Beitrag von Thorsten verfasst!
Teichmolch (Lissotriton vulgaris)
Der Teichmolch ist der häufigste und am weitesten verbreitete Schwanzlurch Mitteleuropas. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich über nahezu ganz Europa, er fehlt allerdings auf der iberischen Halbinsel. Bis vor Kurzem wurde er zusammen mit den anderen heimischen Molchen in der Gattung Triturus vereint.
Der Teichmolch ähnelt sehr dem nahe verwandten Fadenmolch (Lissotriton helveticus), mit dem er gemeinsam vorkommen und sich auch kreuzen kann. Die Färbung ist oft variabel, auf der Oberseite hellbraun, braungrau bis gelblich. Vor allem die Männchen haben meist viele, große, runde und dunkle Flecken. Der bis zu 11 cm lange, schlanke Teichmolch weist am Kopf oft fünf dunkle Längsstreifen mit dazwischen liegenden hellen Streifen auf. Die Bauchseite ist meist hell, gelblich, beim Männchen in der Mitte leuchtend orange und mehr oder weniger intensiv dunkel gefleckt (auch die Kehle). Letzteres ist das einfachste Merkmal, um ihn vom Fadenmolch zu unterscheiden, dessen Kehle ungefleckt ist. Es gibt jedoch auch auf der Kehle und der Bauchseite schwach gezeichnete und sogar zeichnungslose Teichmolche. Dieses sind oft Weibchen, die generell weniger kontrastreich gezeichnet sind. In Wassertracht besitzt das Männchen einen hohen Rückenkamm, der ohne Einbuchtung in den Schwanzkamm über geht.
Der Teichmolch ist vergleichsweise anspruchslos und anpassungsfähig. Er nutzt verschiedenartige, meist kleinere, besonnte und vegetationsreiche Stillgewässer zur Fortpflanzung. Neben natürlichen Stillgewässern können dieses auch Gräben, Fahrspuren sowie technisch ausgebaute Rückhaltebecken oder Gartenzierteiche sein. Als Landlebensraum dient meist Laub(misch)wald, wo sich die Tiere tagsüber unter Totholz verbergen. In Siedlungsbereichen nutzt er auch Gärten und Parks. Er besiedelt vorwiegend das Flach- und Hügelland bis ca. 1.000 m, tritt ausnahmsweise aber auch höher auf.
Wie viele einheimische Amphibien ist auch der Teichmolch hauptsächlich nacktaktiv und beginnt mit der Fortpflanzung im zeitigen Frühjahr. Nach der Zuwanderung ins Laichgewässer beginnt die aquatische Phase, welche meist von März bis Juli andauert. Die Hauptpaarungszeit beginnt, wenn die Wassertemperatur etwa 8°C überschreitet. Die Weibchen legen ca. 100 bis 300 Eier einzeln an Blätter von Wasserpflanzen. Die Larven entwickeln sich rasch und verlassen nach 6 bis 8 Wochen das Gewässer. Ab Oktober beginnt die Überwinterung, welche die Tiere in Erdlöchern und unter Totholz an Land vollführen.
Der Lurch des Jahres wird von der Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde e.V. ernannt.
Wie alle Amphibienarten ist der Teichmolch nach Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt. Das heisst, sie dürfen ohne Genehmigung der zuständigen Naturschutzbehörde nicht gefangen oder der Natur entnommen werden.
Die gezeigten Fotos sind Aufnahmen in einem Aquarium. Sie entstanden im Rahmen eines Fortbildungslehrgangs für Teilnehmer der Unteren Naturschutzbehörde Bayern, sowie Naturwächter. Eine Ausnahmegenehmigung lag für den Lehrgang, der an der Akademie für Naturschutz stattfand, vor.
