Reisestative mit umklappbaren Beinen

Alles rund um Kameras, Objektive, Blitzgeräte, Stative etc.
mayuka2
Fotograf/in
Fotograf/in
Beiträge: 622
Registriert: 21. Mär 2007, 15:29
alle Bilder
Vorname: Monika

Beitragvon mayuka2 » 14. Jan 2012, 19:43

Solche umklappbaren Beine bringen fast immer Instabilitäten mit rein. Das sollte man nicht unterschätzen, zudem bei den meisten Konstruktionen der Umfang des Tellers geringer ist und daher das Stativ schon von sich aus nicht so stabil steht (was aber nicht immer was bedeuten muss). Die umklappbaren Beinen bringen auch nur dann eine Verkürzung des Packmaßes wenn man eine Mittelsäule hat und der Kopf klein genug ist, dass er zwischen die Beine passt. Bei deinem Feisol ohne MS bringt das Feature also überhaupt nix. Ich selbst nutze die umklappbaren Beine bei meinem GT1550T überhaupt nicht. Es braucht viel Zeit die Beine umzuklappen, MS auszufahren und ganz nebenbei hält das Stativ dann schlechter am Rucksack (naja ist auch vom Rucksack abhängig ;)). Meistens habe ich die MS dort sowieso ausgebaut oder eine verkürzte drin. Leider gibts von Gitzo nichts vergleichbares mit 37 cm Packmaß. Zwischen 40 und 48 cm gibts aber eine ganze Reihe. Kannst dich ja mal umschauen. Serie 2 reicht für ernsthafte Telemakros und größere Maßstäbe aus.
mayuka2
Fotograf/in
Fotograf/in
Beiträge: 622
Registriert: 21. Mär 2007, 15:29
alle Bilder
Vorname: Monika

Beitragvon mayuka2 » 15. Jan 2012, 17:18

Django hat geschrieben:Aber ich habe letztens erst Fotos mit voll ausgefahrener MS gemacht, und war erstaunt über die Stabilität, allerdings hatte ich kein schweres Gerät drauf...


Man muss dazu sagen, dass das nicht vom Gewicht, sondern von der Brennweite abhängt. Tele-Objektive sind da viel anspruchsvoller, weil der Blickwinkel geringer ist. Makro-Objektive natürlich genauso, je höher der Abbildungsmaßstab ist, desto mehr sichtbaren Effekt hat eine Verwacklung. Das ist nunmal die Krux bei Makro. Daher ist "normale" Fotografie nicht so wirklich mit Makro und Tele vergleichbar was die Ansprüche an ein Stativ angeht.
mayuka2
Fotograf/in
Fotograf/in
Beiträge: 622
Registriert: 21. Mär 2007, 15:29
alle Bilder
Vorname: Monika

Beitragvon mayuka2 » 16. Jan 2012, 08:07

Django hat geschrieben:das man das nicht vergleichen kann ist mir schon klar, aber es ging ja auch um "möglichst klein und leicht" und im Macrobereich wenn man z.B. dicht über der Erde agiert, muss ja meistens nicht viel Auszug verwendet werden, und dann hat man auch höhere Stabilität.


Nein eben nicht, da die Beine ja kürzer sind als bei anderen großen Stativen. 40cm vs. 60cm macht da einen großen Unterschied was das angeht.
mayuka2
Fotograf/in
Fotograf/in
Beiträge: 622
Registriert: 21. Mär 2007, 15:29
alle Bilder
Vorname: Monika

Beitragvon mayuka2 » 16. Jan 2012, 23:08

Für welches hast du dich denn nun entschieden?
miclindner
Fotograf/in
Fotograf/in
Beiträge: 338
Registriert: 26. Jul 2010, 16:19
alle Bilder
Vorname: Michael

Beitragvon miclindner » 17. Jan 2012, 03:21

Hallo mayuka,

mayuka2 hat geschrieben:Wenn dir das Slik Sprint Mini als reisetaugliches Makro-Stativ zu wackelig ist, dann führt IMHO kein Weg an einem Berlebach Mini/Maximini vorbei. Was besseres mit kurzem Packmaß gibts nicht für Makro.


Das Mini (Art. 50031 ?) hat eine Packmaßlänge von 26 cm (trägt dafür aber durch die Beinkonstruktion relativ viel auf), eine Minimalhöhe von 6,5 cm (Spreizwinkel 85 Grad !), eine Maximalhöhe von 35 cm, Eigengewicht 600 g und Lastgewicht 8 Kg.


Das ist sehr schön (und aus Holz), aber, wie ich finde, nicht einzigartig ("was Besseres ... gibt's nicht für ...")


Mmh ?

