Hallo,
Es wird mal wieder der übliche Eindruck erzeugt ...
Aber hier werden Testbedingungen diskutiert, die oftmals in der Praxis nicht einzuhalten sind. Solche Unterschiede (Optikfehler) werden nur bei Stativbenutzung, toten (unbeweglichen) Motiven und direktem Bildvergleich sichtbar.
Wenn man aber nicht nur Belegfotos, sondern auch etwas von der Lebensweise (Verhaltensweise) der Tiere einfangen will, muss man oft anders an die Sache herangehen und z.B. auf ein Stativ verzichten und freihand fotografieren. Dann relativieren sich aber so manche Pixelanalysen.
Unter Freilandbedingungen kann man manche Momente gar nicht anders einfangen.
Hier als Beispiel eine Rhododendronzikade, wie sie sich über einen Analtropfen mit einem Gemisch aus Wachs und sekundären Pflanzenstoffen einreiben wird (u.a. auch zur Abwehr, s. dazu auch die Körperfärbung; beim nächsten Bild wird sich die Zikade mit dem Hinterbein über die Flügeldecken streichen und das Sekret verreiben, aber das Bild spare ich mir jetzt). Das kann man im Labor natürlich abpassen, aber im Freiland macht mir das mehr Spass.
http://oly-e.de/alben/bshowlarge.php4?a ... 48bc50d038
Und ich muss sagen, solange ich von Olympus noch mit so vielen (guten) Makrogerätschaften wie z.B. dem Makrozangenblitz versorgt werde, werde ich kaum einen Systemwechsel zu KB durchführen. Warum auch ?
Denn früher habe ich Makrofotografie mit dem KB-Format gemacht, allerdings auf Diafilm und nicht mit Sensoren. Die Kamera und das Aufnahmeformat hat gewechselt, die Gerätschaften aber z.T. nicht !
Daher kann ich in gewissem Maße direkt vergleichen.
Mit einer Digitalkamera a la E3 bekomme ich eine noch höhere Ausbeute als damals mit Film. Einen Grund zum Wechseln sehe ich derzeit nicht.
Grüße
Michael Lindner
Kleinbild oder 4/3
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miclindner
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Mit Kleinbild habe ich kaum Makros fotografiert. Die Leica war so eine Kamera um Urlaubsbilder zu knipsen. Standard für Makros war bei mir die Hasselblad mit Balgengerät und das Hasselblad Makro-Planar. Großformat war bei bewegten Motiven etwas schwierig, obwohl schlüpfende Schmetterlinge gingen recht gut.
Nach langer Absenz, bin ich auf die Olympus E-3 gekommen. Eine wunderbare Kamera die ich noch habe und auch gerne benutze. Nur Objektivmäßig bin ich etwas enttäuscht. Ich habe alle Makroobjektive gekauft, es waren ja auch nur 2, das 35er und das 50er. Das ewig angekündigte 100er gibt es bis heute nicht und wird es auch wohl nie mehr geben. Ich habe jetzt ein wunderbares 100er Makro, aber es ist von Canon.
Was den Ausschuss zu Analogzeiten anbelangt: In Bombay saß ein Schlangenbeschwörer mit seiner Cobra auf der Straße und versuchte die Schlange mit seiner Blockflöte zu beschwören. Ein wunderbares Motiv. Mit dem 40er Distagon bei der Hasselblad auch eine phantastische Perspektive. Da ich mich mit Schlangen etwas auskenne und die Angriffsstellung von Cobras auch gut kenne, fand die Schlange nach kurzer Zeit mein Objektiv deutlich interessanter als die alte Blockflöte. Also habe ich die Schlange mit dem Weitwinkel beschworen. Hat einen riesen Spaß gemacht und ich habe mich sehr auf die Bilder gefreut. Wo ich nicht dran gedacht habe, meine Schlangenbeschwörung hat eine riesige Menschenmenge angelockt und ich war inzwischen im Schatten. In Düsseldorf habe ich dann festgestellt, das alle Dias unterbelichtet waren. Mit einer Digitalkamera wäre das nicht passiert.
Nach langer Absenz, bin ich auf die Olympus E-3 gekommen. Eine wunderbare Kamera die ich noch habe und auch gerne benutze. Nur Objektivmäßig bin ich etwas enttäuscht. Ich habe alle Makroobjektive gekauft, es waren ja auch nur 2, das 35er und das 50er. Das ewig angekündigte 100er gibt es bis heute nicht und wird es auch wohl nie mehr geben. Ich habe jetzt ein wunderbares 100er Makro, aber es ist von Canon.
Was den Ausschuss zu Analogzeiten anbelangt: In Bombay saß ein Schlangenbeschwörer mit seiner Cobra auf der Straße und versuchte die Schlange mit seiner Blockflöte zu beschwören. Ein wunderbares Motiv. Mit dem 40er Distagon bei der Hasselblad auch eine phantastische Perspektive. Da ich mich mit Schlangen etwas auskenne und die Angriffsstellung von Cobras auch gut kenne, fand die Schlange nach kurzer Zeit mein Objektiv deutlich interessanter als die alte Blockflöte. Also habe ich die Schlange mit dem Weitwinkel beschworen. Hat einen riesen Spaß gemacht und ich habe mich sehr auf die Bilder gefreut. Wo ich nicht dran gedacht habe, meine Schlangenbeschwörung hat eine riesige Menschenmenge angelockt und ich war inzwischen im Schatten. In Düsseldorf habe ich dann festgestellt, das alle Dias unterbelichtet waren. Mit einer Digitalkamera wäre das nicht passiert.
