105 2.8D wie bedienen?

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Heldgop
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Beitragvon Heldgop » 17. Mär 2007, 12:30

hi,

ich kenne zwar weder das objektiv noch das nikon bajonett, aber ich denke das is alles analog zu meinem tamron 90mm.

1) blende 2,8 ist durchgängig, festbrennweiten haben immer eine durchgängige blende.
2) focusbegrenzer an und objektiv im fernbereich?
3) bei meinem objektiv ist der drehbare "knopf" der focusbegrenzer, wenn das objektiv gerade im nahbereich ist (1:1-1:2,9) und der hebel auf limited gestellt wird focusiert das objektiv nurnoch in dem bereich. analog funktioniert das auch im "fernbereich"

mfg
MfG

Fabian
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Beitragvon Toni » 18. Mär 2007, 00:37

moody hat geschrieben:1) Blende 2.8 wird nur bei bestimmten Fokusstellungen erreicht?

Ja, bei meinem Tamron 180/3.5 sind es z.B. bei 1:1 nur noch 5.6

Heldgop hat geschrieben:1) blende 2,8 ist durchgängig, festbrennweiten haben immer eine durchgängige blende.

Leider nicht richtig.

moody hat geschrieben:2) Wie erreicht man den Abblidungsmaßstab 1:1? Komme nur bis 2.9 - 3.0

Ich weiß jetzt nicht wo das Problem liegt?
Man braucht eigendlich nur dichter an das Motiv heran gehen. Tipp: Das Objektiv Manuel auf 1:1 drehen und sich langsam dem Motiv nähern, bis es scharf abgebildet ist. Nun hast du einen Maßstab von 1:1.

moody hat geschrieben:3) Unten wo die ganzen Blenden stehen, kann man da was drehen? Wozu ist dieser kleine Knopf den man auf einen orangenen Strich stellen kann?


Dieser Ring nennt sich Blendenring. Dieser wird normalerweise auf die kleinste Blende (höchst Zahl) gestellt und mit dem Orangen Knopf verriegelt. Erst dann ist das Objektiv im "Automatikmodus" und die Blende kann über die Kamera gesteuert werden.
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Beitragvon Heldgop » 18. Mär 2007, 01:58

bist du dir sicher das das nikon bei 1:1 eine andere blende hat?
zählt das nicht nur für innenfokusierte objektive?

mfg
MfG



Fabian
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Beitragvon 01af » 18. Mär 2007, 09:57

Heldgop hat geschrieben:bist du dir sicher, daß das Nikon bei 1:1 eine andere Blende hat? Zählt das nicht nur für innenfokussierte Objektive?

Im Gegenteil -- nur bei innenfokussierten Objektiven bleibt die Blende über alle Abbildungsmaßstäbe konstant. Für alle anderen Objektive ist Tonis Aussage richtig: die effektive Blende ändert sich mit dem Abbildungsmaßstab. Und zwar wird sie umso kleiner, je größer der Abbildungsmaßstab wird. Die auf dem Objektiv angegebene Lichtstärke gilt nur für die Unendlicheinstellung; bei allen anderen Einstellungen ist sie geringer.

Nun sind aber rein innenfokussierte Objektive eher selten. Wenn überhaupt, dann findet man sie unter den langen, lichtstarken Teleobjektiven. Makroobjektive hingegen sind immer auszugsfokussiert -- entweder ganz (ältere Modelle) oder teilweise (heutige Modelle).Teilweise bedeutet, die Fokussierung auf kürzere Distanzen wird durch gleichzeitige Verlängerung der Bildweite (Auszug) und Reduzierung der Brennweite bewerkstelligt -- die sog. gemischte Fokussierung (weil die Prinzipien der Innen- und der Auszugsfokussierung gemischt werden). Bei rein auszugsfokussierten Objektiven wird nur die Bildweite verlängert und die Brennweite bleibt kostant. Bei rein innenfokussierten Objektiven wird nur die Brennweite reduziert und die Bildweite bleibt konstant.

Und die effektive Lichtstärke bzw. Blende hängt von der Bildweite ab. Die bekannte Formel, geometrische Öffnung sei Eintrittspupillendurchmesser durch Brennweite, stimmt eigentlich gar nicht. Richtig lautet sie: Eintrittspupillendurchmesser durch Bildweite. Nur bei unendlich sind Bildweite und Brennweite gleich -- grad so ist ja die Brennweite ursprünglich definiert: es ist die Bildweite bei unendlicher Gegenstandsweite.

