zuiko 50 oder sigma 105 für olympus

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Tommy Lehmann
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Beitragvon Tommy Lehmann » 7. Dez 2006, 15:19

Hallo

ich würde das Sigma 105 mm empfehlen ... wenn es um Insekten geht wär das 150er noch ein Tick besser.
01af
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Beitragvon 01af » 7. Dez 2006, 17:42

Wenn du dir das Digital Zuiko 50 mm leisten kannst, dann würde ich das nehmen. Speziell für Insekten und andere Kleintiere wäre eine längere Brennweite zwar vorteilhaft ... aber nicht unbedingt notwendig. Ein 50er an einer 4/3"-Kamera ist zwar etwas knapp, aber mal so gerade ausreichend. Bedenke, daß eine Makro-Brennweite von 100 mm für Kleinbild jahrzehntelang der Standard war. Längere Makro-Brennweiten wie 150 mm, 180 mm oder 200 mm gibt's noch nicht so lange (von wenigen teuren Spezialobjektiven einmal absehen).

Der Vorzug des Digital Zuiko 50 mm wäre die sehr hohe Lichtstärke und die sagenhafte Qualität. Es ist teurer als das 105er Sigma, aber auch wesentlich besser. Und auf dem verhältnismäßig kleinen 4/3"-Sensor hast du nichts zu verschenken. Die Digital-Zuiko-Objektive sind ja gerade die ganz starke Seite des 4/3"-Systems. Führe es nicht ad absurdum, indem du nachträglich angepaßte Kleinbildobjektive kaufst ...

Im übrigen würde es mich wundern, wenn Olympus nicht über kurz oder lang auch noch ein 70er, 90er oder 100er Makroobjektiv herausbrächte ...

-- Olaf
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Beitragvon Kavo » 7. Dez 2006, 17:46

Also die Bildqualität des Sigma ist mehr als ausreichend und ich bin für jeden cm mehr an Arbeitsabstand dankbar.
Die hohe Lichtstärke ist im Makrobereich so notwendig nicht.

LG
Karl
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Beitragvon 01af » 7. Dez 2006, 18:24

Sicher -- Arbeitsabstand ist im Makrobereich eine nützliche Sache, speziell im Freien. Doch so entscheidend, daß ich dafür zu einer Billigoptik greifen und eine absolute Spitzenoptik links liegenlassen würde, ist das nun auch wieder nicht.

Aber das ist natürlich Geschmacks- und Ansichtssache und nicht zuletzt auch eine Frage des konkreten Einsatzbereiches. Schlecht ist das 105er Sigma gewiß nicht. Aber trotzdem -- dem Digital Zuiko kann es nicht das Wasser reichen.

Im übrigen verkürzt sich die Brennweite des 105er Sigmas bei Einstellung auf Abbildungsmaßstab 1:1 auf effektiv ungefähr 78 mm, während sich das Digital Zuiko bei 1:2 (mit 25-mm-Zwischenring bei 1:1) auf immerhin effektiv 54 mm verlängert. Das reduziert den Vorteil des längeren Sigmas ganz beträchtlich; es ist dann nicht mehr 2,1× so lang, sondern nur noch 1,4×.

Ich würde das 105er Sigma nur dann nehmen, wenn für das 50er Digital Zuiko das Geld ganz einfach nicht reicht. Aber gut, das ist nur meine Meinung ... die Entscheidung muß Michi letztlich selber treffen.

-- Olaf
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Beitragvon digimakro.de » 8. Dez 2006, 21:15

@Olaf: Also das Sigma als Billigoptik abzutun ist ja wohl nicht so ganz richtig!!! War vielleich mal früher so...aber mittlerweile können Sigma-Optiken voll mithalten, auch was die Verarbeitungsqualität angeht!!! Immer wieder liest man in Foren: Kauf Dir keine Billigoptiken (Sigma, Tamron) kauf Dir was Ordentliches!!! Ist totaler Quatsch: z.B. hat mein Canon 100-400 L IS USM im direkten Vergleich gegen das 50-500er Sigma meines Kumpels ganz klar, was die Abbildungsleistung angeht, verloren!!! Wir haben beide eine 30D, haben nebeneinander die Stative aufgebaut und haben einen Schornstein in ca. 500m Entfernung, mit verschiedenen Blenden bei beiden auf 400mm fotografiert. Das Ergebnis war für mei L wirklich erschreckend: Wo bei mir die Fugen zwischen den Ziegeln nur verwaschen zu erkennen waren, konnte man beim Sigma sogar noch die Risse in den Fugen erkennen und ne Fliege, die zufälligerweise dort saß. Die Fliege war bei mir fast gar nicht zu erkennen...

@xinu: Also ich würde Dir auch zum 105er Sigma raten. Damit kommst Du schon gut aus dem Fluchbereich der meisten Insekten raus. Du wirst wirklich für jeden cm dankbar sein, den Du weiter weg kommst!!!!
Liebe Grüße

Olaf
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Beitragvon Stas » 8. Dez 2006, 22:44

@Olaf(digimakro.de):
was das Sigma angeht gebe ich dir vollkommen recht. Habe zwar selber ein Tamron Makro, aber laut diversen Tests ist das Sigma da gleichwertig. Bereits bei Offenblende sind die Bilder aus meiner 300d (und auch aus einer 350d) auf Pixelebene absolut scharf. Glaube nicht das Olympus da noch viel besser ist...
Beim 100-400 scheinst du einfach ein schlechtes Exemplar erwischt zu haben, die Serienstreuung ist bei diesem Objektiv ja leider ziemlich groß...

