Aufgrund Jürgens Erklärung hier zum "Frostschutz" bei Spinnen hab ich dieses Bild hier rausgekramt....
Entstanden auf ca. 1900 m Seehöhe Mitte November im Schnee..... die Kleine war sehr quirlig und auch gleich irgendwo im Schnee verschwunden, darum war auch an abschatten nicht zu denken....
Ich hätte es für eine Art Weberknecht gehalten, stimmt das?
Weberknecht im Schnee.....
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Weberknecht im Schnee.....
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- Kamera: FZ 50
Objektiv: Raynox 250
Belichtungszeit: 1/800
Blende: 5.6
ISO: 100
Beleuchtung: Sonne
Bildausschnitt ca.: 75%
Stativ: Nein, Kamera auf dem Schnee aufgelegt
---------
Aufnahmedatum: 16.11.08
Region/Ort: Obersteiermark
Lebensraum: Almgebiet, ca. 1800 m Seehöhe
Artenname: Opiliones
sonstiges: ND - Spinne im Schnee.jpg (240.89 KiB) 2054 mal betrachtet
- Kamera: FZ 50
Zuletzt geändert von SilkeP. am 14. Dez 2008, 13:40, insgesamt 2-mal geändert.
Liebe Grüße, Silke
(Meine Fotos sind meist Naturdokumente, ab und zu beeinflusste Natur, wenn ich den ein oder anderen Halm auf die Seite biege oder abschneide...)
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*Die Natur ist kein Studio!*
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thothie
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Ich kopier hier noch mal Jürgen's Aussage rein:
*Gegen angemessenen Frost sind viele Spinnen hervorragend geschützt, sie haben aufgrund einer stark erhöhten Konzentration von Mineralstoffen und Salzen so eine Art Frostschutzmittel in ihrer Haemolymphe (Blut)! Man sieht immer wieder bestimmte Spinnenarten im Winter auf dem Schnee rumkrabbeln (vorwiegend Baldachinspinnen). *
*Gegen angemessenen Frost sind viele Spinnen hervorragend geschützt, sie haben aufgrund einer stark erhöhten Konzentration von Mineralstoffen und Salzen so eine Art Frostschutzmittel in ihrer Haemolymphe (Blut)! Man sieht immer wieder bestimmte Spinnenarten im Winter auf dem Schnee rumkrabbeln (vorwiegend Baldachinspinnen). *
Liebe Grüße, Silke
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Oh... danke Thomas, Du warst aber schnell...
Hab noch was gefunden zu dem Thema:
Wie überleben Spinnen den Winter?
Spinnen überleben den Winter auf zwei verschiedene Arten und Weisen. Einige Spinnenarten halten Winterstarre in Höhlen oder anderen geschützten Verstecken. Andere Spinnenarten sind winteraktiv, doch sie bekommen den nächsten Frühling meistens nicht zu Gesicht. Manche Spinnenarten jedoch können nur überwintern, wenn sie noch jung sind, deshalb zeugen sie im Herbst Jungtiere, die dann überwintern.
In den gemäßigten Breiten müssen sich Spinnen dem strengen Zyklus der Jahreszeiten angleichen. Dies bedeutet, dass sie sich während der Wintermonate an ein lebensfeindliches Milieu: Kälte, Bodennässe, Überflutungen und natürlich Nahrungsmangel gewöhnen müssen. Die Anpassungen zielen auf einen Ausgleich des Nahrungs-mangels (Senkung des Stoffwechsels), auf eine günstige räumliche und zeitliche Verteilung. Durch diese verschiedenen Mechanismen sind die Spinnen gut für die Überwinterung gerüstet und entsprechend ist auch die Sterblichkeit während des Winters relativ gering.
Ca.85% unserer einheimischen Spinnen überwintern in den Bodenzonen, vor allem in der gut isolierten Streuschicht. Die meisten Spinnen nehmen dabei eine Starrstellung ein, bei der die Beine eng an den Körper gezogen werden, so dass die Körperoberfläche klein gehalten wird. Das Mikrohabitat der Bodenstreuzone schützt sowohl vor Temperaturextremen als auch vor Austrocknung.
Auch eine dicke Schneedecke wirkt keineswegs tödlich, sondern gut isolierend. Die Temperatur unter einer Schneedecke beträgt um 0°C und selbst wenn die Lufttemperatur –40°C beträgt, bekommt die Spinne unter der Schneedecke wenig davon mit.
Die übrigen 15% verkriechen sich unter Baumrinden, in hohlen Pflanzenstengeln oder in kleinen Gespinsten. Allgemein kann man sagen, dass die Spinnen vor der Überwinterung von den hochgelegenen Zonen in die darunterliegenden Zonen wandern.
Die winteraktiven Spinnenarten sind keineswegs besonders kälteresistent, sondern nur bei relativ niedrigen Temperaturen aktiv. Unter –4°C fallen sie in eine Kältestarrre und unter –7°C sterben sie rasch. Überwinternde Spinnen sind dagegen oft erstaunlich kälteresistent. So können die meisten Kreuzspinnen Wintertemperaturen von –20°C auch in ungeschützten Standorten gut überstehen.