Das Minipod von Novoflex ist komplett zerlegbar, hat zusammengebaut eine Packmaßlänge von 27 cm x 10 cm x 4,5 cm (zerlegt: 1 Bein abgeschraubt 20 x 10 x 4,5, komplett zerlegt 16 x 10 x 4,5), hat eine Minimalhöhe von 4,5 cm (Spreizwinkel 90 Grad !), eine Maximalhöhe von 15,5 cm bis 21 cm (mit STASET 30 Verlängerung von 35 cm, Eigengewicht 390 g (mit 3 x STASET-30-Verlängerungen 570 g) und Lastgewicht 10 Kg (ohne Verlängerung)


Das Minipod ist langsamer in der Verlängerung (da Schrauben sattt Ausziehen), dafür besser ans Gelände anzupassen (variable Beinanstellwinkel); beim Berlebach stört mich das Packmaß, das Minipod bekomme ich immer zusätzlich noch mit als Modenstativ in den Fotorucksack in jede noch so kleine Ecke. Man sollte nur ab Werk die 1/4-Kameraschraube gegen eine 3/8 austauschen lassen, wenn man einen Kugelkopf benutzen will (kann man auch selber machen)


zum Cullmann (TO):

"Cullmann regieren das Billigpreissegment. Ich habe mit dieser Firma nur schlechte Erfahrungen gemacht ... Der Spiegelschlag der Kamera wird beim Cullmann (Reverse) große Verwackler verursachen."

Abgesehen davon, dass der TO keinen KB-Sensor verwendet (sondern APS-C/Crop 1,5) - hast Du da schon einen Testbericht an der Hand ?
Das Giotto 9255 in Reverse-Bauweise hat zumindest in dem Segment gute bis sehr gute Werte, kostet aber auch mit Kopf 249, die minimale Arbeitshöhe betägt aber makrountaugliche 31 cm (Packlänge aber nur 39 cm !). Bei Reverse muss man eben auf die Details achten (je nach Konstruktion).

Grüße
Michael Lindner
mayuka2
Fotograf/in
Fotograf/in
Beiträge: 622
Registriert: 21. Mär 2007, 15:29
alle Bilder
Vorname: Monika

Beitragvon mayuka2 » 17. Jan 2012, 07:25

@mic: Ich weiß das du Novoflex-Fan bist. Deren Minipod finde ich aber viel zu unflexibel mit kleinen Beinen. Mit großen ist es zu wackelig. So schön deren Idee auch ist. In der Praxis bewährt sich das irgendwie nicht. Jedenfalls nicht für mich. Da greife ich lieber zu Berlebach.
Zum Giottos: Ich hatte da mal eines in der Hand (muss ein Vorgängermodell gewesen sein). Das war furchtbar instabil und hatte auch solche abbschaubbaren Einbeine. Da war auf der Messe das Gewinde bereits ausgenuddelt, obwohl das Stativ selbst noch wie neu aussah. Ob das bei deren neuen Modellen auch so ist, muss man im Zweifelsfalle austesten. Wenn, dann würde ich aber lieber zu Feisol greifen. Da hätte ich ein wohleres Gefühl was Haltbarkeit angeht.
Benutzeravatar
SunTravel
Fotograf/in
Fotograf/in
Beiträge: 17913
Registriert: 1. Jul 2007, 00:12
alle Bilder
Vorname: Uwe

Beitragvon SunTravel » 17. Jan 2012, 07:32

Leider gibt es das Gitzo Tatalux nicht mehr. Das ist aus meiner Sicht ein optimales Reisestativ, nur ne kurze Mittelsäule habe ich mir noch zusaätzlich angefertigt.

Ist stabil und hält ewig, meins schon über 20 Jahre.

Packmaß 43cm 1.6kg

0-120cm Höhe

Gruß

Uwe
Dateianhänge
IMG_6251-01.jpg (245.78 KiB) 3241 mal betrachtet
IMG_6251-01.jpg
Wer kritisch Bilder löscht, steigert die durchschnittliche Qualität seiner Bildersammlung

Die Größe des Weltalls wird nur durch die Größe der menschlichen Dummheit übertroffen
mayuka2
Fotograf/in
Fotograf/in
Beiträge: 622
Registriert: 21. Mär 2007, 15:29
alle Bilder
Vorname: Monika

Beitragvon mayuka2 » 17. Jan 2012, 09:50

SunTravel hat geschrieben:Leider gibt es das Gitzo Tatalux nicht mehr. Das ist aus meiner Sicht ein optimales Reisestativ, nur ne kurze Mittelsäule habe ich mir noch zusaätzlich angefertigt.