Viele Grüße,
S6anislav
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Beitragvon 01af » 9. Dez 2006, 17:59

Olaf 'digimakro.de' hat geschrieben:Also das Sigma als Billigoptik abzutun, ist ja wohl nicht so ganz richtig!

Ich hab's mir fast schon gedacht, daß irgend jemand diesen Einwand bringen wird. Das Sigma ist sicher nicht schlecht (wie ich bereits sagte) -- doch im Vergleich zu einem Digital Zuiko Macro ist es trotzdem (mind.) ein bis zwei Klassen darunter anzusiedeln.


Olaf 'digimakro.de' hat geschrieben:... z. B. hat mein Canon EF 100-400 L IS USM im direkten Vergleich gegen das 50-500er Sigma meines Kumpels ganz klar, was die Abbildungsleistung angeht, verloren!

Mag ja sein, daß dein Canon EF 100-400 einen Treffer hat. Oder daß das Sigma 50-500 DG deines Kumpels (das übrigens seit neuerem auch für das Vierdrittel-System zu haben ist) ein außergewöhnlich gutes Exemplar ist. Doch daraus eine verallgemeinerte Aussage abzuleiten, und das auch noch bezüglich eines ganz anderen Objektivmodells, ist schon sehr mutig.

Zugegeben -- meine Vorbehalte gegen Sigma sind auch nicht gerade hochdifferenziert. Aber meine diesbezüglichen Erfahrungen sind halt nicht die besten. Und das Digital Zuiko Macro 50 mm ist wirklich eine Klasse für sich.

Michi sollte aus dieser Diskussion mitnehmen, daß die Ansichten verschieden sind, daß es eine pauschal richtige oder pauschal falsche Ansicht nicht gibt, und daß er sich letzten Endes seine eigene Meinung wird bilden müssen ... am besten durch eigenhändiges Ausprobieren der in Frage kommenden Objektive.


'thomasD' hat geschrieben:Andererseits hat es nur einen Abbildungsmaßstab von 1:2, während das Sigma 1:1 hat. Das ist meines Erachtens schon wichtig.

Das Digital Zuiko kommt ebenfalls bis 1:1 -- und zwar mit dem 25-mm-Zwischenring. Der gehört nur nicht zum standardmäßigen Lieferumfang, sondern muß extra gekauft und bezahlt werden ... was ich ggf. auf keinen Fall versäumen würde. Das heißt, bei Preisvergleichen muß man stets den Preis für den Zwischenring mitrechnen. Damit wird das ohnehin nicht ganz billige 50er noch teurer ... aber eine Spitzenoptik kostet nun einmal mehr als irgendwas von Sigma.

-- auch Olaf
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Beitragvon 01af » 15. Dez 2006, 09:57

'thomasD' hat geschrieben:Zwischenringe gibt es für alle Objektive...

Klar. Aber nicht alle Objektive sind für den Betrieb mit Zwischenringen optimal geeignet. (Andererseits gilt natürlich: auch eine suboptimale Leistung kann in der Praxis gut genug sein.)


'thomasD' hat geschrieben:... ich selbst nutze die ja auch an meinem Minolta 50er Makro.

An welchem? Das AF Macro 50 mm mit Zwischenringen zu benutzen, wäre keine so gute Idee. Die Nicht-AF-Makro-50er hingegen sind für den Betrieb mit Zwischenring ausgelegt -- allerdings nur bis Maßstab 1:1. Geht man mit Zwischenringen länger als 25 mm auf Abbildungsmaßstäbe größer als 1:1, so läßt (in Normalstellung) die Abbildungsleistung sehr rasch empfindlich nach.


'thomasD' hat geschrieben:Gehe ich recht in der Annahme, dass das Zuiko in der Abbildungsleistung dann auch etwas nachlässt ...

Nein.


'thomasD' hat geschrieben:... oder ist das speziell aufeinander abgestimmt?

Ja. Jedenfalls bis zu einer Zwischenringlänge von max. 25 mm. Genau wie z. B. beim Minolta Macro Rokkor 50 mm auch.


'thomasD' hat geschrieben:Wie sieht der Qualitätsvergleich dann mit dem Sigma aus? Oder sollte man nicht beide Objetkive ohne Zwischenringe oder beide mit Zwischenringen vergleichen?

Das sollte man in der Tat nicht tun. Denn das 105er Sigma erreicht seinen Abbildungsmaßstab von 1:1 ohne Zubehör (dafür unter deutlicher Verkürzung der effektiven Brennweite), und für größere Maßstäbe ist es nicht (oder sagen wir: schlecht) geeignet. Die Frage lautet nicht: Zwischenring ja oder nein? Sondern die Frage lautet: Für welchen maximalen Abbildungsmaßstab ist das Objektiv ausgelegt?

Beide fraglichen Objektive sind -- wie fast alle Makroobjektive -- für max. 1:1 ausgelegt. Wie sie diesen maximalen Abbildungsmaßstab erreichen, spielt dabei keine Rolle. Zwingt man sie mit zusätzlichen Zwischenringen auf höhere Maßstäbe, so wird bei beiden die Leistung nachlassen (es sei denn, man bringt sie in Retrostellung -- und dann ist das 50er klar im Vorteil).

-- Olaf

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