Kupplungsring, was gilt es zu beachten?

Balgengeräte, Zwischenringe, Nahlinsen etc.
didi
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Beitragvon didi » 23. Nov 2014, 01:38

Hallo Roland,

erst mal sollten die Gewinde des Kupplungsringes zu den ausgewählten Objektiven passen.
Der Schärfebereich ist beim Abbildungsmasstäbe grösser als 1:1 sehr gering. Um überhaupt ein scharfes Abbild auf den Monitor zu bekommen, mußt du deine Kamera-Objektiv-Kombination ganz langsam in Richtung des Aufnahme-Objektes verschieben. Am Besten geht das mit einem Einstellschlitten. Freihand sind solche Aufnahmen nicht machbar, weil du mit dem kleinsten Wackler sofort wieder aus dem Schärfebereich kommst.

Zu deinen Fragen:
Ist DX retro an FX-Objektiv kein Problem?
So lange du nicht auf Vollformat fotografierst, kein Problem.

Welche Blende von welchem Objektiv gilt? Ich denke beide zusammen?
Die Blende stellst du an dem Kamera-Objektiv ein. Am vorgesetzten Objektiv wird die Blende voll geöffnet.

Wie kann man überhaupt die Blende am Retro-Objektiv setzen?
An der Kamera die gewünschte Blende einstellen, dann die Abblendtaste drücken und das Objektiv bei gedrückter Abblendtaste von der Kamera entfernen. Das sollte bei den meisten Kameras so funktionieren.
Bei den Nikon-G-Objektiven geht das Verstellen der Blende aber auch durch Fixieren des Blendenhebels auf der Bajonettseite. Diesen Blendenhebel kannst du im Schlitz mit den Fingern verschieben und so deine gewünschte Blende einstellen. Damit der Hebel nicht von der Feder zurück gezogen wird, steckst du ein kleines Stück Pappe in den Schlitz und blockierst so den Blendenhebel in dieser Stellung.
Professioneller geht das mit einem Nikon-G-Adapter, der einen Ring zum Verstellen der Blende hat.

Mit welchem Objektiv fokussiert man?
Mit dem Kameraseitigen. Das umgekehrte Objektiv wirkt wie eine Vorsatzlinse.

Besser ein 50mm Festbrennweite als ein 10-20mm Weitwinkel als Retro?
Im allgemeinen ist eine Festbrennweite immer besser. Aber auch mit einem Zoom kann man brauchbare Ergebnisse erzielen. Einfach ausprobieren!
Gruß, Uwe
didi
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Beitragvon didi » 23. Nov 2014, 19:11

Hallo Roland,

so einen Adapter hatte ich im Blick. Allerdings habe ich nicht an einen für Nikon-G-Objektive auf Canon EOS gedacht.

Der Objektivadapter für Nikon-G-Objektive auf Canon EOS Kameras hat einen großen Vorteil vor anderen G-Adaptern: er verlängert das umgekehrte Nikon Objektiv kaum! Er ist somit sehr gut für deinen Einsatzzweck geeignet!

Ein Nikon-G-Adapter auf mFT(Olympus) ist z.B. ca. 32 mm lang. Damit wird der freie Arbeitsabstand zwischen Objektiv-Ende und dem Aufnahme-Objekt um rund 25 mm kürzer! Also nicht empfehlenswert.
Diesen Adapter könnte man direkt hinter dem Einstellring absägen. Der abgesägte Adapter hätte dann neben dem Blenden-Einstellring die Funktion einer 10 mm langen (bzw. kurzen) Sonnenblende. Und den zusätzlichen Nutzen, dass die frei liegenden und reflektierenden Teile des Objektiv-Bajonetts verdeckt und geschützt werden!

Mit dem Adapter für Nikon-G-Objektive auf Canon EOS Kameras kannst du dir diese Arbeit sparen.
Nur die glänzenden Metallteile im Inneren des Adapters solltest du schwärzen, weil sonst unerwünschte Reflexe entstehen können.

Wegen des Gefummels mit dem Festklemmen des Objektivhebels: mit einem passend geschnitzen Gummistückchen geht das Fixieren des Blendenhebels recht einfach!
Gruß, Uwe

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