Beitragvon Makronix » 10. Sep 2019, 14:23
Hallo zusammen,
ich habe den FB-Tube jetzt seit über einem Jahr und habe bisher keine schlechten Erfahrungen damit gesammelt. Man muss nur wissen, wofür dieses Teil geeignet ist und wofür nicht.
Bisher nutze ich es nur an meiner EOS 80 D mit dem Canon 100 f/2.8 Makro. Einmal konfiguriert, braucht man das Smart-Gerät nicht mehr. Will man allerdings Zwischenringe oder einen Lupenvorsatz nutzen, sollte man sich überlegen, ob man die Schrittweiten nicht verkürzt. Dann muss das Handy herhalten, um keine Schärfeabrisse zu erhalten. Hat man die Schrittweiten zu eng gewählt, ist das kein Problem, nur wird der Aufwand größer (Kameraspeicher, Zeitaufwand, Speicherplatz . . .) . In Helicon Focus gibt es die Option, nur jedes zweite oder jedes dritte Foto zu verrechnen, das muss man dann ausprobieren.
Problematisch sind auch Fotos im RAW-Format, da der Kamerapuffer dann schnell an seine Grenzen stößt. Ich für mich nutze dann lieber das JPG-Format und mache den Stack im schnellen Reihenbild-Modus. Da klappt dann sogar auch mitunter Freihand.
Der FB-Tube wirkt wie ein Zwischenring, das heißt, Bilder ab etwa einem Meter sind nicht mehr zu fokussieren, aber da gibt es ja andere Möglichkeiten.
Soweit ich weiß, gibt es noch immer keinen deutschen Vertrieb. Ich habe meine FB-Tube damals über die Internetseite von Helicon bestellt. In der Kompatibilitätsliste fand ich jedoch nur das 100 Macro in der L-Version, das ich nicht hatte. Daraufhin fragte ich bei Helicon nach und erhielt wenig später die Antwort, dass mein Objektiv ebenfalls geeignet sei.
Die Bezahlung erfolgte nach Umrechnung von Euro in Dollar, was ebenfalls problemlos ablief.
Fazit:
Wenn man weiß, wofür man den Helicon FB-Tube einsetzen möchte, ist er ein sehr gutes Hilfsmittel, um in der freien Natur lebende Objekte in einer Schärfenreihe abzulichten. Ich habe nicht bereut, in gekauft zu haben. Er stellt eine gute Alternative dar gegenüber Kameras, die über eine integrierte Fotobraketingfunktion verfügen.
Viele Grüße
Gerd