Hallo Markus,
das Bild ist klasse und Glückwunsch, dass sich deine viele Arbeit mal wieder bezahlt gemacht hat.
ich erhoffe mir überall/allgemein mehr Resonanz/Interesse, wenn Raritäten gezeigt werden
Über diesen Satz habe ich länger gegrübelt, und sehe es eigentlich auch so. Wenn man bewusst ein bestimmtes Motiv ablichten möchte, über dieses Informationen einholt und dann in ganz bestimmten Habitaten danach sucht, steckt in dem Bild einfach enorm viel mehr Arbeit und Zeitaufwand als bei jemandem, der einen "gewöhnlichen" Bläuling in seinem Garten fotografiert.
Es macht natürlich Sinn, wenn die Mehrarbeit durch entsprechend mehr Resonanz gewürdigt wird, aber diese Medaille hat auch eine zweite Seite.
Wenn Raritäten per
se mehr Feedback einbringen, werden auch mehr und mehr Fotografen diese ansteuer. Bei der steigenden Anzahl an Fotografen steckt ein gewisses Gefahrenpotential dahinter (siehe das von dir angesprochene Thema der Fotografen-Wanderheuschrecke, die nur die "geilen Motive" abgrasen möchte, ohne etwas dafür zu tun). Das ist absolut keine Kritik an dir, nur grundsätzliche Gedanken, die mir aufgrund deines Satzes durch den Kopf gehen und die Frage, ob man/wir durch das zeigen von Raritäten und das Erhoffen von mehr Resonanz für diese nicht auch das ungewollte, unbedachte Verhalten anderer Fotografen schüren?
Sorry, das dies jetzt unter deinem Bild landet, da gehört sicher keine Grudnsatzdiskussion hin, wollte diesen Gedanken aber auch nicht verlieren...

AGARD - Arbeitsgemeinschaft Amphibien- und Reptilienschutz in Dortmund e.V.
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