Bilder von Jürgen Fischer
Tiere und Pflanzen des Jahres 2010
- EricJ
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Tiere und Pflanzen des Jahres 2010
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- Indy
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Hallo Thorsten, Hallo Jürgen
sehr schöne Bilder und ein informativer Text. Wenn die sich auch schon mal mit dem Fadenmolch paaren, wisst Ihr, ob da auch etwas bei herauskommt. Denn bei den Tieren, in Landtracht, ist die Unterscheidung, ja manchmal nicht so einfach. Dann schaut mann ob sie Entenfüße haben ( also mit Haut zwischen den Zehen ) was für den Fadenmolch spricht oder ähnliches. Gibt es wirklich eine Mischform?
LG Bernhard
sehr schöne Bilder und ein informativer Text. Wenn die sich auch schon mal mit dem Fadenmolch paaren, wisst Ihr, ob da auch etwas bei herauskommt. Denn bei den Tieren, in Landtracht, ist die Unterscheidung, ja manchmal nicht so einfach. Dann schaut mann ob sie Entenfüße haben ( also mit Haut zwischen den Zehen ) was für den Fadenmolch spricht oder ähnliches. Gibt es wirklich eine Mischform?
LG Bernhard
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Hotte
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Hallo Thorsten, Jürgen
sehr interessante Tiere diese Molche. Muß gestehen das wir sie als Kinder auf dem Land sehr oft gefangen haben um sie im heimischen Aquarium zu betrachten.
Ich erinnere mich das "die mit dem orangenem Bauch"....unsere Favoriten waren. Ist aber wirklich schon lange her und als Kind bzw. Jugendlicher machte man sich da noch keine Gedanken...in den Teichen der Gegend wimmelte es förmlich vor Tieren !
Vielen Dank für diese Doku !
Gruß Horst
sehr interessante Tiere diese Molche. Muß gestehen das wir sie als Kinder auf dem Land sehr oft gefangen haben um sie im heimischen Aquarium zu betrachten.
Ich erinnere mich das "die mit dem orangenem Bauch"....unsere Favoriten waren. Ist aber wirklich schon lange her und als Kind bzw. Jugendlicher machte man sich da noch keine Gedanken...in den Teichen der Gegend wimmelte es förmlich vor Tieren !
Vielen Dank für diese Doku !
Gruß Horst
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Goldauge
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Re: Tiere und Pflanzen des Jahres 2010
EricJ hat geschrieben:Beitrag von Thorsten verfasst!
Teichmolch (Lissotriton vulgaris)
Der Lurch des Jahres wird von der Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde e.V. ernannt.
Wie alle Amphibienarten ist der Teichmolch nach Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt. Das heisst, sie dürfen ohne Genehmigung der zuständigen Naturschutzbehörde nicht gefangen oder der Natur entnommen werden.
Bilder von Jürgen Fischer
es sei denn, sie versuchen mal wieder in unserem Keller zu überwintern (wie die durch die relativ dichte Türschwelle kommen, bleibt uns ein Rätsel...) - wo sie dann leider auch schon mal vertrocknet sind......
die setze ich dann wieder raus!
Danke für den interessanten Bericht! In unserem Garten + Teich leben die seit vielen Jahren! Bergmolche auch
- nurWolfgang
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- Vorname: Thorsten
Hallo Barbara,
Ich sehe das erst jetzt:
Du hast natürlich Recht!
Genau für solche Fälle gibt es im Gesetz sogenannte 'Legalausnahmen' - verletzten, hilflosen oder dem Verhängnis ausgelieferten Tieren darf man 'legal' helfen. (Das ist jetzt etwas anschaulicher und kurz & knapp wiedergegeben).
Grüße, Thorsten
Ich sehe das erst jetzt:
es sei denn, sie versuchen mal wieder in unserem Keller zu überwintern (wie die durch die relativ dichte Türschwelle kommen, bleibt uns ein Rätsel...) - wo sie dann leider auch schon mal vertrocknet sind......
die setze ich dann wieder raus!
Du hast natürlich Recht!
Genau für solche Fälle gibt es im Gesetz sogenannte 'Legalausnahmen' - verletzten, hilflosen oder dem Verhängnis ausgelieferten Tieren darf man 'legal' helfen. (Das ist jetzt etwas anschaulicher und kurz & knapp wiedergegeben).
Grüße, Thorsten
