Tamron DI 3,5/180mm Makro

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Radomir Jakubowski
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Tamron DI 3,5/180mm Makro

Beitragvon Radomir Jakubowski » 3. Jun 2007, 21:24

Hi,
vorab, alle Aussagen sind mehr oder weniger subjektiv. ;)

Die Firma Tamron hat mir ein Testobjektiv zur verfügung gestellt, das Tamron DI 3,5/180mm Makro, welches ich nun über 2 Wochen im Einsatz hatte und nun ein wenig berichten werde.

Zur optischen leistung will ich eigentlich nix sagen, es ist so, dass alle heutigen Makros mehr oder weniger auf einem sehr hohen Niveau sind, sodass man hier nur messwerte ermitteln könnte, die ich nicht für interessant halte.

Verarbeitung:
Die Verarbeitung ist sehr ordentlich und lässt eigentlich kaum wünsche offen. Die Gegenlichtblende ist aus ordentlichem harten Plastik und am Objektiv selbst wechseln sich ein wenig Metall und Plastik ab. der MF Ring ist sehr griffig und breit und die Stativschelle ist auch in Ordnung, es ist jetzt keine so tolle Stativschelle wie von den alten L's wie Z.B. 2,8 300mm L non Is aber es lässt sich damit ordentlich arbeiten. die Stativschelle ist relativ hoch, aber immer noch nicht hoch genug um mit Batteriegriff ordentlich auf dem Einstellschlitten arbeiten zu können. Der Filterring vorne, war für mich relativ nutzlos, bzw. ich habe ihn nicht verwendet, aber gestört hat er auch nicht.

Handling:
das Objektiv ist wie ich finde relativ leicht, schon fast zu leicht, lässt sich aber ordentlich handhaben. Die Stativschelle sorgt auf dem Stativkopf für eine gute Gewichtsverteilung. Die Stativschelle klemmt gut und man kann bequem ins hochformat drehen. Der MF Ring ist breit und griffig und hat eine angenehme Massagewirkung, der MF ist insgesamt recht gut abgestimmt könnte aber für meinen geschmack etwas genauer sein. (in der Telemakroklasse ist nur das Canon 180mm L genauer vom MF, die anderen Fremdhersteller geben sich da nicht viel). Ein paar Probleme hatte ich hier und da die gegenlichtblende ordentlich verkehrtherum aufzusetzen.
der Arbeitsabstand beträgt von der gegenlichtblende zum Motiv bei 1:1 ca. 16cm und bei 1:3 ca. 47cm zum vergleich, das Tamron 90mm, das ich ohne Gegenlichtblende verwende, da die Linse weit hinten liegt, hat einen abstand bei 1:1 von ca. 10,5cm und bei 1:3 28,5cm. man gewinnt also schon ein stück Distanz zum Motiv. Würde man ohne Gegenlichtblende beim Tamron DI 3,5/180mm Makro arbeiten, so hätte man knapp 9,5cm mehr abstand. Man kann Z.b. die Heliopan Kurzteleblende ES 72 nehmen, damit hätte man eine Gegenlichtblende und ca.6-7cm mehr arbeitsabstend.

Hintergrundverhalten und Farbwiedergabe:
Das Tamron DI 3,5/180mm Makro liefert sehr kontrastreiche Bilder, die mir besser gefallen als vom Sigma 3,5 180mm und 2,8 150mm. (also von den Kontrasten und den Farben her) das Bokeh ist wirklich ausgezeichnet, selbst bei Blende 9 sind Lichtreflexe noch schön rund. (etwas ründer als Z.B. das Canon 2,8 100mm Makro USM bei F 2,8 ein rein subjektiver Wert) ich finde aber, dass der Hintergrund den man mit dem Tamron DI 3,5/180mm Makro erhält sehr angenehm ist. von der Tiefenschärfenwirkung gibt es einen riesen unterschied zwischen dem Tamron DI 3,5/180mm Makro und dem Sigma 150mm ich schätze ca. 1 Blende. einerseits ein vorteil, da der hintergrund noch ruhiger wird, andererseits muss man teilweise wesentlich weiter abblenden.

AF:
der Autofokus des Tamron DI 3,5/180mm Makro ist wirklich sehr langsam und erstaunlich laut (dafür dass man sich nix bewegen sieht), aber er trifft sein motiv meistens.

