Hainsimse (Luzula)

Mikrofotografie: * ABM >5:1 bis 80:1 * in der Regel Indoorfotografie. Zusätzl. Lichtschrankenfotografie
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Guppy
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Hainsimse (Luzula)

Beitragvon Guppy » 26. Apr 2016, 17:20

Hallo
Ich habe eine platonische Phase und zeige deshalb, Kraut und Rüben.
Im Folgenden Bild ist es ein blühendes Gras.
Man bewahre mich davon es zu bestimmen, das wäre was für Spezialisten.

Kamera: Nikon D810
Objektiv: Rodenstock APO Rodagon 1:2.8, f = 50mm
Belichtungszeit: Blitz
Blende: 5.6
ISO: 64
Beleuchtung: 3 Blitzgeräte
Aufnahmedateiformat (RAW/JPG): RAW
Beschnittsbetrag in % (Breite u. Hoehe): 10, 5
Artenname: Hainsimse (Luzula)
Abbildungsmasstab: 1:1
sonstiges: Stack aus 116 Aufnahmen im Abstand von 0.08mm
03753_Gras_1zu1.JPG (169.84 KiB) 838 mal betrachtet
03753_Gras_1zu1.JPG


Ausschnitt 1200x687 Pixel aus Original
03753_Ausschnitt_1200x687.JPG (376.4 KiB) 838 mal betrachtet
03753_Ausschnitt_1200x687.JPG


Kurt
Zuletzt geändert von Guppy am 27. Apr 2016, 10:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon makrosucht » 27. Apr 2016, 05:31

Hi Kurt,

ich bin im bestimmen eine Niete.

Deine Platonische Phase gefällt mir,
Du solltest öfters Gras Stacken, wenn
dabei so ein schönes Bild heraus kommt. :)

Der Schwarze HG passt, hier wieder
wie die Faust aufs Auge...

Sehr schön.... :DH: :DH:
Cheeeeeers....Alex :-)

https://www.facebook.com/alex.ruehl.makrosucht]FB- http://www.fotocommunity.de/fotograf/alex-ruehl/1553042]FC -=https://www.flickr.com/photos/112194837@N03/]Flickr
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Beitragvon Carina » 27. Apr 2016, 07:24

Hallo Kurt,

das scheint mir eine Art der Gattung Luzula (Hainsimse) zu sein.
Hier zeigst Du beeindruckende Bilder dieser Pflanze.
Gefällt mir richtig gut!
Liebe Grüße

Carina
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Beitragvon Josch13 » 27. Apr 2016, 08:01

Hallo Kurt

Das ist ein schönes Grasblütenbild.
Vor allem freut es mich, dass du wieder eine 100% Ansicht mit eingestellt hast, denn sonst könnte man die feine Auflösung des Rodenstock APO Rodagon 1:2.8, f = 50mm gar nicht würdigen.
Stimmt die Angabe zum Stackabstand 0,08 mm?

Gruß Jochen
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Beitragvon Hans.h » 27. Apr 2016, 10:08

Hallo Kurt,

Ich werde auch immer platonischer.. :mosking:
Mittlerweile hab´ich so ziemlich alle Insekten hier durch und die Retusche derselben,nervt mich im Moment extrem.
Also,her mit Kraut und Rüben...
Deine Grasblüte ist ein Beispiel,wie interessant solche unscheinbaren Pflänzchen doch sein können,wenn man sie
aus der Nähe betrachtet.Die 100% Ansicht,zeigt wieder eine tolle Auflösung und jede Menge Details.
Was mir nicht so gefällt,ist der Verlauf der Details ins Dunkle,im oberen Motivbereich.
Ist aber reine Ansichtssache...
Ein schönes,interessantes Pflänzchen,daß man viel zu oft einfach übersieht.

Gruß Hans. :)
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Grasblüte

Beitragvon Guppy » 27. Apr 2016, 10:24

Hallo Carina
Vielen Dank für die Bestimmung, ich bin so frei und ergänze entsprechend die Überschrift.

Ja, Jochen,
die Weite der Stackschritte beträgt die wenigen 0.08mm. Es ist einfach machbar und der Stack wird dadurch etwas klarer.

Wie Hans richtig bemerkt, sind die Blütenspitzen etwas dunkler.
Es ist von mir ein kläglicher Versuch etwas an Tiefenwirkung zu gewinnen.
So erfolgreich, dass ich es in Zukunft lassen werde.

Über den Anklang des Bildes bin ich etwas überrascht.
Denn Gras ist nicht speziell spektakulär.

Kurt
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Hainsimse (Luzula)

Beitragvon Josch13 » 28. Apr 2016, 06:58

Hallo Kurt

Jetzt bin ich ein wenig ratlos.
Von dir habe ich gelernt, dass man wenigstens 2 Bilder innerhalb der Tiefenschärfe machen sollte, mehr wäre besser, außer bei besonders tiefen Stacks.
Dein Bild hat etwas mehr als ein Bild innerhalb der Tiefenschärfe, und du schreibst, es wird dadurch klarer.
Wie kann das sein?
Der Stack ist ja nicht besonders tief, und wie würde das Bild ausehen, wenn du 3 Bilder innerhalb der Tiefenschärfe machen würdest?
Ich bitte um Aufklärung.

