@All: Ich danke Euch:-)
@Alex (und für Manni zum Mitelesen): Das Hochstrecken der Beine gehört nicht zur allgemeinen Strategie der heimischen Raubfliegen. Ich frage mich, woher du diese Info bezogen hast. Raubfliegen lauern für gewöhnlich recht exponiert auf ihren Ansitzen, damit sie einen guten Überblick behalten und hindernisfrei ihren blitzartigen Angriffsflug auf ihre Beute starten können. Das sind vorzugsweise fliegende Insekten, wie Fliegen, Blattwespen, Schlupfwespen, Käfer, Kleine Schmetterlinge, Artgenossen und schreckenartige Tiere. Molobratia teutonus ist die einzigst mir bekannte heimische Asilidae, die das Hochstrecken der Vorderbeine (manchmal ist es nur ein einzelnes Bein) in ihrem Verhaltensrepertoire hat. Welche Strategie dahinter steckt, ist meines Wissens nach noch nicht erforscht. Ich hielt genau wegen dieser arttypischen und für Raubfliegen a-typischen Eigenart, schon Rücksprache mit Danny Wolff - einem bekannten Raubfliegenexperten. Hummeln z.b. strecken ihre Beine in Ruheposition schon mal ganz gerne weg vom Körper. Dieses Verhalten gehört zu Abwehr,- und Verteidigungsstrategie, wenn ein potentieller Feind ihr wörtlich, zu nah auf dem Pelz rückt. Diese schließe ich bei Molobratia teutonus fast schon aus, weil ich mehrere Species aus sicherer Distanz beobachtete, die mit hochgestreckten Armen in der Krautschicht verweilten. Es mag sein, dass es bei ihr tatsächlich etwas mit einer Fangstrategie zu tun hat. Doch das wurde und ist noch nirgends beschrieben.
Darf ich fragen, wo du die 'Kleine Wolfsfliege' schon gesehen hast? Muss keine 100% exakte Angabe sein
