Rodagon Vergrößerungsobjektive zum Stacken?

Balgengeräte, Zwischenringe, Nahlinsen etc.
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Rodagon Vergrößerungsobjektive zum Stacken?

Beitragvon ManniB » 10. Dez 2012, 21:31

Guten Abend,

hat jemand Erfahrungen mit der Verwendung von Rodagon Vergrößerungsobjektiven beim Stacken gesammelt?

Gibt es da eventuell Besonderheiten zu beachten?

Für ein paar Infos wäre ich dankbar.


Gruß

Manfred
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Beitragvon eRPe » 10. Dez 2012, 21:51

Hallo Manfred,

schmeiß mal in diesem Forum die Suche an,
wüsste jetzt nicht, warum die nicht geeignet sein sollten,
hängt auch vom max. ABM ab.
Was hast Du denn vor :)

Gruß
Reiner
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Beitragvon ManniB » 10. Dez 2012, 22:09

Hallo Reiner,

ich experimentiere mit einem Stackaufbau und bin dabei vor allem mit "Noname" Mikroskopobjektiven ganz schnell an qualitative Grenzen in Bezug auf die Schärfe gestoßen. In Bezug auf den ABM wollte ich nicht zu hoch hinaus und auch keine 600 € für ein Objektiv ausgeben. Das Einzige was im Moment brauchbare Ergebnisse erzielt ist ein reverses Konica Hexanon AR 40/1,8 bis max. 5:1. Bis 10 oder 15:1 würde ich schon noch gehen wollen. Auf der Suche nach weiteren Objektiven bin ich nun öfter auf Rodagon Objektive gestoßen, ohne aber konkrete Erfahrungen herauszufinden.

Deshalb eben meine Anfrage nun hier im Forum. Mit meinem grottenschlechten englisch Kenntnissen habe ich in entsprechenden Foren wenig Erfolg.

Gruß
Manfred
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Beitragvon eRPe » 10. Dez 2012, 22:27

Hallo Manfred,

die Rodagone sind bestimmt optisch top,
aber eben auch nicht gerade preiswert, zumindest neu.

Eine Übersicht der Vergrößerungsobjektive:
http://www.macrolenses.de/objektive.php?lang

Ansonsten sind höherwertige Mikroskopobjektive
wie die Nikon M Plan sicher auch für Deine Ansprüche geeignet.

Gruß
Reiner
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Beitragvon Guppy » 10. Dez 2012, 23:19

Hallo Manfred
Ein 40mm oder Weitwinkel Objekt in retro Stellung, vor allem bei
starker Vergrösserung nutzt nur einen sehr kleinen Ausschnitt des
abgebildeten Bildes auf der Filmebene, du hast dadurch keine
optischen Randprobleme, aber auch nur eine stark reduzierte Auflösung.
Der stärkere Auszug bewirkt eine stärkere Vergrösserung,
die aber nicht mehr Details zeigt, es geht in Richtung leere Vergrösserung!
Selbst bei Mikroskop Objektiven steigt die Auflösung nicht
linear mit der Vergrössrung an, z.B. bei Mikroskop Objektiven ist die Auflösung, bei:
10X = 1000 LP/mm
20x = 1400 LP/mm
50X = 2500 LP/mm
Um optimale Bilder (viel Details) zu erhalten, muss ein Objektiv verwendet werden,
das für den jeweiligen Abbildungsmassstab gebaut ist.

Für Versuche und wenn man sich noch nicht sicher ist,
ob man sein Geld in Objektive verlochen will, ist die
Retrostellung eine preisgünstige Lösung.

