Eine Woche voller Schrecken.....(edit: 2. neue Art)

Interessante Beobachtungen aus dem Leben unserer Makromotive oder unserer Naturmotive mit dokumentarischem Charakter
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Petra L
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Beitragvon Petra L » 14. Aug 2010, 22:53

Hi Jürgen,

dass Du hier einer der engagiertesten Biologie-Kenner bist,
das weiss hier glaube ich mittlerweile jeder.

Dass Du all Deine Artenkenntnisse auch noch in supertollen
Bildern dokumentieren kannst, das tut schon fast weh, so gut
ist es.

Dass Du so dermassen gut Freihand foten kannst (mittlerweile :D ), das ist
fast schon eine Frechheit.

Und dass Du mehr als 50 Schrecken-Arten finden kannst binnen kaum
einer Woche - nun, das setzt dem allen die Krone auf.

Dass Du hier in jeglichen Belangen ausser Konkurrenz läufst,
das muss ich glaube ich nicht erwähnen.

Supertolle Bilder und mehr als informative Beschreibungen dazu.

Ich zieh meinen Hut, Jürgen.
Und... Dankeschön!


Netten Gruss
Petra
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Beitragvon Goldauge » 15. Aug 2010, 16:47

hier sind ja die Schrecken los letzthin.......
super Doku - kann mich Petra nur anschließen..... die bekommt aber auch noch ihr Lob weg :D
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Beitragvon Ayana » 15. Aug 2010, 17:16

Hallo Jürgen,

vielen Dank für die interessante Doku und den tollen Fotos.

LG
Angelika
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Beitragvon Thorsten » 16. Aug 2010, 09:28

Hallo Jürgen,

gratuliere zu den mehr als zeigbaren, gelungenen Fotos der Heideschrecke!
Die wohl widrigen Umstände sieht man nicht! Ein wenig erstaunt war ich über den Lebensraum, der mich kaum an 'Heiden' erinnert, die ich so kenne.

Wenn Du erlaubst ergänze ich Deine Doku mit frischem Material vom Wochenende.
Leider habe ich kein entsprechend gelungenen Fotos, könnte hier aber mal den Gesang vorführen.

Der Gesang erinnert an das Große Grüne Heupferd, auf ein wenig Distanz auch an den Feldschwirl:
Gampsocleis glabra - Heideschrecke - Gesang
(Video, wmv)

Und zu Doku-Zwecken noch die Erzeugung des Gesangs, der, wie bei allen Laubheuschrecken durch Reiben der beiden Vorderflügel, an deren Basis das Stridulationsorgan sitzt, erzeugt wird. Die Bewegung ist sehr schnell und bleibt dem menschlichen Auge ansonsten verborgen:
Gampsocleis glabra - Heideschrecke - Stridulation
(Video, wmv - ohne Ton, Aufnahme mit 300 Bilder/s)

Ich hoffe die Videos lassen sich überall abspielen - wenn nicht, bitte Bescheid geben! Ich übe noch die internettaugliche Verarbeitung (komplizierte Sache...), so ist die Qualität hier jetzt leider auch bescheiden, die Dateien, aber immerhin vergleichsweise klein...

Falls nicht gewünscht kann ich es auch wieder 'raushauen', denn letztlich ist dieses ja ein Fotoforum und kein Videoforum ;-)

Ich bin schon gespannt auf die nächsten 'Leckerbissen'! :-)
Grüße, Thorsten
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Beitragvon Held » 16. Aug 2010, 09:51

Hallo Thorsten,

danke für die informativen Videos. Vor allem die Zeitlupe beeindruckt mich. Schade ist aber, dass du hier kein Stativ verwendet hast(verwenden konntest?). Bei Bewegtbild fällt das nochmal weit mehr ist Gewicht als bei Stand.

Und warum der Gesang der Heideschrecke immer mit dem des Grünen Heupferdes verglichen wird bleibt mir völlig rätselhaft. Nun habe ich sie noch nicht live erleben können. Aber alle Aufnahmen, die ich bisher hörte, auch deine, lassen eine sehr durchgehende Lautfolge hören, die fast nur noch als einheitliches Surren wahrgenommen wird während bei Tettigonia viridissima immer klar durch hörbare Pausen abgesetzte akzentuierte Laute erzeugt werden. Für mich ist der Vergleich mit Roesel´s Beisschrecke scheinbar viel sinnvoller, wo die Struktur des Gesanges fast identisch zu glabra ist aber die Klangfarbe bei glabra härter ist und die Frequenz wohl tiefer liegt.
Grüße, Marcus


