Täuschen und tarnen

Interessante Beobachtungen aus dem Leben unserer Makromotive oder unserer Naturmotive mit dokumentarischem Charakter
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Gabriele
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Beitragvon Gabriele » 3. Nov 2012, 19:12

Oh wow, diesen Thread kenne ich ja noch garnicht.
Was für tolle Bilder. Ich bin begeistert.

@ Felix: wenn der Gecko keine Augen hätte, hätte
ich ihn nie gesehen. Was für eine perfekte Tarnung.



Diesen Schmetterling konnte ich im letzten Jahr
zufällig fotografieren. Mehr als zwei Bilder waren
nicht möglich, dann war er schon wieder weg. Und
wenn er sich nicht bewegt hätte, hätte ich ihn nie
gesehen....

LG Gabriele
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Kamera: Nikon D90
Objektiv: Sigma 150
Belichtungszeit: 1/1000
Blende: 3.2
ISO: 200
Beleuchtung: grelles Tageslicht
Aufnahmedateiformat (RAW/JPG) RAW
Beschnittsbetrag in % (Breite u. Höhe): ca 40%
Stativ: nein, Freihand
---------
Aufnahmedatum: 26.08.11
Region/Ort: Brandenburg
vorgefundener Lebensraum: Heide
Artenname: Rostbinde Hipparchia semele
NB
sonstiges: Schnappschuss, war eigentlich Springspinnen am fotografieren, daher die Blende....
_-3.jpg (441.42 KiB) 1239 mal betrachtet
_-3.jpg
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Felix Speiser
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Beitragvon Felix Speiser » 4. Nov 2012, 09:21

Ja Gabriele, das sind eben die wirklich spanenden Makroerlebnisse.
LG Felix
Meine Motivation zum fotografieren (nicht nur in der Makrofotografie):
"Wer fotografiert lernt sehen und wer sehen lernt, lernt die "Welt" ein klein wenig besser zu verstehen"
http://www.felixspeiser.ch
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wolfram schurig
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Beitragvon wolfram schurig » 4. Nov 2012, 21:41

Hi Felix und Gabriele!

Die Rostbinde u d der Plattschwanzgecko sind wahrlich exzellente Beispiele für meister der Tarnung!

Beim Uroplatus finde ich besonders die Übereinstimmung der Querstreifung von Ast und Körpermuster faszinierend!

LGr

Wolfram
Hast Du eine interessante Beobachtung gemacht? Weißt Du etwas, was wir auch wissen sollten? Dann teile es mit uns und schreibe hier
gast 22
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Beitragvon gast 22 » 4. Nov 2012, 21:46

@ Felix
Boah; das nenne mich mal ne optimale Tarnung! Er verschmilzt ja förmlich mit dem Ast.
@ Gabriele
Das glaub ich Dir dass Du ihn nur über seine Bewegung aufgespürt hast. Selbst in dieser Vergrösserung ist die Tarnung einfach perfekt.
Lg Moni
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Beitragvon epsilon5 » 12. Feb 2013, 11:03

Hallo zusammen
@ Gabriele und Felix
Klasse, dass wieder neue Bilder dazu kommen.
So einen Geko hätte ich auch gerne einmal vor der Linse.
Für mich eines der Top3 Tarnbilder hier.
Da stinke ich mit meiner Spinne mächtig ab. :oops:
Bei einer Rast auf einem Trek ein Flüschen herauf sind wir sicher schon 5-10 Min.
neben dieser mittelgrossen Spinne (ca 3-4cm Körperlänge) gesessen bevor
sie sich bewegt hat und wir merkten dass Marcelo sich fast auf sie draufgesetzt hatte.
LG Thomas
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Kamera: 5dII
Objektiv: ef180
Belichtungszeit:1s
Blende:f16
ISO:100
Beleuchtung:sonne wolken
Aufnahmedateiformat (RAW/JPG)raw
Beschnittsbetrag in % (Breite u. Höhe):ff
Stativ:uniloc
---------
Aufnahmedatum:22.12.2012
Region/Ort:Laos-Hoy Bo
vorgefundener Lebensraum:Lichtung
Artenname:?
NB
sonstiges:
20121222-IMG_8914-1.JPG (496.05 KiB) 1075 mal betrachtet
20121222-IMG_8914-1.JPG
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Gabriele
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Beitragvon Gabriele » 13. Feb 2013, 18:06

Hallo Thomas,

ja, die ist wirklich sehr gut getarnt.
Manchmal kann man die Tiere eben
erst sehen, wenn sie sich bewegen
oder man ganz genau hinschaut ;)

Danke fürs zeigen :)

LG Gabriele
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Beitragvon Gabriele » 14. Feb 2013, 18:21

Hallo zusammen,

ich hab auch noch ein Bild gefunden das prima
hier rein passt. Es müsste sich um ein Weibchen
der Westlichen Beißschrecke (Platycleis albopunctata)
handeln, gefunden im August letzten Jahres. Am
selben Tag konnte ich auch noch das passende
Männchen dazu fotografieren :)

Besonders interessant finde ich, dass die
Heuschrecke wirklich die Farben von den
Steinen angenommen hat. Wenn die sich
nicht bewegt hätte, hätte ich sie niemals
gesehen....

