Unvollständige Metamorphose bei Heuschrecken

Viele Lebewesen müssen sich häuten oder gar eine Metamorphose durchlaufen, um wachsen zu können und ihr endgültiges Fortpflanzungsstadium zu erreichen. Während einige im Laufe ihrer Entwicklung ihr Aussehen nur graduell verändern (unvollständige Metamorphose, Häutung), wird bei einer vollständigen Metamorphose die Körperorganisation von Grund auf neu strukturiert. Einige Beispiele für diesen empfindlichen Lebensabschnitt sammeln wir hier.

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Unvollständige Metamorphose bei Heuschrecken

Beitragvon Artengalerie » 18. Jul 2017, 22:00

Entomologen unterscheiden zwei Prinzipien der körperlichen Umgestaltung: Das eine nennen sie unvollkommene, das andere vollkommene Metamorphose. Das sagt allerdings nichts über das Endprodukt aus - das ist immer ein erwachsenes und und geschlechtsreifes Tier, sondern nur über die innere und äußere Ähnlichkeit zwischen Larve und Imago. Sehen große Junge schon so aus wie kleine Alte, wird die Verwandlung eine unvollkommene genannt oder auch Hemimetabolie.
Laubheuschrecken machen 5 - 7 Larvenstadien durch, deren Dauer von Ernährungszustand und Umgebungstemperatur abhängig sein kann. Je satter und wärmer, desto schneller. Als Larve können sie zwar schon in die Luft springen, aber nicht fliegen. In den beiden vorletzten Stadien zeigen sich deutliche Ansätze von Flügeln, die aber erst funktionsfähig sind, wenn sich die Larve das letzte Mal gehäutet hat und Imago geworden ist.


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Beitragvon Artengalerie » 18. Jul 2017, 22:01

Eichenschrecke befreit die langen Fühler

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Beitragvon Artengalerie » 18. Jul 2017, 22:03

Eichenschrecke fast gehäutet

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Beitragvon Artengalerie » 18. Jul 2017, 22:05

Eichenschrecke befreit unter der Exuvie

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Beitragvon Artengalerie » 18. Jul 2017, 22:20

Heuschrecken haben eine unvollkommene Metamorphose. Vom ersten Larvenstadium bis zum adulten Insekt verändern sie ihre Gestalt nur geringfügig, im Prinzip beziehen sich die Änderungen auf die Proportionen und die Ausbildung von Flügeln bei geflügelten Arten.
Inger schreibt:

Userbeitrag von Inger D.-G.:
"Am Kaiserstuhl konnte ich dieses Jahr 1 Stunde lang die Häutung des Grünen Heupferds beobachten.
Es war ein unwahrscheinlich schönes Glücksgefühl, diese Momente festhalten zu können.

Das Grüne Heupferd (Tettigonia viridissima), auch Großes Heupferd oder Großes Grünes Heupferd genannt, ist eine der größten in Mitteleuropa vorkommenden Langfühlerschrecken aus der Familie der Laubheuschrecken (Tettigoniidae).
Die Tiere werden 28 bis 36 Millimeter (Männchen) bzw. 32 bis 42 Millimeter (Weibchen) lang .
Besiedelt werden beispielsweise neben Trockenrasen, Brachen und sonnigen Weg- und Waldrändern auch Gärten und landwirtschaftlich genutzte Flächen.
Das Grüne Heupferd ernährt sich sowohl während seiner Entwicklung als auch als adultes Tier hauptsächlich räuberisch von verschiedenen Insekten und deren Larven und auch von schwachen und verletzten Artgenossen. Darüber hinaus fressen sie an einer Vielzahl verschiedener Pflanzen, wobei weiche, krautige Pflanzen bevorzugt werden. Die Tiere können mit ihren voll entwickelten Flügeln hervorragend fliegen.
Die Weibchen legen 200 bis 600 ihre Eier einzeln oder in kleinen Gruppen in den Boden, bevorzugt in Grünland ab. Diese sind etwa 5,3 mal 1,5 Millimeter groß und dunkelbraun gefärbt. Die Embryonalentwicklung im Ei dauert zwischen 1,5 und maximal fünf Jahren.
Die Larven durchleben sieben Stadien bis zur Häutung zum adulten Tier."

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Beitragvon Artengalerie » 18. Jul 2017, 22:21

Das Heupferd hängt unter seiner Exuvie

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Beitragvon Artengalerie » 18. Jul 2017, 22:22

Flügel des Heupferdes werden ausgebreitet

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Beitragvon Artengalerie » 18. Jul 2017, 22:24

Heupferd: Fast geschafft

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Beitragvon Artengalerie » 18. Jul 2017, 22:26

Heupferd: Phase der Austrocknung

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Beitragvon Artengalerie » 18. Jul 2017, 22:40

Diese Aufnahme zeigt wie sich eine Heuschrecke (vermutlich Pholidoptera griseoaptera) gerade häutet. Ein sehr labiles Gebilde. Bei den Laubheuschrecken gibt es zwischen 5 und 7 Larvenstadien.

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