Moin zusammen,
diese Schrecke fand ich 2023 in einem Tal im Norden Oslos auf einer halbtrockenen Magerwiese,
der ich jeden Sommer mehrmals einen Besuch abstatte. An jenem Tage war der Hüpfer nicht allein,
es waren noch so einige weitere Exemplare seiner Art im Habitat unterwegs.
Vielleicht war es für diese Art ein Jahr mit besonders günstigen klimatischen Verhältnissen,
denn in den folgenden Jahren habe ich im gleichen Zeitraum keine einzige dieser Schrecken mehr beobachten können.
Das muss zunächst mal nicht beunruhigen, da ihre Eier laut NABU bis zu sieben Jahre im Boden verweilen können,
bevor die Larven schlüpfen (in der Regel 1– 2 Jahre).
Meine Sorge ist, dass bis zum nächsten Schlupf auch dieses Stückchen Wiese kein geeignetes Habitat
mehr für diese bedrohten Hüpfer ist, da die Fläche zunehmend verbuscht und zuwuchert.
Um den Warzenbeißer spinnen sich so einige Mythen:
Ob er beißt?
August Johann Rösel von Rosenhof, deutscher Naturforscher, beschrieb den Warzenbeißer seinerzeit jedenfalls
in der von ihm herausgegebenen Naturzeitschrift "Insecten-Belustigung" als eine Art bösartige und blutrünstige Bestie.
An der von vom Autor beschriebenen generellen Beißwütigkeit des Insektes darf gezweifelt werden,
scheint er doch selbst mit den Hüpfern nicht gerade zimperlich umgegangen zu sein (der Hut-Stunt
und bekam deshalb sicher nur, was er verdiente. . .
Ob er tatsächlich Warzen entfernt?
Es sieht so aus, als würde es ansatzweise funktionieren,
aber gemäß einhelliger Meinungen aus verschiedenen Quellen war diese früher angewendete Methode sehr ineffektiv
und zudem mit Gefahr für Infektionen verbunden.
Es gibt noch weitere Videos im Web von Warzen-mampfenden Warzenbeißern, die ich hier aber in Hinblick
auf die verstörende, pietätlose Behandlung der Insekten nicht verlinken möchte.
Gruß
Dirk










