Das Problem ist aus, daß die 250D oder die 500D die Mängel der +10-Linse auch nicht verbessern
2 NAHLINSEN- SINNVOLL?
- StefH
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.... dann hängst du aber mit deiner Kamera direkt auf dem Objekt drauf
Weil der Abstand müßte doch so schon bei ca. 10cm liegen?? Und mit mehr Dioprien wird der Abstand noch geringer.
Das Problem ist aus, daß die 250D oder die 500D die Mängel der +10-Linse auch nicht verbessern
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Viele Grüße von Stefanie
Olympus OMD und Panasonic G6 mit m.zuiko 60/2.8 und Olympus Stylus1 mit Raynox DCR-150/250 und MSN-202
http://stefanie-hamm.de/
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01af
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Re: Zwei Nahlinsen -- sinnvoll?
'@@@makrotisiert@@@' hat geschrieben:Ich fotografiere ja mit meiner EOS 400D und Makrolinse +10. [...] ob sich der Einsatz einer weiteren Nahlinse lohnen würde, hab da an die Canon 500D oder 250D gedacht, denn dann hätte ich wohl mehr Tiefenschärfe und gleichzeitig die Abbildungsvergrößerung von der +10-dpt-Linse.
Es ist sehr sinnvoll, mehrere verschiedene Nahlinsen zu besitzen. Es ist in der Regel weniger sinnvoll, mehrere Nahlinsen zugleich aufs Objektiv zu schrauben ... und wenn man's doch tut (weil keine andere Möglichkeit bei der Hand ist), dann nicht in Verbindung mit so einer +10-dpt-Makrolinse.
Die Vorsatzachromate Canon 500D (+2 dpt) und 250D (+4 dpt) sind äußerst hochwertige Nahlinsen, die um ein oder zwei Klassen bessere Ergebnisse ergeben werden als so eine obskure "Makrolinse". Zur Not lassen sie sich auch zugleich einsetzen; das ergibt +6 dpt bei immer noch halbwegs guter Bildqualität. Dafür kosten sie auch mehr als die +10-dpt-Linse, und sie liefern eine geringere Vergrößerung. Aus der geringeren Vergrößerung folgt eine größere Schärfentiefe.
Schärfentiefe hängt von Aufnahmeformat, Abbildungsmaßstab und Blende ab. Dabei ist es ganz egal, auf welche Weise der jeweilige Abbildungsmaßstab erzielt wird. Nahlinse, Zwischenring oder Makroobjektiv, lange oder kurze Brennweite -- egal, mit einer gegebenen Kamera wird im Nahbereich bei gleicher Blende und gleichem Abbildungsmaßstab die Schärfentiefe immer dieselbe sein. Um die Schärfentiefe zu vergrößern, mußt du weiter abblenden, oder den Abbildungsmaßstab verringern, oder das Aufnahmeformat verkleinern (d. h. eine andere Kamera mit kleinerem Sensor verwenden). Jede dieser Maßnahmen zieht allerdings gewisse Nebeneffekte nach sich, die nicht immer wünschenswert sind ...
-- Olaf
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Die 250D liefert eine Vergrößerung die um den Faktor 2,5 kleiner ist als die der +10-Linse. Dafür ist der Abstand, den du mit der Linse einhalten mußt, um die 25cm.
Darf ich dich noch mal fragen, welches Objektiv du hast? Schreib's doch einfach in die Signatur, dann sieht man es immer
Weil ich fotografiere mit einer Kompaktkamera. Da stimmt es daß ich bei der selben Größe des Objekts im Sucher mit +6 Dioptrien eine höhere Tiefenschärfe bekomme als bei +4 Dioptrien, weil ich weniger ins Tele zoomen muß. Allerdings muß ich dafür auch näher ran ans Objekt und spätestens bei Insekten wird das schwierig! Viele sind schon weg, wenn ich mich mit der 250 D anschleichen will. Da nehme ich dann die 500D, mit der habe ich einen Abstand von 50 cm.
Darf ich dich noch mal fragen, welches Objektiv du hast? Schreib's doch einfach in die Signatur, dann sieht man es immer
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Anja '@@@makrotisiert@@@' hat geschrieben:Die 250D ergibt also 'nen Maßstab von 1:2 ...