Insgesamt ein gelungenes Objektiv, das man weiterempfehlen kann.
Gruß Radomir
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Beitragvon Replicant » 3. Jun 2007, 22:04

hallo radu....

interessante informationen....danke das du sie hier, für die user und für die welche das objektiv näher interessiert, bereitgestellt gestellt hast.....
Radomir Jakubowski
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Beitragvon Radomir Jakubowski » 3. Jun 2007, 23:18

hab ganz vergessen, dass ich euch auch noch ein paar Bilder zum größenvergleich gemacht habe
von links nach rechts bei 1: 2,8 50mm makro 2,8 90mm makro 180er makro + Geli 100-400mm + Geli
einmal ausgefahren bei 1:1 bzw. 400mm und einmal eingefahren auf unendlich bzw. 100mm
und dann der größenvergleich zwischen 90mm 1:1 und 180mm 1:1 ohne Geli
nicht auf die quali achten ;)
Dateianhänge
grvergl1.jpg (164.98 KiB) 1823 mal betrachtet
grvergl1.jpg
grvergl2.jpg (178.78 KiB) 1830 mal betrachtet
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Gruß Radomir
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Beitragvon waso » 4. Jun 2007, 01:08

Hi Rado,

danke für Deinen interessanten Testbericht. Das 180er Tamron war ja bis vor wenigen Monaten noch mein Wunschmakro gewesen - bis ich mir dann doch das 150er Sigma gekauft habe.

Zwei Sachen fand ich besonders interessant.
Erstens sollte man sich das Tamron gegenüber dem 150er Sigma nicht kaufen um einen grösseren Arbeitsabstand zu bekommen - ausser man nutzt die Helioplan Gelis. Mit den Werksgelis sind es ca. 2cm Differenz, die kann man in der Realität wohl vernachlässigen, vor allem wenn man die Preisdifferenz berücksichtigt.
Zweitens fand ich bemerkenswert was Du über die DOF und den Vergleich zum 150er Sigma geschrieben hast. Wirklich 1 Blende?? Hast Du spasseshalber mal einen Vergleich zwischen Tamron 90/2,8 oder Canon 100/2,8 und Sigma 150/2,8 gemacht? Ich hätte nicht gedacht, dass die 30mm mehr BW soviel ausmachen, das müssten dann zur 100er Klasse noch mal Welten sein.

Gruss,

Wahrmut
http://www.wa-so.de
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Beitragvon Radomir Jakubowski » 4. Jun 2007, 10:18

waso hat geschrieben:Zweitens fand ich bemerkenswert was Du über die DOF und den Vergleich zum 150er Sigma geschrieben hast. Wirklich 1 Blende?? Hast Du spasseshalber mal einen Vergleich zwischen Tamron 90/2,8 oder Canon 100/2,8 und Sigma 150/2,8 gemacht? Ich hätte nicht gedacht, dass die 30mm mehr BW soviel ausmachen, das müssten dann zur 100er Klasse noch mal Welten sein.


also das ist ein subjektiver wert, der mir aber 2 mal auffiehl, einmal, als ich damals auf das 150er vom 180er umgestiegen bin und einmal als ich jetzt vom 150er mal zum testen auf das 180er umgestiegen bin. Beim Sigma war ich meistens mit Blenden von 9-11 unterwegs wenn ich Schärfentiefe wollte, ab und an mal auch 13 oder 14 und beim Tamron 180er hab ich viel mit 14-16 gearbeitet, ab und zu ma auch 18, für etwa die gleichen ergebnisse. Beim 150er benutze ich gerne F 5,6 beim 180er ging es meistens mit 7,1 ich schätze den unterschied in der Praxis mit 2/3-1 Blendenstufen ein.
ja, der sprung zu den 100er makros ist enorm, ich wunder mich immer wie ihr so weit abblenden könnt mit den 100ern, mit dem 90er benutze ich in der regel nicht mehr als F 5,6 ab und an mal F 7,1
Gruß Radomir
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Beitragvon Radomir Jakubowski » 4. Jun 2007, 10:18

Klabo hat geschrieben:hat jemand einen Tipp dazu?


ruf mal bei Tamron an, die sind da sehr nett.
Gruß Radomir
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Beitragvon Tommy Lehmann » 4. Jun 2007, 11:08

Klasse Infos, leider erlaubt mir mein Geldbeutel so ein Kauf nicht :-(

Ach von Sigma kann man sich zum Beispiel die Objektive für ne Woche mieten 8falls es wen interessiert)

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