Saperda scalaris - Leiterbock

Einige der auffälligsten Arten unserer Breiten mit lang gestreckter Körperform und ausgesprochen langen Fühlern. Die 195 in Deutschland registrierten Arten sind zum Teil lebhaft gefärbt und gemustert oder glänzen metallisch. Weltweit sind über 26 000 Arten bekannt. Zu ihnen gehört die größte bekannte Käferart, der Riesenbockkäfer. Auch manche einheimische Arten können auffällig groß werden.

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Saperda scalaris - Leiterbock

Beitragvon Artengalerie » 18. Jul 2017, 22:18

Saperda scalaris - Leiterbock



Familie:
FAMILIE
Gattung:
GATTUNG
Art:
ART








Wissenswertes:
Während die Männchen sich meist in den Baumkronen aufhalten, kann man die Weibchen öfter auf gefälltem Holz bzw. an Totholz antreffen. Die Käfer sind eher dämmerungsaktiv. Die Käfer scheinen sich von Baumsäften und Honigtau, seltener auch von Blütenteilen zu ernähren. Die Weibchen nagen zur Eiablage ein Schnitt in die Rinde eines Totholzbaumes oder in gefälltes Holz. Die Larvalentwicklung dauert etwa 2-3 Jahre.
Merkmale:
Die Art erreicht eine Länge von 12-18 mm. Unverwechselbar für die Art ist die gelbe Behaarung auf den ansonsten schwarzen Flügeldecken. An der Flügeldeckennaht läuft ein beiderseitiges durchgehendes Band, von welchem fünf "Leitersprossen" abgehen (Name!). Das Halsschild gibt, bei ähnlich gelber Behaarung einen kahlen undd damit schwarzen Fleck in seiner Mitte zu erkennen. Der ebenfalls gelb behaarte Kopf trägt eine schwarze Zeichnung in Form eines Dreiecks. Die Fühlerglieder sind an der Basis weißgrau bei schwarzer Grundfarbe, was den Fühlern ein geringeltes aussehen verleiht. Die Beine sind schwarz, jedoch durch die gelbliche Behaarung geprägt, die Gelenke sind jedoch frei. Selten sind auch eher weißliche oder grün gezeichnete Tiere anzutreffen.
Verwechslungsarten:
Die markante Färbung macht den Leiterbock unverkennbar.
Lebensraum:
Der Käfer ist in ganz Europa verbreitet und vor allem in Laubwäldern anzutreffen.
Aktivitätsmaximum:
April bis Juli
Nahrungspflanzen:
Laubbäume wie Eiche, Buche, Ulme Birke, Weide sowie Obstbäume und Haselsträucher
Gefährdung:
Die Art steht in Deutschland unter Naturschutz (§1 Anlage 1 Bundesartenschutzverordnung). Sie ist in den deutschen Bundesländern in verschiedenen Kategorien der Roten Liste.
Besonderheiten:
Trotz der auffälligen Färbung, welche wohl eine wehrhafte Wespe vortäuschen soll (Mimikry) ist die Art eher unbekannt. Dies ist auf die Aktivität zur Dämmerung und Nacht, sowie die versteckte Lebensweise in den Baumkronen zurückzuführen.

Beitragsersteller: Frederik f56 (AGEID3024)
Artbeschreibung: Frederik f56 (AGEID3024)





Fotograf:
o2beat (AGFID2312)
Aufnahmeland:
Deutschland
Bundesland/Kanton:
Rheinland-Pfalz, nähe Bendorf
vorgefundener Lebensraum:
Waldlichtung
Aufnahmedatum:
05.2008
Dateianhänge
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