rotfrüchtige Säulenflechte - cladonia macilenta 3

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Gabi Buschmann
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Beitragvon Gabi Buschmann » 19. Sep 2015, 11:24

Hallo, Werner,

du hast da eine sehr sehenswerte Serie dieser interessanten
Flechtenart gemacht. Sie ist nicht leicht ins Bild zu bannen. Ich
finde es klasse, dass du in dieser Serie versuchst, Bezüge zum Umfeld
herzustellen. Du erzeugst damit im Bild eine Spannung, die mit der
singulären Darstellung nicht zu erreichen wäre. Außerdem kann man
erahnen, in welch karger Landschaft diese Flechte wächst. In den
ersten drei Bildern ist es der Bezug zu der anderen Flechtenart rechts
im Bild, der mir im ersten Bild am besten gefällt. Da kommt auch noch
eine gute Portion Struktur mit ins Bild, aber nicht so kräftig wie im
dritten.
Die beiden folgenden Bilder zeigen, dass da noch weitere Flechten
wachsen und stellen hierzu Bezüge her. Das letzte Bild gefällt mir von
der Gesamtwirkung her besonders gut, der dünenartige
Landschaftscharakter, der ganz viel Weite ins Bild bringt, sieht super
aus.

@ Klaus
Ich spüre so viel Groll und Emotion in deinen Beiträgen. Es tut mir
sehr leid, wenn dich Werner oder auch ich evtl. unbeabsichtigt so
verletzt haben sollten, dass du heute noch deshalb einen Stachel
verspürst. Aber vielleicht ist es ja jetzt möglich, das loszulassen.
Liebe Grüße Gabi
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SunTravel
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Beitragvon SunTravel » 19. Sep 2015, 15:07

Hi Werner,

wir haben ja auch schon Meinungsverschiedenheiten ausgefochten.

Einen Stachel oder eine persönliche Verletzung habe ich dabei nie gespürt.

Ich sehe auch keinen Grund dafür eine Diskussion ob ein Bild gut/schlecht oder galeriewürdig ist
persönlich zu nehmen.

@Klaus

Meinungen und Geschmäcker ändern sich, also alte Kamellen als Referenz aufzuwärmen bringt nix,
höflich bleiben oder wenigsten nicht persönlich verletzend zu werden bringt immer was ;-)

Gruß

Uwe
Wer kritisch Bilder löscht, steigert die durchschnittliche Qualität seiner Bildersammlung

Die Größe des Weltalls wird nur durch die Größe der menschlichen Dummheit übertroffen
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Beitragvon Corela » 19. Sep 2015, 16:02

Hallo Werner,

deine kleine Serie ist für mich aus ganz verschiedenen Richtungen sehr interessant.
Fototechnische finde ich es spannend bei dir miterleben zu dürfen,
wie sich eine Makro-Reise im Leben entwickelt, dass du immer wieder Lieblingsobjekte findest denen du dich aus
verschiedenen Richtungen näherst.
In diesem Fall beeindruckt mich dich Vielfalt, die ein so kleines Objekt bieten kann.
In Bild 1 störte mich anfangs der scharfe Bereich rechts,
bei jedem Draufschauen, empfinde ich das weniger.
Aber er lenkt doch irgendwie ab.
Ich mag iM Bilder, die ich mir häufiger ansehe, zu denen ich mir näher Gedanken mache.
Über die Auswirkungen der verschiedenen Linsen mit ihren verschiedenen Bokeh auf ein Bild habe ich mir bisher auch zu
wenig Gedanken gemacht. Das ist ein weiterer Asopekt, der mir an deiner Reihe gefällt.
Den menschlichen Aspekt möchte ich ebenfalls erwähnen, wie lange Kritikpunkte in den Köpfen bleibt. Ich konnte deine
Kritik immer annehmen und habe mich nie dadurch verletzt gefühlt, sondern daraus gelernt.

@Klaus und Ronny ich hoffe, dass ihr irgendwann über einer Bildkritik stehen könnt, die schon lange her ist
lG
Conny


- hinfallen - aufstehen - Krönchen richten - weitergehen -

„Die Abende im Garten sind so schön, daß ich mich nicht entschließen konnte, mich an den Schreibtisch zu setzen“ – Max Liebermann, 1911.
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Beitragvon Peter Schmitz » 19. Sep 2015, 16:02

Mir geht es wie den meisten Anderen wohl auch.

Solche Kommentare von Klaus sind unsachlich und verletzend.
Die will ich hier nicht lesen und sie gehören nicht in eine Bildbesprechung.

Bei aller, manchmal auch sehr heftiger Kritik, die hier an Fotos geübt wird ist immer der solidarische Aspekt im
Vordergrund, der dem Fotografen/in helfen kann, besser zu werden und die Kritik zu überdenken.

