105 / 150 oder 180mm ?

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01af
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Beitragvon 01af » 12. Jan 2007, 14:28

Mit keiner der drei Brennweiten würdest du einen Fehler begehen. Alle drei sind für den von dir skizzierten Zweck geeignet und kommen in Frage. Eine längere Brennweite bietet im Vergleich zur kürzeren zwei Vorteile:

Erstens wird der Arbeitsabstand (d. i. der freie Abstand zwischen Filtergewindevorderkante und Motiv) vergrößert, so daß scheue Kleintiere weniger leicht verscheucht werden. Für Pflanzen und unbelebte Gegenstände ist dieser Vorteil natürlich irrelevant. Aber: der Gewinn an freiem Arbeitsabstand ist bei großen Abbildungsmaßstäben geringer, als es der Unterschied der Nennbrennweiten vermuten läßt (Ausnahme: Sigma 150 mm vs. 180 mm: das 180er ist sowohl im Fern- wie auch im Nahbereich um 20 % länger als das 150er). Und außerdem kann ein allzu großer Arbeitsabstand in manchen Situationen auch einmal lästig sein, z. B. bei Reproarbeiten und dgl., oder generell in Innenräumen/im Studio.

Zweitens läßt sich durch den kleineren Bildwinkel die Wiedergabe des Hintergrundes leichter steuern. Er wird unschärfer wiedergegeben, was das Hauptmotiv klarer vom Hintergrund trennt, und die Wahl eines möglichst ruhigen und farblich passenden Hintergrundes fällt ebenfalls leichter. Dieser Vorteil kommt bei belebten und unbelebten Motiven gleichermaßen zum Tragen und ist der Hauptgrund, warum längere Makroobjektive so beliebt sind. Doch ein 105er an einer APS-C-Kamera bietet bereits eine recht gute Hintergrundkontrolle; eine längere Brennweite wäre in dieser Hinsicht zwar noch etwas besser, ist aber keineswegs zwingend erforderlich.

An einer Kamera mit APS-C-Format (wie deiner Nikon D200) reicht ein 150er mehr als aus, um in den Genuß der oben genannten Eigenschaften zu kommen. Ein 180er, das größer, schwerer und teurer ist, lohnt sich eher für Kleinbild-Fotografen ... und geringfügig lichtschwächer ist es obendrein. Daneben solltest du den Zweitnutzen als "normales" Teleobjektiv im Auge behalten -- kannst du für den Einsatz im Fernbereich eher ein Portrait-Tele (70 - 105 mm) oder eher ein mittleres Tele (150 - 180 mm) gebrauchen? Das hängt davon ab, welche Motive du außer Makro sonst noch bevorzugst, und was für Objektive du schon hast.

-- Olaf
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Beitragvon 01af » 12. Jan 2007, 14:46

Also, für klassische Portraits ist das 150er an einer APS-C-Kamera definitiv zu lang! Es verflacht die Darstellung des menschlichen Gesichtes bereits deutlich, was gar nicht gut aussieht. Nicht zu empfehlen! Wenn dir dieser Zweitnutzen wichtig ist, solltest du maximal zu einem 105er greifen, wenn nicht sogar zum 90er oder 70er. Insbesondere das 70er ist ideal für klassische Portraits (auf dem APS-C-Format).

Für Ganzkörper-Aufnahmen hingegen wäre ein 150er gar nicht mal schlecht, erfordert aber seehr viel Platz im Studio.

-- Olaf
Zuletzt geändert von 01af am 12. Jan 2007, 14:52, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitragvon x-cite » 14. Jan 2007, 09:22

Also das 150 Sigma ist ech ein klasse Obi.
Habs zwar erst seit paar Tagen aber bin sehr begeistert
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Beitragvon x-cite » 16. Jan 2007, 20:44

noch ne frage zum 150 das hab ich ja : )
kann das sein das, dass bei Offenblende also 2.8 etwas flau ist bei Teleaufnahmen ?

Gruß andi
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Beitragvon Radomir Jakubowski » 16. Jan 2007, 21:10

x-cite hat geschrieben:kann das sein das, dass bei Offenblende also 2.8 etwas flau ist bei Teleaufnahmen ?


nö, ist im vergleich zum 2,8 90er 2,0 135er 2,8 200er 2,8 70-200er nicht wirklich schlechter
Gruß Radomir
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Beitragvon x-cite » 17. Jan 2007, 13:57

also ist das normal das es "etwas" flau ist bei 2.8 ?
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Beitragvon x-cite » 17. Jan 2007, 14:26

Hab mal ein Poster geknipst und da hab ich mit 2.8 und mit 5.0 probiert und da ist mir aufgefallen das bei 2.8 bei vergrößerung des Textes auf dem Poster die Schrift nicht so gut ist wie bei 5.0 sonder etwas "weicher"

Es ist natürlich auch scharf bei 2.8 bei mir aber hald nicht so wie bei 5.0 z.B !

Gruß Andi
Zuletzt geändert von x-cite am 17. Jan 2007, 14:31, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitragvon Radomir Jakubowski » 17. Jan 2007, 14:29

o.stumpf hat geschrieben:Das 2,8/150 ist bei Offenblende sehr gut, kein Vergleich zu Zoom-Objektiven, die man erst um 2 Blenden schliessen muss, um brauchbar Bilder zu bekommen.



dann hast du die falschen Zoomobjektive, gute Zoomobjektive liefern auch bei Offenblende schon mehr als brauchbare Bilder.
Gruß Radomir
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Beitragvon x-cite » 17. Jan 2007, 14:42

also ist es normal das mein sigma bei 2.8 nicht so scharft ist wie bei zb bei 5.0 , bei Teleaufnahmen.

Gruß andi
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Beitragvon Radomir Jakubowski » 17. Jan 2007, 15:15

o.stumpf hat geschrieben:Jedes Objektiv bringt beim Abblenden eine bessere Leistung als bei Offenblenden, das ist normal.


Auch wieder eine These die so nicht stimmt, es gibt objektive, die so auf Offenblendleistung aus sind, dass sie durch abblenden schlechter werden(wohl nur messbar und in der Praxis kaum sichtbar). Typisches Beispiel sind gute 2,8 400mm Objektive
Gruß Radomir

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