Bild 1:
Der Namensteil "Gerandet" ist der Tatsache geschuldet, dass die adulten Tiere als einzige Zeichnung helle Segmentränder besitzen, ansonsten sind sie nur dunkel gefärbt.
Marginata lebt vor allem in Laubwäldern in der Bodenstreu oder unter der Rinde von Totholz. Dort ernährt er sich saprophag, von toter organischer Substanz. Die Tiere, die vom Habitus sehr stark an Asseln erinnern können rund 4 Jahre alt werden. Gegenüber Rollasseln mit 7 Paar Laufbeinen haben Saftkugler 17 Paar Laufbeine, außerdem sind die Körpersegmente bei Glomeris wesentlich gleichmäßiger gestaltet, vor allem am unteren Körperrand.
Bild 2:
Die Saftkugler haben ähnlich wie die Rollasseln als Abwehr - und Schutzmechanismus das Einrollen und die Bildung einer "Körperkugel" entwickelt. Ähnlich wie bei Igeln ist somit der unempfindliche Teil des Körpers vollständig nach aussen, dem Angreifer entgegengerichtet.
Diese Einrollbewegung kann sehr schnell ablaufen, bei meinem Bild ist trotz Blitz eine (denke ich) Bewegungsunschärfe zu sehen.
Bild 3.
Die finale Kugel ist nun ein echter Chitinpanzer, der den ganzen Körper umhüllt und die empfindlichere Unterseite schützt. Zwischen den Segmentgrenzen sondert das Tier bei starker Störung noch kleine Tröpfchen mit einem Wehrsekret aus, das Fressfeinde abhalten soll. Daher rührt der Name "Saftkugler" der ganzen Familie. Zudem ist ja die ganze Gruppe der Tausendfüßer für den Einsatz solcher chemischer Waffen bekannt. Auf meinem Bild sind solche Tröpfchen nicht zu erkennen, meine Störung war da viel zu gering. Derartige Maßnahmen kosten auch viel Energie und werden nur bei stärkerer Bedrohung riskiert.
Bild 4 und 5.
Hier sieht man nun noch ein juveniles Tier der Art, dass sich von den ausgewachsenen Exemplaren durch eine viel hellere Färbung unterscheidet. Zudem haben sie charakteristisches gelbliches Fleckenmuster.
LG Jürgen
Die Bilder können gerne bei Bedarf für unser neues Forum "Wirbellose ohne Insekten und Spinnentiere" unbürokratisch verwendet werden




ist mein Maximum bei einer Rückmeldung.




