Hallo allerseits,
da hier ja bereits einige sehr durchdachte und weit entwickelte Gerätschaften gezeigt wurden mit denen Stacks erstellt werden habe ich mir gedacht ich könnte einmal etwas einfaches zeigen. Für den Anfang und ohne große Investitionen habe ich mir mit etwas Holz und ein paar Metallwinkeln aus dem Baumarkt einen Makrostand gebaut.
Das Ergebnis kann sich zwar nicht mit anderen viel professionelleren Teilen messen aber ich habe die Hoffnung das ich so bis zu 5:1 einigermaßen brauchbare Ergebnisse erzielen kann. Ich erspare mir damit den ganzen Aufbau mit Stativ und Fototisch. Einfach die Kamera in die Wechselplatte einklinken und es kann los gehen.
Das Ganze besteht aus einer Holzplatte die auf ein paar Kufen steht. Diese sind mit Filzpuffern vom Tisch entkoppelt. Die Kamera ruht auf einem einfachen Makroschlitten der auf einem ausgeschnittenen Kantholz montiert ist. Das Objekt wird an einem Schwanenhals montiert der einigermaßen stabil und schwingungsfrei ist. Gerade ist da ein Holz geklemmt da mir anderes Material bei meinen Bastelarbeiten kaputt gegangen ist und ich noch nichts neues gefunden haben. Das Stacking mache ich manuell, bei meinen ABM brauche ich im Moment ja nur maximal 50 Bilder.
Ich hoffe damit denjenigen ein paar Anregungen zu geben erste Versuche machen wollen ohne große Mittel zu versenken. An der Beleuchtung arbeite ich noch, im Moment sind das 4 Schweden und dazu 2 Tageslichtlampen für die Umgebung. Im Hintergrund kann ich farbige Pappkartons aufstellen falls es das Motiv erfordert.
Stacking mit billigem Material aus dem Baumarkt
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Thorndike
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Stacking mit billigem Material aus dem Baumarkt
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Objektiv:
Belichtungszeit:
Blende:
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Beleuchtung:
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Beschnittsbetrag in % (Breite u. Höhe):
Stativ:
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Aufnahmedatum:
Region/Ort:
vorgefundener Lebensraum:
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kNB
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Grüße und allseits sauberen Sensor!
Armin
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Hallo Armin,
ein interessanter Aufbau. Ich verfolge genau wie Du den Gedanken, dass ein Makrostudio im Eigenbau den größten Reiz ausmacht.
Die Sache mit dem Holz ist gut, damit hast Du ein Material gewählt, da es nicht so viel Eigenschwingung erzeugt. Nur der Makroschlitten, besser gesagt der Vortrieb ist auch sehr entscheidend. Die Schritte müssen nicht unbedingt Gleichmäßig groß sein, aber dennoch fein genug. Du must bedenken, dass bei einem ca. 2mm langen Objekt auch mal rund 200 Bilder gemacht werden, d.h. 0,01mm Schritte.
Abhängig auch von der sich einstellenden Schärfentiefe.
Ich habe auch diese Schwedenlampen, (aufpassen mit den Augen). Ich habe mir einen Tunnel gebastelt. Zwei HT Rohre 108mm außen, ca. 5cm abgeschnitten, in einen Abstand voneinander auf Gewindestäbe montiert. Zwischen die HT Rohre kann ich Papier in verschiedenen "dicken" einrollen. Von außen kann ich dann meine Beleuchtung postieren und so eindrehen, dass keine störenden Reflexionen entstehen können. Bei deinem Aufbau kommt mir das Licht trotz Tüten evtl. etwas hart vor, muß man testen.
Vorallen Dingen habe ich vorher auch die Kamera bewegt. Dies geschieht jetzt nur noch zur justage. Ich bewege das Insekt oder Objekt zur Kamera. Der Schwanenhals zur Objektbefestigung könnte zu sehr schwingen, da er mir sehr lang vorkommt, aber das muß man ebenfalls testen. Das schöne ist man kann an einem eigens erstellten Studio immer wieder neue Ideen einbringen und umsetzen.
