Welchen Body nur Makrofotografie

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Beitragvon Moglie » 26. Jun 2018, 22:34

Hallo Zusammen,

bin auf der Suche nach einem DSLR-Body (um 500€) den ich nur für die Makrofotographie nutzen möchte.
Leider habe ich, was Spiegelreflexkameras angeht kaum eine Ahnung. Bislang habe ich immer mit einer kompakten fotografiert und wollte jetzt mal wieder einen Abstecher in die DSLR-Ecke wagen. Hatte mein Glück vor ein paar Jahren schon mal mit einer EOS 350D probiert, war damals aber nicht meins. Da sich seit dem aber viel auf dem Markt getan hat und ich es noch mal versuchen wollte, suche ich jetzt nach einem passenden Body.
Als Objektiv habe ich mir das Laowa 60mm vorgestellt und als Blitz den Yongnuo YN24EX.
Fotografieren möchte ich hauptsächlich drinnen und Insekten von 3-50mm.
Ansprüche an den Body habe ich "nur", dass er möglichst einfach gute Bilder macht und halt um die 500€ kostet.

Schöne Grüße

Moglie
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Beitragvon mehr-licht » 26. Jun 2018, 23:49

Hallo Sven,

Moglie hat geschrieben:Hatte mein Glück vor ein paar Jahren schon mal mit einer EOS 350D probiert, war damals aber nicht meins.


Witzig! Mit genau diesem Modell habe ich auch angefangen, meine ersten "richtigen" Makros (mit dediziertem Makro-Objektiv) zu machen - komplett mit Winkelsucher und viel Versuch und Irrtum. Sei versichert: Heutige Kameras sind im Makrobereich keine solche Zumutung mehr wie die 350D! :D

Für den Makro-Bereich sind amS die folgenden Kriterien einer Kamera wichtig:

  • Live-Bild-Anzeige: Das ermöglicht in Kombination mit x-facher Vergrößerung eines Bildausschnitts erst die präzise Schärfelegung, die man im Makrobereich braucht. M.E. haben alle modernen DSLRs eine solche Anzeige + Ausschnittvergrößerung, aber falls du dich bei den Gebrauchten umsiehst, bring das unbedingt vorher in Erfahrung. Die 350D hatte das z.B. nicht, und das macht das Scharfstellen zu einem echten Glücksspiel.
  • ausklappbares, dreh- und schwenkbares Display (wenn möglich): Das macht das Arbeiten in Bodennähe und in seltsamen Winkeln sehr viel komfortabler.
  • gutes ISO-Rauschverhalten: Das ist m.E. bei allen modernen DSLRs mindestens gut, aber falls du dich bei den Gebrauchten umsiehst, ...).

Die Bildqualität ist bei allen modernen und selbst bei den älteren DSLRs gut bis sehr gut - da muss sich aus meiner Sicht nicht einmal die alte 350D verstecken! Ich gehöre aber auch nicht zu der Fraktion, die jeden Pixel zweimal umdreht und mehr Zeit im Benchmark-Labor als auf der Wiese zubringt - jene meint, da noch Abstufungen erkennen zu können. ;)

Was konkrete Modelle angeht, da möchte ich kurz vorwarnen: Ich kenne ausschließlich das Canon-Ufer, kann also auch nur dort wirklich Auskunft geben. Verliere dadurch jedoch nicht die anderen Hersteller aus dem Blick (Nikon, Olympus, Sony, Pentax, ...); deren Kameras sind i.d.R. gleichwertig in Sachen Bildqualität, haben aber mal ein Gimmick mehr oder weniger als die Canon-Modelle.

Bei dem von dir angegebenen Preisrahmen kommen bei Canon nur die vierstelligen Modell infrage (aktuell sind das die 2000D oder 4000D); das aktuelle dreistellige Modell, die 800D, liegt mit ~€ 650 über dem gesetzten Rahmen. Womöglich lässt sich irgendwo aber noch eines der Vorgängermodelle (600D / 700D) auftreiben. Vorteil der dreistelligen: Die haben ein Klappdisplay.
Zuletzt geändert von mehr-licht am 26. Jun 2018, 23:55, insgesamt 1-mal geändert.
Mit besten Grüßen,
Maximilian.
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Beitragvon ULiULi » 27. Jun 2018, 08:19

