wer schonmal den Schmetterling des Jahres 2020 erlebt hat, weiß wie schwer es ist, ihn mal ruhend zu finden. Obwohl ich bereits ein paar mal in "meinem" Moor unterwegs war und nach den grünen Burschen an den Brombeerbüschen Ausschau hielt, konnte ich natürlich keinen finden. So auch gestern früh, als ich vor der Arbeit dort war. Als die Sonne oben war und ich mal eine kleine Kontrollrunde drehte, flog plötzlich einer vor mir herum und setzte sich ins Gras. Ich habe ihn dann an 3 verschiedenen Stellen verfolgt, bis er schließlich länger sitzenblieb. Mitten im Gras. Ich habe dann erstmal freihand draufgehalten. Aber das sind bei mir eigentlich immer Bilder für die Tonne. Dabei hatte ich vorsichtig mit meinem Körper abgeschattet und mekrte, dass er länger sitzenblieb. Ich habe dann meine Folie aus dem Rucksack geholt und ihn damit abgeschattet. Danach konnte ich mein Stativ vom anderen Ende des Geländes holen und mich dem Falter Stück um Stück nähern. Die ersten störenden Halme waren direkt vorm Objektiv und ließen sich sachte beiseite biegen. Um das Gemüse im HG in den Griff zu bekommen, habe ich ein paar Stacks bei offener Blende versucht, war aber alles nicht das Gelbe vom Ei, sodass ich langsam mutiger wurde und mit der Schere 3 Halme in unmittelbarer Nähe des Falters kappte. Besonders heikel war dabei der Halm direkt vor ihm, der einen Teil der Flügel verdeckte. Und er blieb tatsächlich sitzen. Er drehte sich zwischendurch nochmal, um mir die andere Seite zu zeigen. Und so gab es am Ende aus den vielen Bildern zwar eine geringe Ausbeute, über die ich mich aber wahnsinnig gefreut habe. Und das auch noch, wo er Schmetterling des Jahres ist.
Ich stelle mal ein Bild von der Auffindesituation mit ein.