Ein Tipp noch: Kannst Du die Kamera an einen Monitor oder PC anschliessen? So hast Du alles besser im Blick und kannst besser Scharfstellen, als durch den Winkelsucher oder Kameramonitor.
Ich wünsche Dir gutes gelingen.
Gut Stack
Michael
ein interessanter Aufbau. Ich verfolge genau wie Du den Gedanken, dass ein Makrostudio im Eigenbau den größten Reiz ausmacht.
Die Sache mit dem Holz ist gut, damit hast Du ein Material gewählt, da es nicht so viel Eigenschwingung erzeugt. Nur der Makroschlitten, besser gesagt der Vortrieb ist auch sehr entscheidend. Die Schritte müssen nicht unbedingt Gleichmäßig groß sein, aber dennoch fein genug. Du must bedenken, dass bei einem ca. 2mm langen Objekt auch mal rund 200 Bilder gemacht werden, d.h. 0,01mm Schritte.
Abhängig auch von der sich einstellenden Schärfentiefe.
Ich habe auch diese Schwedenlampen, (aufpassen mit den Augen). Ich habe mir einen Tunnel gebastelt. Zwei HT Rohre 108mm außen, ca. 5cm abgeschnitten, in einen Abstand voneinander auf Gewindestäbe montiert. Zwischen die HT Rohre kann ich Papier in verschiedenen "dicken" einrollen. Von außen kann ich dann meine Beleuchtung postieren und so eindrehen, dass keine störenden Reflexionen entstehen können. Bei deinem Aufbau kommt mir das Licht trotz Tüten evtl. etwas hart vor, muß man testen.
Vorallen Dingen habe ich vorher auch die Kamera bewegt. Dies geschieht jetzt nur noch zur justage. Ich bewege das Insekt oder Objekt zur Kamera. Der Schwanenhals zur Objektbefestigung könnte zu sehr schwingen, da er mir sehr lang vorkommt, aber das muß man ebenfalls testen. Das schöne ist man kann an einem eigens erstellten Studio immer wieder neue Ideen einbringen und umsetzen.
Ein Tipp noch: Kannst Du die Kamera an einen Monitor oder PC anschliessen? So hast Du alles besser im Blick und kannst besser Scharfstellen, als durch den Winkelsucher oder Kameramonitor.
Ich wünsche Dir gutes gelingen.
Gut Stack
Michael
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Thorndike
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Hallo,
danke für die Rückmeldung. Den Schwanenhals habe ich mit absicht ausgewählt da es sich um ein stabiles Exemplar handelt das eigentlich nicht schwingt. Das Bewegen der Kamera ist erst einmal ein erster Schritt, mit richtiger Einstellung der Friktion komme ich da zumindest in die Größenordnung knapp unter 0,1mm. Später kann ich den Aufbau immer noch zur Grobeinstellung verwenden. Für die Zukunft denke ich auch darüber nach das Objekt zu bewegen. Ich habe da einen Kreuztisch mit Feintrieb und Einstellempfindlichkeit von 1µm erworben aber es fehlt mir noch die passende Idee zur Höhenanpassung.
Wie gesagt, an der Beleuchtung bin ich noch am Basteln. Meine nächste Idee sind ein paar Leimzwingen an Winkeln zu verschrauben um damit einen Papiertunnel aufspannen zu können. Da muss ich aber erst einmal messen und einige Versuche machen bevor ich etwas neues verschraube.
danke für die Rückmeldung. Den Schwanenhals habe ich mit absicht ausgewählt da es sich um ein stabiles Exemplar handelt das eigentlich nicht schwingt. Das Bewegen der Kamera ist erst einmal ein erster Schritt, mit richtiger Einstellung der Friktion komme ich da zumindest in die Größenordnung knapp unter 0,1mm. Später kann ich den Aufbau immer noch zur Grobeinstellung verwenden. Für die Zukunft denke ich auch darüber nach das Objekt zu bewegen. Ich habe da einen Kreuztisch mit Feintrieb und Einstellempfindlichkeit von 1µm erworben aber es fehlt mir noch die passende Idee zur Höhenanpassung.