Wie kommst du zu diesem Schluß?
Stefanie 'StefH' hat geschrieben:Die 250D liefert eine Vergrößerung, die um den Faktor 2,5 kleiner ist als die der +10-dpt-Linse.
Genau so ist es. Dafür ist der freie Abstand 2,5mal so groß.
Stefanie 'StefH' hat geschrieben:Da stimmt es, daß ich bei derselben Größe des Objekts im Sucher mit +6 Dioptrien eine höhere Tiefenschärfe bekomme als bei +4 Dioptrien, weil ich weniger ins Tele zoomen muß.
Das stimmt nicht! Ich hatte es doch gerade eben noch erklärt! Bei derselben Abbildungsgröße bekommst du auch dieselbe Schärfentiefe -- egal, auf welche Weise du diese Größe erzielst.
Stefanie 'StefH' hat geschrieben:Viele sind schon weg, wenn ich mich mit der 250D anschleichen will. Da nehme ich dann die 500D, mit der habe ich einen Abstand von 50 cm.
Richtig, der Abstand verdoppelt sich -- aber dafür erhältst du auch nur die halbe Vergrößerung (bei gleicher Brennweiteneinstellung).
-- Olaf
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@@@makrotisiert@@@ hat geschrieben:Das ist keine Schlussfolgerung von mir, sondern habe ich hier im Forum mal gelesen.
Schade, daß du dir den Zusammenhang nicht gemerkt hattest. Im allgemeinen trifft das nämlich nicht oder höchstens zufällig zu. Denn der maximal erreichbare Abbildungsmaßstab ist keine Eigenschaft der Nahlinse, sondern eine der Kombination von Nahlinse und Objektiv; er ist abhängig von der Stärke der Nahlinse sowie der Brennweite, der Nahgrenze und der Bauart des Obektives. Das heißt, für ein und dieselbe Nahlinse ergibt sich mit jedem Objektiv ein anderer maximaler Abbildungsmaßstab.
Das Canon EF-S 18-55 mm hat eine Nahgrenze von 0,28 m, nicht wahr? Das ist für 55 mm Brennweite eine ungewöhnlich kurze Nahgrenze -- für ein Nicht-Makro-Objektiv jedenfalls. Somit könnte es tatsächlich hinkommen, daß die Nahlinse 250D an diesem Objektiv bei 55 mm bis ungefähr 1:2 reicht, sofern sich bauartabhängig die Brennweite bei Einstellung kurzer Distanzen nicht allzu sehr verkürzt. Bei Einstellung auf unendlich solltest auf ungefähr 1:4,5 - 1:4 kommen, und bei kürzeren Brennweiten entsprechend weniger. Bei Einsatz der 250D auf anderen Objektiven ergeben sich andere Abbildungsmaßstäbe ... bei einem festbrennweitigen 50-mm-Standardobjektiv zum Beispiel ungefähr 1:5 bis 1:3.
Für Abbildungsmaßstäbe bis etwa 1:3 oder 1:2 sind Nahlinsen -- erst recht achromatische -- auf Nicht-Makro-Objektiven eine sehr gute Lösung. Viel größere Maßstäbe aber sollte man mit Nahlinsen nicht anstreben, weil dann die Abbildungsleistung stark nachlassen wird. Man erzielte höchstens in der Bildmitte eine allenfalls brauchbare Schärfe, die zum Rande immer stärker abfallen wird. Das mag für manche Motive grad so noch ausreichen, ist auf Dauer aber unbefriedigend. Etwa ab 1:2 ist ein richtiges Makroobjektiv fällig.
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Anja '@@@makrotisiert@@@' hat geschrieben:Bedeutet also, wenn ich das richtig verstanden hab, dass ich mein Objektiv auf 18 mm lassen soll und nicht mehr einstellen darf, um ungefähr 1:2 zu kriegen!?
Nein, das bedeutet es nicht. Soviel Begriffsvermögen macht mich sprachlos -- oder trollst du? So oder so, ich geb's auf ...
Anja '@@@makrotisiert@@@' hat geschrieben:Dann eignen sich wohl auch besonders Ultra-Weitwinkel, ich liebäugele sowieso schon mit dem Canon 10-22 mm.
Ein ausgezeichnetes Objektiv. Aber nicht für Makro-Anwendungen.
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