit einiger Distanz darüber liegenden Schuppe, ein Bereich (U2)
der von der Frontlinse nicht mit dem ganzen Durchmesser, sondern nur partiell "gesehen" wird, also mit einer niedrigeren Apertur,
da ist dann die Auflösung gemindert.
Stell dir vor das Objektiv wäre in seinem ganzen Durchmesser eine Lichtquelle,
dann ergibt sich ein Bereich, den man Halbschatten nennt,
es ist dieser Bereich der nicht sauber aufgelöst wird.
Teilabschattung des Lichtkegels, verringert die Auflösung!

Je höher der freie Arbeitsabstand ist, oder je geringer die Apertur (je kleiner der Durchmesser der Frontlinse), umso geringer wird dieser Bereich (U1).
Dies ist aber nur der Fall, wenn die Apertur der Linse geringer und somit auch die Gesamtauflösung geringer ist.


Kurt
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Zuletzt geändert von Guppy am Sa Mär 11, 2017 22:39, insgesamt 6-mal geändert.
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Beitragvon A_K » Sa Mär 11, 2017 22:42

Vielen Dank für Deine einleuchtende Illustration Kurt :)
Hier ist noch ein zweites Bild von einer etwas glatteren Stelle (es waren nur 128 Bilder nötig). Dafür ist sie aber leider nur einfarbig:

Kamera: Canon EOS 7D Mark II
Objektiv: Nikon M Plan 40/0,5 ELWD 210/0
Belichtungszeit: 128 x 1/1s
Blende:
ISO: 320
Beleuchtung: YN14-EX
Aufnahmedateiformat (RAW/JPG): RAW
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Beitragvon Guppy » Sa Mär 11, 2017 22:53

Hallo Alexander
Ich habe solche Flügel auch schon feucht gemacht, und in meine Pflanzenpresse gelegt.
Leider waren dann die Schuppenspitzen etwas umgebogen, man müsste es eventuell mehrfach versuchen.
Die Bereiche retuschieren ist erfolgreicher.

Kurt
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Beitragvon Gabi Buschmann » So Mär 12, 2017 13:53

Hallo, Alexander,

das sind wieder wundervolle Farbtöne. Sowohl im ersten als
auch im ergänzten Bild. Auch das Rot als singuläre Farbe
macht sich sehr gut.
Liebe Grüße Gabi

______________

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