Wie gesagt, an der Beleuchtung bin ich noch am Basteln. Meine nächste Idee sind ein paar Leimzwingen an Winkeln zu verschrauben um damit einen Papiertunnel aufspannen zu können. Da muss ich aber erst einmal messen und einige Versuche machen bevor ich etwas neues verschraube.
Grüße und allseits sauberen Sensor!
Armin
Armin
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eRPe
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- Vorname: Reiner
Hallo Armin,
es geht auch mit einfachen Mitteln,
wobei eine genaue Führung der Zustellbewegung
schon erforderlich ist.
Den Schwanenhals sehe ich auch als nicht so
optimal an, weil er recht nachgiebig ist und ein
Positionieren und Ausrichten des Motivs damit
zur Geduldsprobe werden kann. Hinsichtlich der Schwingungen
musst Du halt sehen, ob sich da etwas von außen auf den Aufbau
überträgt. Kannst ja mal ein Glas Wasser hinstellen
Die Lampen würde ich so nah wie möglich ums Motiv anordnen,
um die Belichtungszeiten kurz zu halten. Es sollte genügen,
nur um das Motiv einen Diffusor zu basteln. Dabei kann man
auch verschiedene Materialien ausprobieren.
Gruß
Reiner
es geht auch mit einfachen Mitteln,
wobei eine genaue Führung der Zustellbewegung
schon erforderlich ist.
Den Schwanenhals sehe ich auch als nicht so
optimal an, weil er recht nachgiebig ist und ein
Positionieren und Ausrichten des Motivs damit
zur Geduldsprobe werden kann. Hinsichtlich der Schwingungen
musst Du halt sehen, ob sich da etwas von außen auf den Aufbau
überträgt. Kannst ja mal ein Glas Wasser hinstellen
Die Lampen würde ich so nah wie möglich ums Motiv anordnen,
um die Belichtungszeiten kurz zu halten. Es sollte genügen,
nur um das Motiv einen Diffusor zu basteln. Dabei kann man
auch verschiedene Materialien ausprobieren.
Gruß
Reiner
- rincewind
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Thorndike
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Hallo allerseits,
um die aufgekommen Fragen zu beantworten:
1. Das Objektiv ist nicht spezielles. Ein Satz Zwischenringe, Retroadapter, Step-Down Ring und ein 28mm Rokkor retro. Darauf dann dank eines Tipps aus dem Forum ein Rückendeckel mit Loch um Streulicht zu blocken.
2. Kosten:
Holz: 15,-
Schrauben und Winkel: 10,-
Makro Schlitten: 25,-
Schwananhals mit Fuß: 10,-
Am Schwierigsten war eine passende 1/4" Schraube zu bekommen um den Schlitten am Winkel zu verschrauben. Die gibt es leider nicht in meinem Baumarkt.
Die Werkzeuge hatte ich sowieso alle hier und der Zusammenbau hat auch nicht lange gedauert. Maximal 1h.
um die aufgekommen Fragen zu beantworten:
1. Das Objektiv ist nicht spezielles. Ein Satz Zwischenringe, Retroadapter, Step-Down Ring und ein 28mm Rokkor retro. Darauf dann dank eines Tipps aus dem Forum ein Rückendeckel mit Loch um Streulicht zu blocken.
2. Kosten:
Holz: 15,-
Schrauben und Winkel: 10,-
Makro Schlitten: 25,-
Schwananhals mit Fuß: 10,-
Am Schwierigsten war eine passende 1/4" Schraube zu bekommen um den Schlitten am Winkel zu verschrauben. Die gibt es leider nicht in meinem Baumarkt.
Die Werkzeuge hatte ich sowieso alle hier und der Zusammenbau hat auch nicht lange gedauert. Maximal 1h.
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Beleuchtung:
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Armin
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