Unterschied Raynox 150 - 250

Balgengeräte, Zwischenringe, Nahlinsen etc.
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Unterschied Raynox 150 - 250

Beitragvon Ph » Mo Mai 25, 2009 17:43

Hallo Makrofreunde!
Nachdem ich jetzt seid fast einem Jahr mit der 150er-Makrolinse von Raynox fotografiere (in Kombination mit der FZ50 und einem slik sprint pro-stativ) und mit meinen Bildern im Vergleich zu den geposteten in der selben Ausgangslage
zunehmend unzufrieden bin, hab ich mir Gedanken über eine Neuanschaffung des 250er Raynox gemacht.
Welche Vorteile bzw. Nachteile hat er ggü. dem 150er denn abgesehen vom Detailreichtum?
Wäre für bessere Bilder auch ein neues Stativ und/oder ein Stativkopf oder sonstiges Equipment ratsam?
Würde mich über viele Antworten freuen
Viele Grüße
David
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campingbaer66
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Beitragvon campingbaer66 » Mo Mai 25, 2009 18:54

Hallo David ,

der Hauptunterschied bei den Raynox-Linsen liegt in der Dioptrienzahl und dem möglichen ( oder notwendigen ) Arbeitsabstand.

- DCR-150 : 4 Dioptrien , Arbeitsabstand ( Frontlinse zu Insekt ) ca. 18 cm

- DCR-250 : 8 Dioptrien , Arbeitsabstand ca. 11 cm


Das heisst in erster Linie , du must mit der DCR-250 deutlich näher an dein Motiv heran. 11cm ist schon sehr nahe und vielen Insekten sicher zu nahe.
Bei etwas größeren Motiven musst du mit der 250 er sehr stark mit der Brennweite runtergehen um sie noch drauf zu bekommen , dabei tritt schnell Vignettierung auf ( ca. unterhalb 90mm Brennweite ).

Insgesamt halte ich die DCR-150 für leichter beherschbar. Ich hatte selber beide an meiner FZ-50 und habe fast nur mit der 150er fotografiert und das fast alles nur Freihand.
Inzwischen habe ich die DCR-5320 , die ich dir sehr empfehlen würde. Damit hast du alles in einem , eine 2 Dioptreinlinse für Schmetterlinge / Libellen , Arbeitabstand 40-50 cm.
Eine 3 Dioptrienlinse ( braucht man eher selten ) und eine 5 Dioptrienlinse , Arbeitsabstand ca. 17 cm für alles kleine.

Wenn du bevorzugt vom Stativ arbeitest , wären ein Kabelauslöser und eine Makroschiene noch empfehlenswert.
Ich hab mir einen kompatiblen Kabelauslöser in der Bucht für 20,- Euro gekauft , die Makroschiene ist bei mir die Novoflex Castel-Mini :
http://www.novoflex.com/de/produkte/mak ... en/castel/

Ist für die FZ-50 nicht zu schwer und sehr handlich. Verstellweg ist mit 13cm mehr als ausreichend und erspart einem das leidige Stativgeschiebe.

Ein stabileres stativ ist dann sicher auch nicht verkehrt. Ich habe da das Manfrotto 190 XProb mit waagerecht stellbarer Mittelsäule und einem Cullmann Magnesit 25 Nm.

Hoffe dir etwas geholfen zu haben.
Wenn du noch Fragen hast , nur zu.

Gruß ,

Peter
Raus ins Freie und Spass haben , Fotografieren nicht zum Selbstzweck , sondern um Natur intensiver zu erleben.

Kamera : Sony SLT-55V mit Tamron 90 , FZ-50 mit Raynox DCR-5320 , Freihandfotograph aus Überzeugung ( und Bequemlichkeit )
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Beitragvon Ph » Mo Mai 25, 2009 21:22

Hi Peter
Danke für deine Aufmerksamkeit erstmal!

Ich denke ein Einstellschlitten wär für mich genau das richtige und mit der 5320er würde mir die Arbeit als Anfänger auch sicher leichter fallen, aber die Preise... :shock:
...würden mein doch eher knappes Budget schon deutlich überschreiten :wink:

Mein bisheriges Stativ ist mit 70euro Kaufpreis und dem Handling schon eher in der untereren Qualitätsklasse einzuordnen, denk ich.
Was mich bei ihm besonders stört ist die von dir beriets erwähnte Standhaftigkeit und die Präzision, die ein guter Kopf natürlich deutlich verbessern würde (der bei meinem Stativ überhaupt sinnvoll wäre?)

Dein Manfrotto gefällt mir Feature- wie auch preistechnisch sehr gut, besonders die verstellbare Mittelsäule
und natürlich der Manfrotto-status ;)
Was hast du denn präzisionstechnisch für Erfahrungen ohne Kopf gemacht?
Fällt das Arbeiten mit horizontaler Mittelsäule denn leicht oder fällt dann wieder bei zu weitem Ausfahren das altbekannte Stabilitätsproblem an?
Ist das Arbeiten mit ihr sehr aufwendig und nervraubend oder stellt sie eine provisorisch Alternative zur Einstellschiene dar?

Auf alles weiterführende muss ich zunächst wohl noch mangels Mitteln verzichten, einen Fernauslöser hab ich mir allerings auch schon öfters überlegt... .Der wird wohl auch noch was werden...