Das Erzeugen von Nachkommen vor dem Winteranbruch verhindert, dass manche Spinnenarten gefährdet werden oder gar aussterben.
Unsere Gartenkreuzspinne zum Beispiel ist im August reif. Die Paarungszeit zieht sich bis in den September hinein, und die Männchen sterben danach. Im Körper der Weibchen entwickeln sich die Eier, die im September/Oktober abgelegt werden. Danach sterben auch die Weibchen, während in großen Mengen die Jungtiere schlüpfen und sich geschützte Orte zum Überwintern suchen. Das kommende Frühjahr jedoch sieht nur ein geringer Prozentsatz der ehemals geschlüpften Jungtiere. Die meisten fielen Kälte, Nässe, Vögeln und anderen Feinden zu Opfer. Die Lebenserwartung beträgt deshalb bei den meisten einheimischen Spinnen 1 Jahr, vielleicht sogar 2 Jahre, aber nicht mehr.
Es können jedoch nicht nur Jungtiere und erwachsene Spinnen überwintern, sondern auch Eikokons.
Die Spinnen, die in den Ländern rund um den Äquator beheimat sind, wo es meistens keinen Winter gibt, haben mit dem Überleben des nächsten Winters allerdings kein Problem, da es dort immer nur warm ist und nicht über einen längeren Zeitraum kalt wie im Winter.
Quelle
Hab noch was gefunden zu dem Thema:
Wie überleben Spinnen den Winter?
Spinnen überleben den Winter auf zwei verschiedene Arten und Weisen. Einige Spinnenarten halten Winterstarre in Höhlen oder anderen geschützten Verstecken. Andere Spinnenarten sind winteraktiv, doch sie bekommen den nächsten Frühling meistens nicht zu Gesicht. Manche Spinnenarten jedoch können nur überwintern, wenn sie noch jung sind, deshalb zeugen sie im Herbst Jungtiere, die dann überwintern.
In den gemäßigten Breiten müssen sich Spinnen dem strengen Zyklus der Jahreszeiten angleichen. Dies bedeutet, dass sie sich während der Wintermonate an ein lebensfeindliches Milieu: Kälte, Bodennässe, Überflutungen und natürlich Nahrungsmangel gewöhnen müssen. Die Anpassungen zielen auf einen Ausgleich des Nahrungs-mangels (Senkung des Stoffwechsels), auf eine günstige räumliche und zeitliche Verteilung. Durch diese verschiedenen Mechanismen sind die Spinnen gut für die Überwinterung gerüstet und entsprechend ist auch die Sterblichkeit während des Winters relativ gering.
Ca.85% unserer einheimischen Spinnen überwintern in den Bodenzonen, vor allem in der gut isolierten Streuschicht. Die meisten Spinnen nehmen dabei eine Starrstellung ein, bei der die Beine eng an den Körper gezogen werden, so dass die Körperoberfläche klein gehalten wird. Das Mikrohabitat der Bodenstreuzone schützt sowohl vor Temperaturextremen als auch vor Austrocknung.
Auch eine dicke Schneedecke wirkt keineswegs tödlich, sondern gut isolierend. Die Temperatur unter einer Schneedecke beträgt um 0°C und selbst wenn die Lufttemperatur –40°C beträgt, bekommt die Spinne unter der Schneedecke wenig davon mit.
Die übrigen 15% verkriechen sich unter Baumrinden, in hohlen Pflanzenstengeln oder in kleinen Gespinsten. Allgemein kann man sagen, dass die Spinnen vor der Überwinterung von den hochgelegenen Zonen in die darunterliegenden Zonen wandern.
Die winteraktiven Spinnenarten sind keineswegs besonders kälteresistent, sondern nur bei relativ niedrigen Temperaturen aktiv. Unter –4°C fallen sie in eine Kältestarrre und unter –7°C sterben sie rasch. Überwinternde Spinnen sind dagegen oft erstaunlich kälteresistent. So können die meisten Kreuzspinnen Wintertemperaturen von –20°C auch in ungeschützten Standorten gut überstehen.
Das Erzeugen von Nachkommen vor dem Winteranbruch verhindert, dass manche Spinnenarten gefährdet werden oder gar aussterben.
Unsere Gartenkreuzspinne zum Beispiel ist im August reif. Die Paarungszeit zieht sich bis in den September hinein, und die Männchen sterben danach. Im Körper der Weibchen entwickeln sich die Eier, die im September/Oktober abgelegt werden. Danach sterben auch die Weibchen, während in großen Mengen die Jungtiere schlüpfen und sich geschützte Orte zum Überwintern suchen. Das kommende Frühjahr jedoch sieht nur ein geringer Prozentsatz der ehemals geschlüpften Jungtiere. Die meisten fielen Kälte, Nässe, Vögeln und anderen Feinden zu Opfer. Die Lebenserwartung beträgt deshalb bei den meisten einheimischen Spinnen 1 Jahr, vielleicht sogar 2 Jahre, aber nicht mehr.
Es können jedoch nicht nur Jungtiere und erwachsene Spinnen überwintern, sondern auch Eikokons.
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