Gruß
Wolfgang
Wolfgang
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miclindner
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Hallo,
"Was den Ausschuss zu Analogzeiten anbelangt" - darüber kann ich eigentlich nicht klagen; ich hatte damals (habe immer noch) OM-4 ti-Kameras mit Multispot und TTL-Technik, das hat immer ganz gut funktioniert - ich will aber nicht abstreiten: Die sofortige Kontrolle auf dem Kameramonitor meiner E-3 gefällt mir noch besser (zumal der Monitor in alle Richtungen schwenbar ist, was die aktuelle E-M1 leider nicht mehr hat, wahrscheinlich aber eine E-M3).
Aber zurück zum Thema:
Jedes Objektiv hat Randschwächen (zumal heute ja der Wunsch der Kunden nach großen Blendenöffnungen/möglichst kleinen Blendenzahlen besteht). Da scheint mir sogar im Gegensatz zum Posting weiter oben die beste Lösung zu sein, ein für (z.B.) KB gerechnetes Objektiv an einen kleineren Bildkreis zu adaptieren (z.B. FT oder mFT), denn dann werden die kritischen Randbereiche gar nicht erst aufgenommen (eine Folge des Strahlenganges bzw. des Crop-Faktors des kleineren Sensors), müssen also bei der Bildkomposition weder beachtet noch nachher in der EBV abgeschnitten werden.
Allerdings sollte man Realist bleiben: Viele Alt(Makro)objektive sind gegenüber den neueren Objektivrechnungen "digitaler" Linsen sichtbar im Nachteil (auch für das an sich vielgerühmte Tamron gibt es da im Netz Vergleichsbilder, müßte ich aber erst heraussuchen, es wird erst bei deutlichem Abblenden optimal, da muss man dann aber den Detailverlust durch Blendenbeugung am Crop-Sensor beachten, der effektive Blendenbereich ist also eingeschränkt).
Das wollte ich noch nachliefern:
http://www.dslr-forum.de/showpost.php?p ... stcount=16
(die guten alten Zeiten sind also nicht in jedem Falle besser)
Eine Ausnahme bilden sogenannten Makroobjektivköpfe (ohne eigene Einstellschnecke), die schon zu Analogzeiten auf höchste Abbildungsleistung getrimmt wurden (und daher auch entsprechend teuer waren). Sie müssen aber an einem Balgengerät betrieben werden (neu nur von Novoflex möglich) oder an einem variablen Tubus (wie dem OM-Makrotubus von Olympus, allerdings auch nur gebraucht zu bekommen).
Grüße
Michael Lindner
"Was den Ausschuss zu Analogzeiten anbelangt" - darüber kann ich eigentlich nicht klagen; ich hatte damals (habe immer noch) OM-4 ti-Kameras mit Multispot und TTL-Technik, das hat immer ganz gut funktioniert - ich will aber nicht abstreiten: Die sofortige Kontrolle auf dem Kameramonitor meiner E-3 gefällt mir noch besser (zumal der Monitor in alle Richtungen schwenbar ist, was die aktuelle E-M1 leider nicht mehr hat, wahrscheinlich aber eine E-M3).
Aber zurück zum Thema:
Jedes Objektiv hat Randschwächen (zumal heute ja der Wunsch der Kunden nach großen Blendenöffnungen/möglichst kleinen Blendenzahlen besteht). Da scheint mir sogar im Gegensatz zum Posting weiter oben die beste Lösung zu sein, ein für (z.B.) KB gerechnetes Objektiv an einen kleineren Bildkreis zu adaptieren (z.B. FT oder mFT), denn dann werden die kritischen Randbereiche gar nicht erst aufgenommen (eine Folge des Strahlenganges bzw. des Crop-Faktors des kleineren Sensors), müssen also bei der Bildkomposition weder beachtet noch nachher in der EBV abgeschnitten werden.
Allerdings sollte man Realist bleiben: Viele Alt(Makro)objektive sind gegenüber den neueren Objektivrechnungen "digitaler" Linsen sichtbar im Nachteil (auch für das an sich vielgerühmte Tamron gibt es da im Netz Vergleichsbilder, müßte ich aber erst heraussuchen, es wird erst bei deutlichem Abblenden optimal, da muss man dann aber den Detailverlust durch Blendenbeugung am Crop-Sensor beachten, der effektive Blendenbereich ist also eingeschränkt).
Das wollte ich noch nachliefern:
http://www.dslr-forum.de/showpost.php?p ... stcount=16
(die guten alten Zeiten sind also nicht in jedem Falle besser)
Eine Ausnahme bilden sogenannten Makroobjektivköpfe (ohne eigene Einstellschnecke), die schon zu Analogzeiten auf höchste Abbildungsleistung getrimmt wurden (und daher auch entsprechend teuer waren). Sie müssen aber an einem Balgengerät betrieben werden (neu nur von Novoflex möglich) oder an einem variablen Tubus (wie dem OM-Makrotubus von Olympus, allerdings auch nur gebraucht zu bekommen).
Grüße
Michael Lindner