Persönliche Anfeindung hat damit nichts, aber auch gar nichts zu tun.
Schöne Grüße aus Hildesheim

Peter



Freunde sind wie Sterne. Man sieht sie nicht immer, aber sie sind immer da.
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Beitragvon Nikonudo » 19. Sep 2015, 19:08

Hallo Werner,

also ich konzentriere mich mal nur auf das erste Bild.
Das finde ich durchweg sehr gelungen.
Eine minimalistische Abbildung mit
einem wunderschönen HG und einer
guten Bildgestaltung. Ich hätte nur links
noch so 1 cm weg genommen, dann wäre es
für mich Perfekt.


LG Udo
Meine Fotos werden nie perfekt sein. Aber wenn ich ein Foto zeige, dann gefällt es MIR.
Internet: https://www.mikrofoto.org
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rincewind
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Beitragvon rincewind » 20. Sep 2015, 13:22

Hallo Werner,

Vergleiche ist die ersten 3 Bilder gefällt mir das Erste am besten. Wobei das
Dritte wohl Teil der Blendenreihe ist, es aber hinsichtlich Bildschnitt und
Farben nicht wirklich mit den andern beiden vergleichbar ist. Beim ersten bildet
für mich die Säulenflechte auf Grund ihrer Farb und Schärfepräsenz besser den
Gegenpol zu dem Objekt im VG. Auch hat für mich hier die Strukturierung des HG
genau das richtige Ausmaß. Beim vierten ist für mich der Schärfeschwerpunkt des
Bildes mit der linken Flechte etwas zu nah an den Bildrand gerückt. Das
Panacolarbild ist farblich und strukturell interessant, jedoch fehlt mir
persönlich hier die Schärfe auf der Flechte, da die Unschärfe hier für mich
keine offensichtliche Bildaussage beinhaltet.

@ Klaus,

Du scheinst zu verwechseln, das es hier um eine Bildbesprechung geht und nicht
um die Besprechung einer Person.
Wenn Du letzteres tun möchtest solltest Du dies nicht in einer Bildbesprechnung
verstecken.
Wenn Du dich nicht in der Lage siehst Bild und Person zu trennen solltest Du
insgesamt von Besprechungen Abstand nehmen.
Für mein Empfinden ist Dein Beitrag keine Bildbesprechung sondern eine
Grenzüberschreitung und zwar unabhängig davon wen sie betrifft.

LG Silvio
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Beitragvon MakroMarkus » 20. Sep 2015, 21:43

Hallo Werner,

bei Deinen Bildern habe ich das Gefühl, ich bin noch nicht "soweit". Es kommt mir vor wie abstrakte
Malerei...da habe ich auch eine Weile gebraucht, um damit etwas anfangen zu können. Ich fände es total spannend, wenn Du
selbst mal schreiben würdest, was Du Dir dabei genau gedacht hast. Immerhin bin ich mir sicher, dass Du Dir dabei etwas
gedacht hast :-)

Viele Grüße,
Markus

P.S. Erzählt die Serie vielleicht eine Geschichte? Ist es vielleicht kein typisches "Such Dir das Beste
raus", sondern das wandernde, sich zum Schluss ausbreitende Gelb, die zwischenzeitlich auftauchenden
"Freunde", das in der Unschärfe Verschwinden am Schluss...steht das in einem Zusammenhang???
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Beitragvon Werner Buschmann » 20. Sep 2015, 22:27

Hallo Markus,

Danke, dass Du Dich so mit den Bildern auseinandersetzt.

Die von Dir vermutete Bildergeschichte hat mich überzeugt,
ehrlich, aber ich habe sie so nicht gesehen.

Habe ich mir etwas dabei gedacht, beim Fotografieren?
Nein, dh. ich habe es nicht gedanklich vorgeplant.

Beim Fotografieren staune ich darüber, was ich mit Hilfe der Kamera sehe, entdecke,
bei solchen Bildern mehr als bei dem typischen Insektenbild.
Ich bin also mit der Kamera auf einer Entdeckungsreise, die auch überraschendes
bereit hält. Dass ich mir vor dem Drücken des Auslöseknopfes dann
gestalterische und fototechnische Gedanken mache, ist klar.

Entwickele ich Interpretationsbilder beim Betrachten, Ja, die wollte
ich Euch aber nicht aufdrängen, das habe ich früher oft gemacht.

Für mich sind diese Landschaftsmakros eine eigene Welt.
Ich komme mir vor wie ein Astronaut, der eine unbekannte
teils schöne, teils unbestimmt gefährliche und überraschende Welt
betritt.

