Welches Objektiv für Nikon D3100 (günstig!!!)

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Thorndike
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Beitragvon Thorndike » 23. Aug 2012, 13:23

Es gibt aus meiner Sicht mehrere Möglichkeiten schnell nah an die Motive zu kommen:

- Nahlinse am Objektiv (etwa 15 EUR): Nicht berauschende Bildqualität aber um einmal reinzuschnuppern reichts.
- Achromat am Objektiv (etwa 60-100 EUR): Bessere Bildqualität, für hin und wieder durchaus geeignet.
- Makroobjektiv (z.B. das 40er Nikkor neu unter 300, nach oben kaum Grenzen): Beste Bildqualität

Nahlinse und Achromat sind wie eine Lesebrille für das Objektiv und verändern die Naheistellgrenze. Für dein Kitobjektiv kann es vermutlich auch etwas mit ein paar mehr Dioptrien sein. Häufiger werden die mit Tele verwendet.
Kurze Brennweite beim Objektiv bedeutet nahe herangehen. Hier bekommt man nicht nur Probleme mit Fluchtdistanzen sondern auch mit der Ausleuchtung.

Daneben gibt es noch weitere Wege (Zwischenringe, Balgengeräte, Mikroskop oder Retroadapter), damit würde ich aber nicht anfangen wollen.

Ich habe zum Üben einen Achromaten an einem 55-300 und bin mit den Bildern durchaus zufrieden. Jetzt das Geld für ein 105er Nikkor (eher Insektentauglich) zusammengekratzt.
Grüße und allseits sauberen Sensor!

Armin
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Beitragvon ede.duembel » 28. Aug 2012, 14:53

also ich würde dir entweder den Cosina Yogurtbecher vorschlagen, oder - eigentlich deutlich besser, aber an der Nikon D3100 nur ohne Belichtungsmessung zu benutzen (ist aber verschmerzbar und über Lifeview auch rantastbar) wäre das Micro Nikkor55 f3.5.

Die Cosina Variante heisst nicht umsonst Yogurtbecher, das Nikkor fasst sich hingegen toll an. Bei ersterem hast du aber die Längere Brennweite und meisst den 1:1 Achromaten mit dabei, bei letzerem eben "nur" 55mm und "nur" native 1:2 ABM.

gruss ede

PS: schau dich mal nach einem Stativ um.
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Beitragvon fossilhunter » 28. Aug 2012, 21:02

Hi Andrea !

Also ich bin auch ein Besitzer einer D3100 ! Betreffend Objektiv habe ich mir ein Tamron 90 mm geleistet. Ich bin mit den Ergebnissen auch durchaus zufrieden - du musst dir aber immer bewusst sein, dass dieD3100 keine SVA hat (leider).

Meine Erfahrung diesbezüglich ist daher, dass bei Annäherung an den ABM von 1:1 mit immer grösserer Bewegungsunschärfe (durch Erschütterung des Spiegels) zu rechnen ist ! Wobei ich aber auch gestehen muss, dass ich auch in diesem Bereich (1:1) schon qualitativ akzeptable Fotos erreicht habe. Warum das aber mal funktioniert und ein anderes mal nicht - kann ich dir leider nicht beanworten. Ich beschwere meist aber auch die Kamera mit einem "Beanbag" auf dem Stativ - mal hilfts mal nicht :-). Es spielen dabei auch sicherlich die Art des Untergrunds (Stein, Gras, Moos) eine Rolle und natürlich auch das verwendete Stativ - für mich (neben dem Einstellschlitten) die beste Investition.

lg

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Ich erteile dem Makro-Forum die Generalerlaubnis, meine im Forum geposteten Bilder - mit Info an mich und Vetorecht meinerseits - zu duplizieren und in der AG einzubauen.

Mehr Infos zu Naturschutz und Makrofotografie in der Steiermark siehe : naturschutz.kaphi.at
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Beitragvon Freddie » 29. Aug 2012, 08:56

Hallo Andrea,

ich würde an deiner Stelle ein Makroobjektiv kaufen. Im Bereich von 90-105mm gibt es einige gute Linsen.
Wenn dir die Preise von 350 bis 450 Euro zuviel sind, kannst du sie auch gebraucht für ca. 250 Euro erwerben.
Wenn dir das auch noch zuviel sein sollte, musst du wohl ganz darauf verzichten.
Meine Kritiken spiegeln nur meine persönliche Ansicht wider.
Sie sollen helfen, sind aber völlig unverbindlich und keinesfalls böse gemeint.
Alle hier von mir gezeigten Bilder dürfen ungefragt für die Artengalerie verwendet werden.
Liebe Grüße und allzeit Gut Licht, Friedhelm.

Hier könnt Ihr meine Homepage besuchen: http://freddies-makro-blog.blogspot.de/
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Beitragvon ede.duembel » 29. Aug 2012, 16:10

fossilhunter hat geschrieben:Meine Erfahrung diesbezüglich ist daher, dass bei Annäherung an den ABM von 1:1 mit immer grösserer Bewegungsunschärfe (durch Erschütterung des Spiegels) zu rechnen ist ! Wobei ich aber auch gestehen muss, dass ich auch in diesem Bereich (1:1) schon qualitativ akzeptable Fotos erreicht habe. Warum das aber mal funktioniert und ein anderes mal nicht - kann ich dir leider nicht beanworten. Ich beschwere meist aber auch die Kamera mit einem "Beanbag" auf dem Stativ - mal hilfts mal nicht :-). Es spielen dabei auch sicherlich die Art des Untergrunds (Stein, Gras, Moos) eine Rolle und natürlich auch das verwendete Stativ - für mich (neben dem Einstellschlitten) die beste Investition.

OT an: das ist am stärksten abhängig von der Belichtungszeit die du wählst. Aus dem Kopf raus ist der Spiegelschlag am stärksten bemerkbar in Bereichen von etwa 1/60s bis 2s. Wenn du kürzer belichtest hat es keine Zeit sich aufzuschwingen, wenn du länger belichtest schwingt die Kamera, aber das Licht welches in dieser Zeit auf den Sensor fällt wird von dem der verbleibenden Belichtung überdeckt. Daher fällt es nicht mehr so stark auf.

Natürlich ist das auch ein Unterschied ob du so ein Hama Gold "Stativ" unter der Kamera hast oder ein echtes und auch davon was du für eine Linse davor hast, sowie die Grösse des Spiegels. Aber aufpassen solltest du vor allem in diesem Belichtungsbereich. Manchmal hilft es mit der ISO ein wenig zu spielen um aus dem kritischen Bereich herauszukommen.

OT aus.

gruss ede

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