08704 - Cerura vinula - Großer Gabelschwanz

Zahnspinner kommen weltweit mit etwa 2.500 bis 3.000 Arten vor. In Europa findet man 98 Arten und Unterarten, in Mitteleuropa 37.

Moderator: Makrocrew

Benutzeravatar
Artengalerie
Fotograf/in: siehe Angabe zum Bild
Beiträge: 6752
Registriert: 15. Jul 2017, 15:06
alle Bilder
Vorname: Artengalerie
Kontaktdaten:

08704 - Cerura vinula - Großer Gabelschwanz

Beitragvon Artengalerie » 18. Jul 2017, 22:20

Cerura vinula - Großer Gabelschwanz



Familie:
FAMILIE
Gattung:
GATTUNG
Art:
ART







Wissenswertes:
Die Falter fliegen nachts in einer Generation. Die Weibchen legen die halbkugeligen, rotbraunen Eier meist paarweise auf der Blattoberseite von Zitterpappeln, anderen Pappelarten oder Salweide ab. Näheres zur Raupe bei "Besonderheiten". Die Verpuppung erfolgt auf der Rindenoberfläche, meist an der Stammbasis dicht über dem Erdboden. Die Raupe nagt sich hier eine flache Mulde und baut aus Spinnfäden und den abgenagten Spänen einen flach eiförmigen, sehr festen und dickwandigen Kokon, der sehr gut getarnt ist. In diesem Kokon überwintert die Puppe.
Merkmale:
Spannweite 58 - 75 mm.
Körper weißgrau, Hinterleib mit schmalen, schwarzen Querbinden, Vorderflügel ebenfalls weißgrau, vor dem Außenrand mit mehreren schmalen, schwarzen Bogenlinien.
Verwechslungsarten:
Lebensraum:
Meist an etwas feuchten, sonnigen bis halbschattigen Stellen mit Pappel- und Weidenbeständen, z.B. an Wald- und Wegrändern sowie in Kiesgruben und am Ufer von Gewässern.
Aktivitätsmaximum:
1 Generation von April bis Ende Juli
Gefährdung:
Vorwarnliste
Besonderheiten:
Die Raupen zeigen bei Beunruhigung ein recht imposantes Drohverhalten: Sie wendet dem Störenfried ihren Kopf zu und zieht ihn in das erste Brustsegment zurück, wodurch der Brustabschnitt stark aufgebläht wird und um die Kopfkapsel herum ein grell rot leuchtender Ring erscheint, der oben 2 schwarze Scheinaugen trägt.
Zugleich wird die Schwanzgabel emporgestreckt und aus ihrer Spitze quellen rote, dünne Fäden hervor, die zitternd-tänzelnden Bewegungen vollführen.
Im roten Ring unter der Kopfkapsel ist außerdem als schmaler Spalt eine Drüsenmündung zu erkennen. Aus ihr kann die Raupe, wenn alles Drohen nicht den gewünschten Erfolg zeigt, dem Angreifer schließlich noch bis auf etwa 30 cm einen Tropfen Ameisensäure entgegenspritzen.


Beitragsersteller: Erk (AGEID5314)






Fotograf:
josef schmidbauer (AGFID2828)
Bildtitel:
Großer Gabelschwanz
Aufnahmeland:
Deutschland
Bundesland/Kanton:
Erdinger Moos / Bayern
vorgefundener Lebensraum:
Aufnahmedatum:
29. Mai 2010
Dateianhänge
gabelschwanz4404a_159.jpg (194.93 KiB) 143 mal betrachtet
gabelschwanz4404a_159.jpg
Zuletzt geändert von Werner Buschmann am 23. Sep 2017, 23:57, insgesamt 2-mal geändert.
Benutzeravatar
Artengalerie
Fotograf/in: siehe Angabe zum Bild
Beiträge: 6752
Registriert: 15. Jul 2017, 15:06
alle Bilder
Vorname: Artengalerie
Kontaktdaten:

Cerura vinula - Großer Gabelschwanz

Beitragvon Artengalerie » 18. Jul 2017, 22:20

Beitragsersteller: Erk (AGEID5314)






Fotograf:
Siegi E (AGFID6385)
Bildtitel:
Großer Gabelschwanz
Aufnahmeland:
Österreich
Bundesland/Kanton:
Oepping
vorgefundener Lebensraum:
Waldrand
Aufnahmedatum:
07. Juli 2012
Dateianhänge
dsc_4545_315.jpg (476.4 KiB) 143 mal betrachtet
dsc_4545_315.jpg
Zuletzt geändert von Frank Ingermann am 3. Aug 2017, 19:47, insgesamt 1-mal geändert.

Zurück zu „Zahnspinner (Notodontidae)“