Hallo Sven,

probier einfach im guten Fachhandel Modelle verschiedener Hersteller aus. Was Dir von der Bedienung am besten gefällt und gut in der Hand liegt, solltest Du in die engere Wahl nehmen - vorausgesetzt, Dein Wunschobjektiv passt irgendwie. (Klapp-) Display mit Liveview sind für Makros hilfreich, aber nicht zwingend. Bildqualität (Tests) spielt keine Rolle - über kurz oder lang RAW! Überlege, ob Du wirklich einen Spiegel brauchst, die spiegellosen Systemkameras sind heute nicht schlechter als Kameras mit Spiegel. Im Zweifel lieber einen flächenmäßg größeren Sensor wählen. Die Pixeldichte sollte nicht unter 3 µm liegen, 5 bis 7 µm sind ein guter Wert, der auch wenig Rauschen erwarten lässt.

LG / ULi
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Beitragvon Freddie » 27. Jun 2018, 09:02

mehr-licht hat geschrieben:Bei dem von dir angegebenen Preisrahmen kommen bei Canon nur die vierstelligen Modell infrage (aktuell sind das die 2000D oder 4000D); das aktuelle dreistellige Modell, die 800D, liegt mit ~€ 650 über dem gesetzten Rahmen. Womöglich lässt sich irgendwo aber noch eines der Vorgängermodelle (600D / 700D) auftreiben. Vorteil der dreistelligen: Die haben ein Klappdisplay.


Hallo Sven,

falls du zu Canon gehst:
Kauf keine vierstelligen Modelle.
Die sind wirklich nur für Einsteiger.
Leg lieber noch 150 Euro drauf und nimm die 800D.
Oder kauf sie gebraucht etwas günstiger.
Ich habe aktuell die 800D und bin sehr zufrieden.
Besonders das Rauschverhalten ist viel besser als früher.
Meine Kritiken spiegeln nur meine persönliche Ansicht wider.
Sie sollen helfen, sind aber völlig unverbindlich und keinesfalls böse gemeint.
Liebe Grüße und allzeit Gut Licht, Friedhelm.

Hier könnt Ihr meine Homepage besuchen: http://freddies-makro-blog.blogspot.de/
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Beitragvon Moglie » 27. Jun 2018, 09:12

Hallo,

das hört sich ja alles schon mal sehr interessant an.

Witzig! Mit genau diesem Modell habe ich auch angefangen, meine ersten "richtigen" Makros (mit dediziertem Makro-Objektiv) zu machen - komplett mit Winkelsucher und viel Versuch und Irrtum. Sei versichert: Heutige Kameras sind im Makrobereich keine solche Zumutung mehr wie die 350D! :D


Genau so war es bei mir auch. War mir dann aber zu viel Aufwand für das was dabei rau kam. Vor ein paar Tagen habe ich dann ein neues Model mit gesagtem Objektiv ausprobiert und das war schon um welten besser als mit der 350D. Daher will ich es jetzt noch mal versuchen.

Live-Bild-Anzeige: Das ermöglicht in Kombination mit x-facher Vergrößerung eines Bildausschnitts erst die präzise Schärfelegung, die man im Makrobereich braucht. M.E. haben alle modernen DSLRs eine solche Anzeige + Ausschnittvergrößerung, aber falls du dich bei den Gebrauchten umsiehst, bring das unbedingt vorher in Erfahrung. Die 350D hatte das z.B. nicht, und das macht das Scharfstellen zu einem echten Glücksspiel.
ausklappbares, dreh- und schwenkbares Display (wenn möglich): Das macht das Arbeiten in Bodennähe und in seltsamen Winkeln sehr viel komfortabler.
gutes ISO-Rauschverhalten: Das ist m.E. bei allen modernen DSLRs mindestens gut, aber falls du dich bei den Gebrauchten umsiehst, ...).


Live View und schwenkbares Display hatte ich auch schon auf dem Schirm, wobei das schwenkbare Display kein muss ist, da fast nur drinnen fotografiert wird.

Wenn es ein paar Euro mehr werden und ich dafür was wirklich gutes bekomme ist das auch Ok, daher würde ich auch die die 800D in betracht ziehen.

probier einfach im guten Fachhandel Modelle verschiedener Hersteller aus. Was Dir von der Bedienung am besten gefällt und gut in der Hand liegt, solltest Du in die engere Wahl nehmen


Das werde ich mal in Betracht ziehen, allerdings bin ich niemand, der im Fachhandel ausprobiert und dann im I-net kauft. Allerdings kann ich mir auch nicht 150€ Aufpreis für die Beratung leisten.