Danke nochmal für deinen Beitrag. Mit sowas lernt man halt die Vorzüge des Internets schnell und gut zu schätzen.
Zwei Klicks, 2mins Tastaturgehämmer und 30min später einen echt qualifizierten Post. Danke!
Viele Grüße
David
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Beitragvon Ute Hahn » Di Mai 26, 2009 06:25

hi david,

ich hab mir die marumi mit 5 dioptrien zusätzlich zu den raynoxlinsen gekauft. der vorteil von ihr ist, daß du keine vignettierungen hast, da sie 55mm hat. kostenpunkt ca 55.-€. die marumi gibt es auch mit +10. :DD - kann ich aber nix dazu sagen, hab lieber etwas mehr drumherum auf meinen bildern.
ich hab einen 3wegeneiger (390RC2) auf dem Manfrotto190XDB und klemm den manfrotto einstellschlitten dazu.
kabelauslöser solltest du wirklich haben, die günstigen tun es auch, oder mit dem selbstauslöser arbeiten, bringt einfach bessere ergebnisse.

gruß ute
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Beitragvon StefH » Di Mai 26, 2009 07:33

Das Slik funktioniert mit einem Kabelauslöser perfekt! Ich habe das Slik Sprint Mini (mit einem etwas größeren Kugelkopf als dem mitgelieferten) erfolgreich mit der FZ50 eingesetzt. Durch den Kabelauslöser bekommt man absolut erschütterungsfreie Aufnahmen!
Viele Grüße von Stefanie
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Beitragvon Ph » Mi Mai 27, 2009 19:30

Hi Ute, Hi Stefanie
Danke für eure Beiträge erst einmal!

@Ute: Die Marumi wäre schon mal ne super Ergänzung denke ich. An der maximalen Brennweite ohne Vignettierungen
scheiterts ja bei der Raynox 150 und 250er meistens bei größeren Insekten wie Schmetterlingen etc.
Kostenpunkt ist dabei auch noch voll in meinem Rahmen
Mit Selbstauslöser fotografier ich eigentlich schon immer, trotzdem werd ich mir in nächster Zeit noch einen Fernauslöser anschaffen.
Mein Problem: für einen Einstellschlitten fehlt das Geld
und: Ein guter Kopf macht ohne Einstellschiene doch eigentlich keinen Sinn, oder?
Danke für deinen Beitrag!
Die Marumi werd ich im Kopf behalten :)

@Stefanie: Werd mir demnächst wohl einen anschaffen. Bloß:macht das Slik ohne Einstellschiene und guten Kopf überhaupt einen Sinn? Einstellschiene ist mir viel zu teuer; neuer, guter Kopf ohne Einstellschiene? :roll: :wink:
Ich bin das ewige stativverschieben langsam echt satt :wink:
Deswegen habe ich mir eben durch den Beitrag von Peter Gedanken über ein Stativ mit horizontal verstellbarer Mittelsäule gemacht, das mir als provisorische Einstellschiene dienen könnte (?).
Werd dazu wohl noch nen neuen Thread eröffnen
Danke für deinen Beitrag!


Viele Grüße

David
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Beitragvon StefH » Do Mai 28, 2009 07:24

Ich habe einen Kugelkopf für 40 Öcken gekauft. Für eine DSLR bißchen schwach, aber für die Canon S3 und die FZ50 ideal. Einen Einstellschlitten hatte ich für die Kompakten nie und nutze ihn auch für die DSLR fast nie (außer zum Pilze stacken).
Viele Grüße von Stefanie

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Beitragvon ConradB » Fr Aug 21, 2009 21:57

campingbaer66 hat geschrieben: Ich habe da das Manfrotto 190 XProb mit waagerecht stellbarer Mittelsäule und einem Cullmann Magnesit 25 Nm.

Gruß ,

Peter


Hallo Peter,

gibt es nicht zu viele Schwingungen bei der quer gestellten Mittelsäule? Ich kämpfe immer noch mit mir ebenfalls das 190 XPROB zu kaufen, habe aber Bedenken wenn ich das Ganze dann mit ca. 2,5 KG belaste.

Vielleicht kannst Du mich da beruhigen?

Gruß
Conrad
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Beitragvon nilsgollub » Sa Aug 22, 2009 14:22

Hallo David.

Also ich fotografiere mit fast dergleichen Ausrüstung wie du (FZ50,Slik Sprint Pro, Raynox 150+250, Leica Achromat 2dptr.)
Als erstes hatte ich mir die Raynox 250 zugelegt, hab mich aber ständig über die arge Begrenzung ,was Gestaltung angeht, geärgert.
Seit dem ich das 150er und ein 2dptr.-Achromaten habe verstaubt das 250er in der Fototasche...

Das Stativ habe ich noch nicht lange, aber ich finde für die Ausmaße macht es sich super.

Ich denke auch die wichtigste Anschaffung für dich wäre erstmal ein Fernauslöser, ohne den könnte ich mir das Fotografieren mittlerweile garnichtmehr vorstellen.


Grüße

Nils
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Beitragvon mt@aukzion.com » Do Jan 07, 2010 23:56

Ich verwende das 150 und das 250 an der FZ50 und Fuji F30 wenn ich unterwegs (Rad) bin.
Andere Nahlinsen bringen keine gut sichtbaren besseren Ergebnisse seitens der Bildqualität.
Ich habe ca. 8 verschiedene Topteile hier liegen.
Die Raynoxe gehen ab ca. 3x Zoom ohne vignettieren.

Nur wenn die nicht genügen dann gehts erst richtig los, bis Makro 33:1

Wie, das habe ich hier dokumentiert.
http://www.makro-forum.de/viewtopic.php?p=366626#366626

Wenn die Bildqualität nicht genügt hilft keine bessere Nahlinse sondern nur eine DSLR.

Grüße

Mike

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