Gibts noch öfters bei ebay. Wollte mir auch mal eines ersteigern, aber habe dann ja das 3541 genommen. Einziger Nachteil ist, dass man nicht weit runter kommt und für bodentiefe Makros zwingend die MS umdrehen muss. Sehe ich das richtig?
Benutzeravatar
SunTravel
Fotograf/in
Fotograf/in
Beiträge: 17913
Registriert: 1. Jul 2007, 00:12
alle Bilder
Vorname: Uwe

Beitragvon SunTravel » 17. Jan 2012, 10:01

Einziger Nachteil ist, dass man nicht weit runter kommt und für bodentiefe Makros zwingend die MS umdrehen muss. Sehe ich das richtig?


das muss man bei normalen Dreibeinern fast immer. Flach im Gras liegende Beine sind lange nicht so stabil wie angewinkelte. Ich lege schon Wert darauf das sich wenn man mit dem Schlitten verstellt (verschiebung des Schwerpunkts) der Bildausschnitt gleich bleibt.

Die Höhe unter dem Kopf beträgt ca. 9cm, also etwas mehr als beim Berlebach Mini.

Die Beine gehen immer noch so stramm, das man den Winkel auch ohne die Arretierung zu nutzen einstellen kann.

Gruß

Uwe
Wer kritisch Bilder löscht, steigert die durchschnittliche Qualität seiner Bildersammlung



Die Größe des Weltalls wird nur durch die Größe der menschlichen Dummheit übertroffen
miclindner
Fotograf/in
Fotograf/in
Beiträge: 338
Registriert: 26. Jul 2010, 16:19
alle Bilder
Vorname: Michael

Beitragvon miclindner » 17. Jan 2012, 19:59

mayuka2 hat geschrieben:@mic: Ich weiß das du Novoflex-Fan bist.

Deren Minipod finde ich aber viel zu unflexibel mit kleinen Beinen. Mit großen ist es zu wackelig. So schön deren Idee auch ist.



Hallo mayuka,

... (nur, weil ich nicht alle halbe Jahr von Hersteller zu Hersteller "springe" ?) - ja das stimmt (der eine ist eben Gitzo-Fan, der andere z.B. Novoflex ...), da ist ja nichts dabei, zumal ich ja zahlenmäßig deutlich unterlegen bin - so darf ich also von meinen Geräten schwärmen wie manch anderer von seinem Gitzo (und versuche, gegebenenfalls auch Argumente zu liefern)


... zum Minipod: Nun, das kann man ja ausprobieren und dann entscheiden

... zur Minipod-Idee: Nun, das geht ja auch noch (allerdings deutlich teurer) auch eine Stufe stabiler: Quadro Pod Stativschulter QP-B, mit 4 Minillegbeinen und wieder STASET 30-Verlängerungen (es ginge auch mit einer MS-Lösung, das lasse ich aber jetzt mal weg)
Das geht dann (im Gegensatz zum Minipod) sogar bis zu einer Beinlänge von 80 cm mit STASET-Verlängerungen und ist so stabil wie ein Stativ mit "normalen" Teleskopbeinen, hat allerdings ein deutlich geringeres Packmaß (um den Preis, dass der Umbau länger dauert, s.o.)

Vorteile für mich:

- diese Lösung wackelt auch mit flachliegenden Makro-Beinen kein bischen (zur These: "Flach im Gras liegende Beine sind lange nicht so stabil wie angewinkelte "), bietet dann eine Bodenhöhe von 10 cm, hat aber nur einen Standkreis von 57 cm bei einer Beindicke von 10 mm, drückt also im Gegensatz zu manch anderem flach auf dem Boden liegenden Stativ (Standkreis 90 - 120 cm, Durchmesser rund 30 mm) nicht so viel in der Botanik platt
Für mich ist das deshalb attraktiv, da ich gerne im botanischen Garten fotografiere und so ganz gut zwischen die z.T. dicht gesetzten Pflanzen komme.

- diese Lösung kann aber auch mit "normalen" Stativbeinen (Carbon, 3 oder 4 Segmente, Schraubverschlüsse) zu einem "richtigen" Stativ (auch unterwegs) umgebaut werden (max. Auszugshöhe rund 155 cm), auch da wackelt dann im Stativ nichts


Das Minipod benutze ich jetzt nur noch beim Bergwandern als Makrostativ (wo es auf jedes Gramm bzw. Volumen ankommt) und als Standfuß für meine Pflanzenklemmen und Diffusorhalter.

Also auf der kommenden Photokina vielleicht einfach mal ausprobieren ...

oder jetzt mal im Video ansehen (Seite unten, am Ende des Videos)

http://www.novoflex.com/de/produkte/sta ... quadropod/


Grüße
Michael Lindner
Zuletzt geändert von miclindner am 17. Jan 2012, 21:55, insgesamt 1-mal geändert.

Zurück zu „Arbeitsgerät Makrofotografie“