Gut Licht

Kurt
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Beitragvon Herbert_R » 11. Dez 2012, 12:57

Hallo Manfred ,

Kurt hat ja schon sehr gut beschrieben, worauf es ankommt. Ich hätte da noch einen Tip, sehr preiswert an gute Objektive mit hoher Auflösung zu kommen. Schau dir mal mein Flohbild an : http://www.makro-forum.de/ftopic78569.html
Es ist mit einem alten Objektiv gemacht, das eigentlich an eine Normal8 Schmalfilmkamera gehört. Das Aufnahmeformat der Filmkamera betrug 4,9x3,6mm, und dementsprechend hoch musste die Auflösung des Objektivs sein, um überhaupt ein brauchbares Bild zu bekommen.
Montiert wird das natürlich in Retrostellung und der Nachteil ist der sehr geringe Aufnahmeabstand.
Das Optimale für deine Zwecke wären aber sicherlich gute Mikroskopobjektive oder die bekannten Lupenobjektive wie z.B. Luminare oder Photare.

Grüße, Herbert
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Re: Rodagon Vergrößerungsobjektive zum Stacken?

Beitragvon HCS » 11. Dez 2012, 17:11

ManniB hat geschrieben:Guten Abend,

hat jemand Erfahrungen mit der Verwendung von Rodagon Vergrößerungsobjektiven beim Stacken gesammelt?

Gibt es da eventuell Besonderheiten zu beachten?

Für ein paar Infos wäre ich dankbar.

Gruß

Manfred

Hallo Manfred,
ich benutze regelmäßig ein Apo-Rodagon als Aufnahmeobjektiv für Makros, vorher hatte ich ein Componon-S. Ein sechslinsiges EL-Nikkor 2,8/50, das optisch den anderen sehr ähnelt, habe ich auch zum Stacken verwendet. Alle diese Objektive sind hervorragend für Makros und natürlich auch zum Stacken geeignet. Viel zu beachten gibt es nicht, sofern man sie richtig einsetzt. D.h., in der Originalstellung für Abbildungsmaßstäbe zwischen 1:2 und 1:10, umgekehrt für Vergrößerungen von 2:1 bis 10:1. Allerdings sollte man den Lichteintritt für die Skalenbeleuchtung abkleben.
Nur im Bereich um 1:1 sind sie nicht ganz optimal. Ob das allerdings auffällt, ist die Frage. Für höchste Ansprüche in diesem Bereich gibt es die symmetrischen Apo-Rodagone D oder die Symmare.
Während die "Normal-Rodagone" nicht mehr teuer sind, kosten die Apos noch richtig Geld. Aber insgesamt gibt es von 1:10 bis 10:1 kaum was besseres als VG-Objektive, wobei es nicht unbedingt ein Rodagon sein muß.
Grüße
Christian


www.natur-foto-technik.de
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Beitragvon ManniB » 11. Dez 2012, 20:17

Hallo zusammen,

vielen Dank für Eure Tipps und Hinweise. Ich hatte ja auch eigentlich vor (zunächst?) mit Objektiven in Retro-Stellung weitere Erfahrungen zu sammeln und meinen Aufbau weiter zu testen. Da sind die Tipps natürlich recht hilfreich. Und das man einen Floh mit einem alten 8mm Scherben stacken kann, nun man lernt eben nie aus.

Nochmals Danke und einen schönen Abend.

Gruß
Manfred
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Beitragvon Herbert_R » 11. Dez 2012, 22:03

Hallo nochmal,

ich möchte nur noch zu bedenken geben, dass Du bei einer Brennweite von 50mm und einem angestrebten Abbildungsmaßstab von 10:1 immerhin eine Auszugsverlängerung durch Balgengerät oder Zwischenringe von 500mm benötigst. Bei den sicherlich sehr guten Vergrößerungsobjektiven wäre da vielleicht z.B. ein kurzbrennweitiges M-Componon mit 28mm günstiger.

Grüße, Herbert
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Beitragvon eRPe » 17. Dez 2012, 12:44

Hallo Ulrich,

die M Plan s haben ein RMS-Gewinde,
das ist irgendso ein zölliges Maß.
Nikon auf RMS, das geht wohl nur mir Maßanfertigung,
einfach mal googeln,
es geht auch Nikon -> M42, M42 -> RMS,
letztere Adapter gibts z.B. bei thorlabs, rugifit..
oder eben in der Bucht, dort schwimmen
auch die M Plan herum.

Gruß
Reiner

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