Das Ausmaß des Lichtstärkenverlustes ist nicht proportional zur Distanz. Fokussiert man von unendlich ausgehend auf immer kürzere Distanzen, so ist die Veränderung der Lichtstärke zunächst kaum merklich, erreicht bei mittleren Abbildungsmaßstäben immer noch moderate Werte und steigt erst zum Schluß immer steiler an. Über 1:1 hinaus würde der Lichtverlust noch steiler ansteigen. Bei 1:1 liegt der Lichtverlust eines rein auszugsfokussierten Objektives stets bei zwei Blendenstufen. Bei einem gemischt fokussierten ist er entsprechend dem Innenfokussierungsanteil geringer.

Um den Lichtverlust eines gemischt fokussierten Makroobjektives bei Maßstab 1:1 abzuschätzen, dividiere man zuerst die Entfernung von Motiv zu Film-/Sensorebene d1:1 durch vier. Das ergibt (annähernd) die effektive Brennweite bei 1:1 f1:1. Dann multipliziert man die Blendenzahl der nominellen Lichtstärke knom mit der effektiven Brennweite und dividiert anschließend durch die nominelle Brennweite. Das Ergebnis multipliziere man schließlich noch mit zwei. Das ergibt die Blendenzahl der effektiven Lichtstärke bei Maßstab 1:1 k1:1. Also:

k1:1 = 2 * knom * f1:1 / fnom

Für das Sigma 1:3,5/180 mm EX DG (Nahgrenze 46 cm) ergibt sich also bei 1:1 eine effektive Lichtstärke von 1:4,5 (also knom = 3,5; k1:1 = 4,5). Das ist ein Lichtverlust von etwa 0,7 Blendenstufen. Verglichen mit den zwei Blendenstufen Verlust, den ein rein auszugsfokussiertes Makroobjektiv hätte, ist das sehr wenig. Das liegt an dem hohen Innenfokussierungsanteil dieser Konstruktion von ca. 65 %, die die effektive Brennweite von 180 mm bei unendlich auf nur noch 115 mm bei 1:1 reduziert. Das Sigma 1:2,8/150 mm EX DG (Nahgrenze 38 cm) kommt bei Maßstab 1:1 auf eine effektive Lichtstärke von etwa 1:3,5, was ebenfalls einem Verlust von nur 0,7 Blendenstufen entspricht (f1:1 = 95 mm). Der Innenfokussierungsanteil des 150ers ist also grad ebenso hoch wie beim 180er.

Bei kürzeren Makroobjektiven ist der Innenfokussierungsanteil gewöhnlich niedriger, und somit der Verlust an effektiver Brennweite geringer, dafür der Verlust an effektiver Lichtstärke höher.

-- Olaf
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Beitragvon Toni » 18. Mär 2007, 21:28

Danke für deine Erklärung, Olaf.

Ich kann dem aber nicht ganz folgen.

01af hat geschrieben:Im Gegenteil -- nur bei innenfokussierten Objektiven bleibt die Blende über alle Abbildungsmaßstäbe konstant.

Ist es nicht so, dass der Blendenwert das Verhältnis zwischen Objektivdurchmesser und Brennweite nennt?
Das würde dann ja bedeuten, da sich bei IF Objektiven die Brennweite ändert, auch der Blendenwert ändert, oder?
Fakt ist jedenfalls, dass meine Nikon D70 mit dem Tamron 3.5/180 den Blendenwert 3.5 nur auf Unendlich anzeigt und der wert mit steigenden Maßstab kontinuierlich größer wird, bis er bei 1:1 nur noch 5.6 anzeigt. Mag aber möglich sein, dass meine Kamera ne Macke hat.


01af hat geschrieben: Nun sind aber rein innenfokussierte Objektive eher selten. Wenn überhaupt, dann findet man sie unter den langen, lichtstarken Teleobjektiven. Makroobjektive hingegen sind immer auszugsfokussiert -- entweder ganz (ältere Modelle) oder teilweise (heutige Modelle).

Hab ich noch nie gehört. Für mich sind IF Objektive alle, bei denen die Position der ersten Linse fix ist. Dieses ist z.B. bei meinem 180mm Tamron der Fall. Da ändert sich doch nicht die Bildweite, oder bin ich wieder aufm Holzweg?

01af hat geschrieben: Die bekannte Formel, geometrische Öffnung sei Eintrittspupillendurchmesser durch Brennweite, stimmt eigentlich gar nicht. Richtig lautet sie: Eintrittspupillendurchmesser durch Bildweite. Nur bei unendlich sind Bildweite und Brennweite gleich

Das wusste ich nicht.

Es ist öfter der Begriff "effektiver Lichtstärke" gefallen. In welchem Zusammenhang steht diese denn zur realen Blendenöffnung?
Das ist es ja, was der Threadersteller wissen wollte.
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Gruss Toni
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Beitragvon Replicant » 22. Mär 2007, 00:03

hallo robert....
dann klär die sache mal auf, bevor du eine frage in den raum wirfst.... :wink:

und dann auch mal willkommen hier.....

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