Das Systemkameras auch gehen war mir neu. Gibt es da irgendwelche Modelle die besonders zu empfehlen sind? Werde mich da wohl mal schlau machen müssen.

Im Zweifel lieber einen flächenmäßg größeren Sensor wählen.


Dachte da wäre dem APS-C dem Vollformat vor zu ziehen, da dann der Abstand zum Motiv weiter entfernt sein kann. Oder meinst du damit APS-C mit möglichst vielen Pixeln?


Grüße

Moglie
Zuletzt geändert von Moglie am 27. Jun 2018, 09:21, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitragvon ULiULi » 27. Jun 2018, 12:24

Moglie hat geschrieben:Quelltext des Beitrags Dachte da wäre dem APS-C dem Vollformat vor zu ziehen, da dann der Abstand zum Motiv weiter entfernt sein kann. Oder meinst du damit APS-C mit möglichst vielen Pixeln?

Hallo Sven (oder lieber Moglie?),

mit dem Budget wirst Du kaum beim Vollformat landen. Ich meine tatsächlich die Fläche in mm². Möglichst viele Pixel sind imA tendenziell nachteilig, wenn die Pixel zu winzig werden, insb. unter 3 µm Pixelpitch. Ein recht komplexes Thema mit einer Vielzahl an Einfluss nehmenden Faktoren, das hier den Rahmen sprengen würde. Deswegen auch deutlich nachrangig nach dem Handling. "Im Zweifel" meint, wenn Du am Ende zwei, drei gleich handliche Kameras in der engeren Wahl hast ...

LG / ULi
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Beitragvon Werner Buschmann » 27. Jun 2018, 20:28

Hallo Sven,

Du willst überweigend Insekten drin fotografieren.

Das heißt, Du willst stacken und Mikrofotografie betreiben?

Ist schon wichtig, was Du genau machen willst.
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Liebe Grüße Werner
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Beitragvon nurWolfgang » 28. Jun 2018, 00:51

Hallo

Wenn eine gebrauchte was für dich in Frage kommt, dann wäre ev eine Sony a7 was die gehen in der Bucht schon mal für 500.

Gruß

Wolfgang
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Beitragvon Moglie » 28. Jun 2018, 21:42

Hallo,

@Uliuli Wenn ich es richtig verstanden habe ist der Unterschied zwischen Vollformat und APS-C eh nicht so groß, oder erhalte ich durch Vollformat große Vorteile (in meinem Preissegment)?
Wenn ich das richtig verstehe sollte ich also nach einer Kamera suchen die ~24 mil Pixel bei einem APS-C Sensor ( ~3,7u Pixel pitch) hat?

@Werner

Stacken möchte ich nicht, sondern drinnen lebende Insekten Fotografieren, wie etwa kleine Spinnen, Schaben, Schrecken und Ameisen. Aber auch draußen sollen natürlich die Bilder gelingen, nur ist das nicht mein Hauptaugenmerk, sondern eher nachrangig.

@Wolfgang

Das wäre ja dann eine Vollformat. Damit würde ja dann auch automatisch die Entfernung vom Motiv zum Objektiv sinken und damit auch das fotografieren schwieriger. Oder sehe ich das falsch?

Schönen Abend

Moglie

P.s. ob Sven oder Moglie ist egal, höre auf beides :D
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Beitragvon ULiULi » 29. Jun 2018, 09:07

Hallo Sven,

so pauschal kann ich Deine erste Nachfrage nicht beantworten. Persönlich finde ich den Unterschied zwischen sog. Vollformat und sog. APS-C ziemlich deutlich. Was einem mehr liegt kann man wohl erst wissen, wenn man beides mal eine Weile ausprobiert hat. Ich z.B. bin mit DX nie richtig warm geworden. Für Makros gibt es aber gewisse Vorteile bei kleineren Sensorformaten, wie z.B. den Copfaktor von 1,5 bis 2. Damit bist Du leichter bei formatfüllenden Fotos von kleinen Motiven (Fotos, die mich eher weniger interessieren). Insofern könnte ich mir gut vorstellen, dass für Dich eine Kamera mit MFT- bis DX-Sensorgröße im Bereich von 12 bis 24 MP gut passen würde.
Wie gesagt, an erster Stelle sollten Handling und Bedienung zu Dir passen, so dass Du die Kamera gerne in die Hand nimmst und sehr gut damit arbeiten kannst.

LG / ULi

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