Stative: Warum kein Einbein?

Alles rund um Kameras, Objektive, Blitzgeräte, Stative etc.
Benutzeravatar
matthifant
Fotograf/in
Fotograf/in
Beiträge: 634
Registriert: 4. Mai 2005, 18:37
alle Bilder
Vorname: Matthias

Beitragvon matthifant » 19. Mai 2010, 13:51

Mit Einbein kannst Du keine Belizeiten > 1/10 realisieren, und wenn Du keine ruhige Hand hast ist mit Einbein schon früher Schluss.
Und je nach Licht musst Du halt doch recht lange belichten wenn Du die ISO nicht sehr hoch schrauben willst.
Ich hatte mich lange gegen Stativ gewehrt und Makros freihand gemacht, dann hatte ich das mit Einbein versucht, aber das war alles nur schönwettertauglich, schon bei bewölktem Himmel war dann Schluss mit Makros.
Zwei wesentliche Erfolgskriterien sind:
der richtige Zeitpunkt wenn die Insekten noch reaktionsträge sind (frühmorgens oder abends -> wenig Licht -> Stativ ;) )
und schlichtweg Übung.
Bei letzterem bin ich auch gerade erst über das Anfangsstadium raus.
Aber mittlerweile gelingt es mir doch immer öfter das Stativ so in die Pflanzen zu setzen, dass es das Insekt (fast) nicht stört.
Wichtig dafür ist natürlich ein Stativ, das handlich, aber trotzdem stabil genug ist.
Lieben Gruss, Matthias.
Benutzeravatar
Benny
Fotograf/in
Fotograf/in
Beiträge: 3325
Registriert: 3. Aug 2007, 12:54
alle Bilder
Vorname: Benjamin

Beitragvon Benny » 19. Mai 2010, 13:59

hallo hirnverbrannt,

da die meisten bilder in der galerie zu zeiten entstehen, in der die insekten in der kältestarre sind, ist ein dreibein die beste wahl. Auch weil das licht zu diesen zeiten keine andere alternative zulässt.
Grüße, Benjamin

http://www.facebook.com/naturfotofuchs
Benutzeravatar
Uli R.
Fotograf/in
Fotograf/in
Beiträge: 3969
Registriert: 14. Mär 2010, 21:03
alle Bilder
Vorname: Uli

Beitragvon Uli R. » 19. Mai 2010, 14:37

ich stelle es mir ohnehin schwierig bis unmöglich vor (Ausnahmen bestätigen die Regel) ohne Drei-, Vierbein oder sonstige feste Auflage über den Monitor mit Vergrößerung die korrekte Schärfe hinzubekommen.
Mit Einbein über Sucher ist das imho genauso ein lucky shot wie mit AF.
Die Dauer des Aufbaus sinkt mit wachsender Übung (ich bin auch noch dabei *g) und mit längerer Brennweite kommt man auch mittelflüchtigen Motiven nicht zu nahe. Die ganz nervösen sind halt was fürn Frühsport.

Gruß
Uli
Benutzeravatar
ULiULi
Fotograf/in
Fotograf/in
Beiträge: 13083
Registriert: 26. Aug 2009, 18:13
alle Bilder
Vorname: ULi

Beitragvon ULiULi » 19. Mai 2010, 14:41

Hallo ... (die Klage gegen Deinen Namensgeber gewinnst Du :) )

bei Makros kommt es entscheidend auf exaktes Fokussieren an. Mit einem Einbein habe ich immer das Problem,
den Abstand zum Motiv ständig zu ändern. Man taumelt halt immer ein kleines bischen hin und her. Ein exakter
Treffer wird da zur Glückssache.
Ich baue mein Stativ in einigem Abstand zum Motiv ungefähr passend auf, stelle es dann vorsichtig in die
passende Entfernung und justiere fein - was mit dem Uni-Loc sehr komfortabel und schnell geht. Kugelkopf
festhalten - Hebel lösen - Kamera justieren - Hebel zu und fertig.

Gruß / ULi
Benutzeravatar
Danijel
Fotograf/in
Fotograf/in
Beiträge: 2534
Registriert: 31. Jan 2007, 22:23
alle Bilder
Vorname: Danijel

Beitragvon Danijel » 19. Mai 2010, 14:55

Hi,
so wie die Vorposter schon sagten.
Ein Einbein ist so wie ein Keinbein im Makrobereich.

Es unterstützt dich zwar aber genau ist es nicht. Vielleicht was für Freihänder, gegen die Müdigkeit.
Grüsse Danijel

Inoffizieller Nikonsponsor...
Benutzeravatar
matthifant
Fotograf/in
Fotograf/in
Beiträge: 634
Registriert: 4. Mai 2005, 18:37
alle Bilder
Vorname: Matthias

Beitragvon matthifant » 19. Mai 2010, 16:27

ich hätte eines zu verkaufen :D
Lieben Gruss, Matthias.
Benutzeravatar
ULiULi
Fotograf/in
Fotograf/in
Beiträge: 13083
Registriert: 26. Aug 2009, 18:13
alle Bilder
Vorname: ULi

Beitragvon ULiULi » 19. Mai 2010, 17:59

Nimm ein Uni-Loc MASYS. Dann hast Du ein Dreibein mit umlegbarer Mittelsäule und bei Bedarf
kannst Du ein Bein ausbauen und hast dann ein Einbein. Wiegt aber ohne Kopf schon fast 4 Kilo.
http://www.makro-forum.de/viewtopic.php?t=9493
Gruß / ULi
Benutzeravatar
kjh
Fotograf/in
Fotograf/in
Beiträge: 457
Registriert: 1. Jan 2010, 18:39
alle Bilder
Vorname: Klaus

Beitragvon kjh » 20. Mai 2010, 09:50

Noch ein Vorschlag, der hier kaum in Erwägung gezogen wird, der für mich aber ideal ist:
Gitzo GT 2541 EX. Wie die Uniloc kippbare Mittelsäule, Arbeitshöhe von 0 bis 1,5 m, jedes Bein beliebig verstellbar, Carbon, Gewicht weniger als die Hälfte des Uniloc 1600, Preis mehr als doppelt soviel, auch hier die Mittelsäule herausnehmbar und zur Not als Einbein verwendbar. Ausschlaggebend waren für mich: Packmaß 55cm, kann im Fotorucksack verschwinden, hält Onboard-Gepäckmaße (60cm Grenze) ein, geringes Gewicht bei hoher Stabilität und Vibrationsdämpfung. Fernreisetauglich, ideal für Landschaft, Natur, Makro. Vielleicht überlegenswert?
LG, Klaus
Benutzeravatar
stereo
Fotograf/in
Fotograf/in
Beiträge: 423
Registriert: 16. Jan 2010, 19:22
alle Bilder
Vorname: Steffen

Beitragvon stereo » 20. Mai 2010, 14:59

Ich nutze das Manfrotto 190 xprob und bin mit ihm sehr zufrieden. Aus Preis-Leistungs-Sicht
sicher eine sehr gutes Stativ. Stabil, flexibel (nicht ganz so wie uniloc aber reicht eigentlich),
noch erträglich schwer (auch für lange Touren) und eben recht erschwinglich.

Würde dazu aber wahrscheinlich einen ordentlichen Kugelkopf kaufen. Nutze derzeit noch meinen
3-Wege Neiger auch von Manfrotto der nicht schlecht ist aber ein Kugelkopf ist glaube ich doch
angenehmer.
Gruß
Steffen

Zurück zu „Arbeitsgerät Makrofotografie“