Entspricht eine 5D mit Telekonverter einer Crop-Kamera?

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Entspricht eine 5D mit Telekonverter einer Crop-Kamera?

Beitragvon TobyK » 26. Jul 2009, 08:48

Hallo,
hätte eine Verständnisfrage
Eine Canon 5D wäre eine feine und zur Zeit bezahlbare Kamera
Leider ist der Schärfentiefenbereich und der Bildwinkel durch den großen Sensor natürlich für Makros eher suboptimal
Könnte man das ganze durch den Einsatz eines z.B. Kenko 1,4er Telekonverter insofern ausgleichen, als dass man dadurch eine 1,4er Crop-Kamera erhalten würde? (von der Schärfentiefe und vom Beschnittfaktor her)
Oder hab ich da einen Denkfehler?

Danke Euch
Gruß
Tobias
Radomir Jakubowski
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Beitragvon Radomir Jakubowski » 26. Jul 2009, 10:18

du machst einen Denkfehler. Das funktioniert nicht so wie du dir das vorstellst.
An der 5d hast du egal was du bastelst immer die geringere Tiefenschärfe, die Physik lässt sich nicht durch einen Konverter austricksen. (vom ausschnitt her müsstest du einen 1,6x Telekonverter an der 5d haben um auf den Ausschnitt einer Canon Cropkamera zu kommen)
Aber selbst wenn du immer mit Konvertern arbeitest, die Qualitätseinbußen eines Telekonverters sind am Vollformat auch wesentlich deutlicher als ohne. gerade zum Rand hin, am Vollformat vignettiert sowieso fast jedes Objektiv, gerade im Telebereich und wenn du da noch nen Konverter oder Zwischenring draufmachst, wird diese eigenschaft nicht besser. ;)
lg
Rado
Gruß Radomir
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Beitragvon Toni » 26. Jul 2009, 11:00

Wird denn die Physik wirklich ausgetrickst?

Beispiel:
(Voraussetzung: Beide Kameras besitzen die gleiche Pixeldichte)

Ein Makroobjektiv wird mit der Stativschelle auf dem Stativ fixiert und zum Motiv ausgerichtet.

Kamera mit 1.6 Crop wird am Objektiv montiert – Klack
Ergebnis ist ein Bild mit 3125x1875 Pixel. Das Motiv ist formatfüllend Abgebildet.

Kamera ohne Crop wird am Objektiv montiert – Klack
Ergebnis ist ein Bild mit 5000x3000 Pixel. Das Motiv hat zu allen Seiten Luft.
Nun werden die Ränder bis auf 3125x1875 Pixel abgeschnitten.

Ergebnis:
Theoretisch das exakt gleiche Bild.
Die Physik (optische System) blieb unberührt.

Wo ist mein Denkfehler?
Allzeit gut Licht, wenig Wind und schöne Motive!
Gruss Toni
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Beitragvon Radomir Jakubowski » 26. Jul 2009, 12:45

Toni hat geschrieben:Wird denn die Physik wirklich ausgetrickst?

Beispiel:
(Voraussetzung: Beide Kameras besitzen die gleiche Pixeldichte)

Ein Makroobjektiv wird mit der Stativschelle auf dem Stativ fixiert und zum Motiv ausgerichtet.

Kamera mit 1.6 Crop wird am Objektiv montiert – Klack
Ergebnis ist ein Bild mit 3125x1875 Pixel. Das Motiv ist formatfüllend Abgebildet.

Kamera ohne Crop wird am Objektiv montiert – Klack
Ergebnis ist ein Bild mit 5000x3000 Pixel. Das Motiv hat zu allen Seiten Luft.
Nun werden die Ränder bis auf 3125x1875 Pixel abgeschnitten.

Ergebnis:
Theoretisch das exakt gleiche Bild.
Die Physik (optische System) blieb unberührt.

Wo ist mein Denkfehler?


Bei deinem Beispiel ist kein Denkfehler. Aber es ist kein praxistaugliches Beispiel.
Ich würde immer davon ausgehen, dass ich zweimal das gleiche Bild machen will, aber ohne es am Rechner zu beschneiden.
Dann muss ich Z.B. bei der Vollformatkamera um eine Briefmarke in 24x36 formatfüllend abzulichten einen ABM von 1:1 wählen, bei der Cropkamera nur 1:1,6 --> du hast am Crop mehr TS bzw. beim Vollformat weniger TS.
Ein weiteres Problem im Bezug auf die Praxis ist, eine Moderne VF-DSLR hat nur 20-24Mpix, eine Moderne Cropkamera aber 12-15Mpix. Um die gleiche Pixeldichte zu bekommen, müsstest du ja dann die Vollformatkamera mit einer 8Mpix Cropkamera vergleichen.
Bei gleichem Bildausschnitt weißt das Bild einer Vollformat DSLR große Unterschiede im vergleich zu einer CropDSLR auf, bzgl. Tiefenschärfe, Dynamikumfang, Bildwirkung etc.
Gruß Radomir
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Beitragvon SunTravel » 26. Jul 2009, 15:08

Hi Tobias,

bei größeren Sensoren lässt sich weiter abblenden bis die Beugungsunschärfe sich negativ bemerkbar macht, daher verlierst Du nur an Belichtungszeit, nicht aber an TS:

http://www.makro-forum.de/ftopic30270.html

Gruß

Uwe
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