Ich versuche dies möglichst spannend wiederzugeben.

Für mich sind das insofern Bilder einer Traumwelt, interpretationsoffen
und eine Einladung zum Teilen.

Dass da nicht jeder mitgehen kann ist für mich vollkommen in Ordnung.

--------------------------------------------------------------------------------------------------------

Habe heute wieder diese Säulenflechten besucht, habe nur an einem Motiv
gearbeitet, und habe auf die Mauereidechsen verzichtet, die bei Sonne sich
auf dem Schiefer sonnten.

Habe wieder eine aufregende und faszinierende Szene gefunden, einfacher als
die hier gezeigte, werde sie wieder zeigen, einfach deshalb, weil ich mir keinen
fotografischen Augenkorb vor meine Augen hängen will, nur weil es nicht ankommt.

Dieser letzte Satz ist, so denke ich, die richtige Reaktion auf massive Kritik.

Das ist für mich ein Muster, dem auch Schuffi und macroklaus folgen können:

Eigene Wege gehen auch bei Gegenwind. Dabei offen für die Kritik anderer bleiben
ohne sich treiben zu lassen.

Ich denke, dass das insgesamt in diesem Forum auch ganz gut gelingt.

Noch eine kleine Anmerkung:

macroklaus hat ja auf eine Kritik von mir zu einem Bild von Schuffi verlinkt,
ich würde die heute so nicht mehr schreiben, aber jetzt kommt der entscheidende Punkt.

Schuffi hat mir über ein Jahr später meine eigenen Worte (identisch) zu einem Bild von mir "um die Ohren gehauen".
Ich habe das gar nicht gemerkt ( erst im Zusammenhang mit diesem Thread!!!!!) Für mich war das harte aber grundsätzlich berechtigte Sichtweise.
Die habe ich gelesen, zur Kenntnis genommen, reflektiert, aber nicht persönlich genommen.

Anders sollten wir mit Kritik an Bildern nicht umgehen.
________________
Liebe Grüße, passt auf Euch auf und vergesst das Lächeln nicht!
Werner
5 :Stern: ist mein Maximum bei einer Rückmeldung.
Meine Sternebewertung beziehen meine Bewertung immer auf die Gesamtheit der
im Forum gezeigten Bilder.
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MakroMarkus
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Beitragvon MakroMarkus » 21. Sep 2015, 21:59

Hallo Werner,

vielen Dank für Deine Erläuterungen! Na, das klingt schon etwas nach abstraktem Maler...nicht unbedingt vorab geplant,
aber schon neugierig/spielerisch gestaltend. Finde ich gut.

Beim Stichwort Landschaftsmakros kommen mir gleich zwei Ideen in den Sinn, mit denen ich mich leider wegen mangelnder
Zeit (noch) nicht auseinander setzen konnte...vielleicht finden sich ja hier Technik-Freaks, die das interessant finden
und probieren:

1. Heute ist ja der Miniatureffekt für Aufnahmen von Städten von schräg oben sehr verbreitet. Im Grunde müsste man ja
bei Landschaftsmakros genau diesen Effekt verhindern, um das Kleine tatsächlich groß erscheinen zu lassen. Also entweder
Stacken oder aber per Tilt/Shift-Balgen die Schärfeebene "auf den Boden legen"..."flache"
Landschaften bieten sich für diese Technik ja geradezu an.

2. Bei Landschaften bieten sich grundsätzlich Panoramen an. Mit einer riesigen Kamera ist das bei Landschaftmakros
sicher schwierig, aber wenn man z.B. ein i-Phone oder ähnlich mit Makrovorsatzlinse auf einen Mini-Nodalpunktadapter
(z.B. Gymbl von Youbiq) setzt, könnte man im Extremfall sogar Makro-Kugelpanoramen mitten im Gras machen...ein
einreihiges Panorama aus der Käferperspektive wäre m.E. aber auch schon etwas sehr Spannendes und sicher nicht
alltäglich.

LG, Markus
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Beitragvon wolfram schurig » 23. Sep 2015, 11:16

Hi Werner!

Das letzte Bild finde ich vom Bokeh her und von der runden Gestaltung sehr schön. Das Nebulöse gehört einfach zur
Stimmung und ich vermisse die Schärfe nicht, da ich sie auch nicht suche....;)

Bei den ersten drei Bildern habe ich lange gehadert wegen dem Bereich rechts unten. Inzwischen gehört er dazu und bringt
eine inhaltliche Komplexität ins Spiel, die über das Abbilden hinaus geht. Es gibt das Verborgene, das Sichtbare, einen
Protagonisten...und die unterschiedlichen Kommunikationsstränge zwischen ihnen...spannend!

LGr

Wolfram
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