Parasit?

Interessante Beobachtungen aus dem Leben unserer Makromotive oder unserer Naturmotive mit dokumentarischem Charakter
michelchen
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Parasit?

Beitragvon michelchen » 11. Mai 2014, 00:27

Hallo,

diese Weiden-Sandbiene habe ich allem Anschein nach tot(null Bewegung) am Ausgang zu den Brutzellen gefunden. Es war an dem Tag recht kühl, die Bienen, bis auf eine Ausnahme, nicht aktiv. 2 Tage später war der Hügel eingeebnet und von der toten oder vermeintlich toten Biene nichts mehr zu sehen.

Im WWW hab ich etwas von einem Parasiten, Stylops melittae, gefunden. Vielleicht fehlgeleitet?

Aufnahme in Mecklenburg Vorpommern, am 15.4.14.

Vielleicht gibt es noch andere Ideen dazu.

Viele Grüße

Michael
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Beitragvon Benjamin » 11. Mai 2014, 17:25

Hallo Michael

das was du hier siehst ist die "Zunge" (Proboscis) der Biene, die sie zum Nektar-Saugen verwendet.
Diese besteht aus mehreren Teilen, die helleren in der Mitte können normalerweise noch weiter vorgestreckt werden als die dunkleren.

Im Tod strecken Bienen & andere Taillenwespen die normalerweise hinter den Mandibeln verborgene Zunge raus.

Einen Parasiten erkenne ich hier nicht.
Die Stylops findet man auch typischerweise zwischen den Abdominal-Segmenten.

Über die Todesursache der Biene kann ich nur spekulieren, vielleicht ist sie in der Nacht erfroren, vielleicht war die Zunge auch mißgebildet (schwer zu sagen) und sie ist verhungert.

Interessanter Fund ist es trotzdem, danke für's Zeigen.
Viele Grüße,
Benjamin
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Beitragvon Gabi Buschmann » 11. Mai 2014, 18:28

Hallo, Michael,

zur Aufklärung kann ich leider auch nichts
beitragen, aber das Foto finde ich sehr
ausdrucksvoll.
Danke fürs Zeigen und an Benjamin für
die Erklärung des Zungenapparats, den
man hier so gut sehen kann.

Gabi
Liebe Grüße Gabi
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Beitragvon Ajott » 13. Mai 2014, 21:04

Hi Michael,

na bei den Apparaturen kann man aber auch leicht fehlinterpretieren. Danke fürs Zeigen udn Teilen der Szene, auch wenn sie sich jetzt als anders entpuppt hat als ursprünglich vermutet. Danke Benjamin fürs Aufklären der Szene.

liebe Grüße
Aj
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Beitragvon michelchen » 16. Mai 2014, 00:34

Hallo Benjamin,

Vielen Dank für die Aufklärung. An eine Zunge hatte ich auch gedacht, allerdings hatte ich da eine viel schlankere und evtl längere erwartet.
Vielen Dank auch an Gabi und Anja.

Viele Grüße

Michael
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Beitragvon piper » 17. Mai 2014, 11:24

Hallo MIchael,

durch Dein Bild habe ich auch wieder
etwas gelernt. Für eine Zunge hätte ich das
nämlich auch nicht gehalten.

Danke Benjamin auch für die Aufklärung.
Liebe Grüße Ute

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Beitragvon Monika E. » 17. Mai 2014, 11:27

Hallo Michael

Danke für die eindrücklichen Bilder, immer schön so spezielle Details zu entdecken
Liebe Grüsse

Monika

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Beitragvon frank.m » 29. Mai 2014, 21:20

Hallo MIchael,

danke fürs zeigen. So hast du gleich die Biene bestimmt- ich habe auch davon Aufnahmen. Mir ist es auch schon einmal auf gefallen das eine winzige Biene so einen Apperat hin und her bewegte. Dies war bei der kleinen Wildbiene riesig. Auf Zunge wäre ich da auch nicht gekommen.

LG
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Beitragvon Goldauge » 15. Jun 2014, 15:09

Hallo,
ich beobachte wirklich viele Wildbienen - aber die Zunge hat mir noch keine rausgestreckt....

:wink:


Danke fürs Foto und die Erklärung !
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Beitragvon Monika E. » 15. Jun 2014, 15:52

Hallo Michael

Von den Honigbienen weiß ich dass sie im Tod die Zunge rausstrecken, wenn sie an einer Vergiftung sterben. Daher könnte ich mir hier auch vorstellen, dass sie von gespritzten ( nicht alle Pestiziede machen diese Vergiftung, aber es gibt welche) genascht hat. Leider haben Wildbienen keine Lobby
Danke fürs Zeigen
Liebe Grüsse

Monika

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