Gruß Jochen
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Hainsimse (Luzula)

Beitragvon Guppy » 28. Apr 2016, 11:29

Hallo Jochen
Die Schärfentiefe, einst Tiefenschärfe im Bereich von 10:1 bis 100:1 berechne ich nur nach der Apertur, nach der Formel λ / NA x NA.
Für die Lichtwellenlänge nehme ich ein mittlerer Wert (Grün) von 0.00055mm also 550nm. So berechnen die Mikroskopiker die Schärfentiefe ihrer Mikroskop Objektive.
Mitutoyo versteht unter Schärfentiefe, nicht den ganzen Bereich vom Grenzwert zum Punkt der höchsten Auflösung und bis zum anderen Grenzwert, sondern vom Punkt der höchsten Auflösung zum einen Grenzwert.
Die Schärfentiefe bei Mitutoyo ist deshalb halb so gross wie mit der Formel λ / NA x NA berechnet.
Betrachtet man den Verlauf der Kurve der Schärfentiefe, bemerkt man, dass sie in Bereich 10:1 bis 100:1 entsprechend dieser Kurve linear verläuft und somit diese Rechenweise in etwa angebracht ist.
Im Bereich der verkleinernden Fotografie verläuft die Änderung der Schärfentiefe ebenfalls etwa linear, aber in einer anderen Steilheit.
Zwischen 1:1 und 10:1, vor allem im Bereich 2:1 bis 5:1 macht die Kurve einen Knick, von steilem Verlauf zu einem flachen Verlauf.
Würde die Kurve hier den Knick nicht machen und somit weitershin steil abfallen, dann würde die Kurve zwischen 2:1 und 3:1 bei Null Schärfentiefe enden.
Im Bereich von 1:1 bis 10:1 werden die Lupenobjektive ZEISS Luminar mit ihrer besten Abbildungsleistung eingesetzt und Zeiss liefert dazu eine Formel zur Berechnung der Schärfentiefe.
2 x Zerstreukreis x Blende x (Abbildungsmasstab + 1) / Abbildungsmassstab im Quadrat.
In Excel richtet man sich das z.B. folgendermassen ein:
A1 = Zerstreukreis (0.02)
A2 = Blende (5.6)
A3 = Abbildungsmassstab (1), "1:1 = 1, 10:1 = 10, 1:10 = 0.1"
Die Excel Formel lautet dann:
=2*A1*A2*(A3+1)/(A3*A3)
Das Ergebnis ist diesem Falle: 0.448mm

Bei 10:1 treffen sich die beiden Rechenweisen in etwa beim gleichen Wert.
Somit 1:1 bis 10:1 nach der Formel von Zeiss für Luminare.
Von 10:1 bis 100:1 nur nach Apertur, λ / NA x NA.

3 Bilder innerhalb der so berechneten Schärfentiefe sind genügend. Fertigt man doppelt so viele an, also 6 Bilder innerhalb der Schärfentiefe, werden die Bilder etwas klarer.
Zu betonen ist: Die Auflösung ist nicht höher, aber die Bilder wirken sauberer und klarer.

Nach jahrelangem Hin und Her und Vergleichen der Bilder mit unterschiedlich grossen Stackschritten IN DER PRAXIS,
habe ich mich überwunden, diese Art der Berechnung als angebracht zu erachten.

Mein Bild ist mit Blende 5.6 und einem Abbildungsmassstab von 1:1. Nach der Zeiss Luminar Rechenweise beträgt die Schärfentiefe etwa 0.448mm.
Stackschritte von 0.08mm bedeuten somit 5.6 Bilder innerhalb der Schärfentiefe und das sind viele Bilder innerhalb der Schärfentiefe.

In meinem PDF (http://www.kurtwirz.ch/Focus_Stacking_PDF.pdf) habe ich am Ende unter Tabellen und Formeln (bei der jetzigen Version) auf Seite 167 alles pfannenfertig in Tabellen aufgelistet.

Kurt
Zuletzt geändert von Guppy am 28. Apr 2016, 11:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Hainsimse (Luzula)

Beitragvon Harmonie » 28. Apr 2016, 12:08

Hallo Kurt,

die Hainsimspe ist ja so schon schön anzusehen......aber in dieser klasse Detailansicht, sieht noch mal so gut aus.
Die Aufnahme hat sich gelohnt.

LG
Christine
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An dieser Stelle einen ganz herzlichen Dank an all die User, die meinen Bildern
Beachtung, Aufmerksamkeit und Kommentare schenken.
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--- Alle hier von mir gezeigten Bilder dürfen ungefragt für die Artengalerie verwendet werden. ---
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Hainsimse (Luzula)

Beitragvon Josch13 » 28. Apr 2016, 13:36

Hallo Kurt

Vielen Dank für deine ausführliche Erklärung, ich bin froh, dass du dich so intensiev mit der Problematik beschäftigt hast, und dein Wissen weitergibst.
Das bedeutet, das ich in den kleinen ABMs viel zu kleine Schritte gemacht.
Ich habe die Stackschritte für die ABM 1:1 - 10:1 auch nach der Apertur gerechnet, und das war dann wohl falsch.
Morgen werde ich mich damit beschäftigen, wie groß die Unterschiede der beiden Rechenarten ist.
Bedeuten die Werte für die Größe der Stackschritte, in der Tabelle auf Seite 167, 3 Bilder innerhalb der Schärfentiefe?

Nochmal vielen Dank und Gruß
Jochen

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