Wenn ihr mehr über eure Motive wissen wollt, dann schaut doch mal in die Artengalerie!
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Beitragvon StefH » 16. Aug 2010, 10:00

Das ist ja irre! Danke fürs zeigen!
Viele Grüße von Stefanie
Olympus OMD und Panasonic G6 mit m.zuiko 60/2.8 und Olympus Stylus1 mit Raynox DCR-150/250 und MSN-202

http://stefanie-hamm.de/
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Beitragvon Goldauge » 16. Aug 2010, 10:21

die Videos finde ich eine prima Ergänzung! :D
(btw - warum eigentlich nicht??)
den Vergleich mit einem Feldschwirl kann ich übrigens nachvollziehen - wenn auch die Tonquali nicht soooo toll ist... :wink:
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Beitragvon Thorsten » 16. Aug 2010, 20:25

Hallo Jürgen (nochmal),

Sorry... ein wenig mehr "off-topic" - in gewisser Weise - Das Dokumentarische halte ich aber besonders prädestiniert für 'Mitmach-Threads'.... Ich wiederhole: Ich kann's auch löschen, so nicht erwünscht - oder besser: Abspalten ins Arten-Tak :-)

Ich wollte nämlich gerne auf Marcus antworten, und zwar:

Hallo Marcus, :-)
Du hast vollkommen Recht! Einerseits, was die "Wackel-Dackel-Aufnahmen" (ohne Stativ) angeht - nicht gut, und waren auch mehr für mich alleine als "Belege" gedacht, weniger fürs Zeigen....
Andererseits auch damit, dass der oft genommene Vergleich zum Grünen Heupferd beim Gesang ein wenig 'hinkt'...
Wie der Zufall es so will, habe ich doch beide von Dir angesprochenen Arten (Heupferd und Roesel) auch gerade verwackelt aufgenommen.

Für den direkten Vergleich der Gesänge, hier auch noch verlinkt (die Bild- und Tonqualität bitte ich zu entschuldigen...):

Tettigonia viridissima - Grünes Heupferd - Gesang
und
Metrioptera roeseli - Roesels Beißschrecke - Gesang

Die Heideschrecke liegt in der Geschwindigkeit der Stridulationstöne irgendwie dazwischen. Auch hier habe ich Highspeed-Aufnahmen, die noch einen gravierenden Unterschied verdeutlichen können: Beim Grünen Heupferd handelt es sich um "Doppeltöne" in Reihe, bei RoeselsBeißschrecke und der Heideschrecke um regelmäßige Einzeltöne. In sofern ist es 'stimmig' ;-), dass Roesel ähnlicher ist. Ich vermute aber, dass die sogenannte "Ähnlichkeit" des Heideschrecken-Gesang zum Heupferd v.a. daraus resultiert, dass nicht geübte Ohren meist mit dem Heupferd eher vertraut sind, und eher an jenes denken, als an Roesel oder eine andere, eher weniger bekannte Heuschrecke.

Hier die Videos mit 300 Bilder/s (wo "Wackeln" nicht so auffällt :-)):

Tettigonia viridissima - Grünes Heupferd - Stridulation - Deutlich langsamer als die Heideschrecke und mit "Doppelton".

Metrioptera roeseli - Roesels Beißschrecke - Stridulation - Wesentlich schneller als die Heudeschrecke, aber ebenfalls gleichmäßig.

Grüße, Thorsten
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Beitragvon Held » 16. Aug 2010, 20:46

Hallo Thorsten,

danke für die Ergänzungen. Die Videos sind mit der Casio gemacht, oder? Ich muss sagen sie gefallen mir sehr gut, machen sie doch unsichtbares sichtbar in beachtlicher Bildqualität. Ein optischer Bat-Detektor ;).
Bei den Gesängen der Schrecken ist es halt wie mit allem, Trainingssache. Wenn ich auf Schreckentour bin nehme ich fast nur noch akustisch wahr. Umso besser das du das Thema hier auch mal auf den Plan bringst. Wäre eventuell wirklich mal ein "eigenes" Thema wert.
Grüße, Marcus


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Sebastian Sczepanski
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Beitragvon Sebastian Sczepanski » 16. Aug 2010, 21:01

Glückwunsch Jürgen! Ich durfte die Art ja letztes Jahr in der Lüneburger Heide fotografieren. Tolle Tiere.

@Thorsten: Für mich sind das auch zu laute roeselii. ;-) Schön das Du die auch gefunden hast. Wäre gerne nochmal dort gewesen.


LG
Sebastian

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