LG Gabriele
Dateianhänge
Kamera: Nikon D90
Objektiv: Sigma 150
Belichtungszeit: 1/540
Blende: 5,6
ISO: 200
Beleuchtung: Tageslicht
Aufnahmedateiformat (RAW/JPG) RAW
Beschnittsbetrag in % (Breite u. Höhe): 0
Stativ: ja
---------
Aufnahmedatum: 12.08.12
Region/Ort: Brandenburg
vorgefundener Lebensraum: Heide
Artenname: Westliche Beißschrecke (Platycleis albopunctata) ?
NB
sonstiges:
Westliche_Beissschrecke.jpg (367.42 KiB) 1393 mal betrachtet
Westliche_Beissschrecke.jpg
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Thorsten
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Beitragvon Thorsten » 15. Feb 2013, 08:59

Moin,

herrje... mit diesem Thread habe ich ja was Schönes angerichtet... ;-)

Nein, kleiner Scherz! Ich freue mich, dass er soviel Zuspruch erhält und in den nun über vier Jahren (!) seines Bestehens kaum mal die erste Seite des Dokumentarischen verlassen hat! Ganz erstaunlich und vielen lieben Dank nochmal an alle Teilnehmer, die ihn am Leben halten.

Tolle neue Beispiele sind dazu gekommen! Der Uroplatus von Felix ist für mich dabei der größte Hit!

Ich nutze daher die Gelegenheit ein weiteres Tarnbeispiel aus der Reptilienwelt beizusteuern.

Schlangen sind geborene Lauerjäger und damit oft sehr gut getarnt. Jeder, der mal nur mit Sandalen in verbuschtem Gelände mit Vorkommen von Giftschlangen unterwegs war, wird das mulmige Gefühl beobachtet und "belauert" zu werden bestätigen können... ;-)

Auf dem Bild ist eine junge Vipernatter (Natrix maura) verborgen. Es ist bald 20 Jahre alt, aber egal.
Ich erinnere die Situation noch genau, denn dieses trockene Gestrüpp hing auf Mallorca von einer Trockenmauer im Sumpfgebiet Albufera herunter. An der Mauer waren zahlreiche Mauergeckos, so auch hinter diesem zu sehenden Gestrüpp. Ich wollte es hochheben, um einen Gecko dahinter fotografieren zu können, als ich in meiner Hand eine Bewegung merkte und sofort verschreckt zurück wich... Die Schlange hatte ich nicht bemerkt und nicht gesehen! Sie verharrte dort weiter und ließ sich fotografieren. Glücklicherweise gibt es auf Mallorca keine Giftschlangen und die Vipernatter ist mehr als harmlos - den Schreck kann ich aber noch heute nachempfinden und er hat mich gelehrt, sehr viel vorsichtiger zu werden. In Deutschland setzt man sich solchen Gefahren fast nie aus, denn "unangenehme" Mitbewohner haben wir ja kaum. Bereits am Mittelmeer sieht das aber schon ganz anders aus, wenn ich neben Giftschlangen noch solche Zeitgenossen wie die Schwarze Witwe mal ins Feld werfen darf! V.a. in fernen, warmen Ländern ist da unbedingt äußerste Umsicht geboten! In sofern: Nicht nachmachen!!! ;-)

Danke Euch nochmals und viele Grüße
Thorsten
Dateianhänge
Kamera: Nikon f801
Objektiv: ?
Belichtungszeit: ?
Blende: ?
ISO: 64
Beleuchtung: Sonne
Aufnahmedateiformat (RAW/JPG): KB-Dia
Beschnittsbetrag in % (Breite u. Höhe): 50
Stativ: nein
---------
Aufnahmedatum: 26.09.1993
Region/Ort: Albufera, Mallorca, Spanien
vorgefundener Lebensraum: Trockenmauer im Sumpfgebiet
Artenname: Vipernatter (Natrix maura)
kNB
sonstiges: Jungtier (etwas mehr als "Schnürsenkel")
Vipernatter.jpg (486.87 KiB) 1425 mal betrachtet
Vipernatter.jpg
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wolfdegen
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Registriert: 5. Sep 2009, 05:16
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Täuschen und Tarnen - Ameisenlöwe

Beitragvon wolfdegen » 15. Feb 2013, 09:48

Hallo Thorsten und alle, die an diesem interessanten Thema bisher mitgearbeitet haben,

nun bin ich schon so lange in diesem Forum und heute stoße ich auf diese hochinteressanten Beiträge.

Gern will ich einen kleinen Beitrag zeigen und bin mir sicher, da finde ich noch mehr Passendes
auf meiner FP.
Im Portal habe ich dieses Bild schon einmal gezeigt. In Berlin, im Biesenhorster Sand findet man massenweise kleine Sandtrichter, in denen sich der Ameisenlöwe versteckt. Meist sieht man nur die Trichter und man muss den Löwen schon locken, wenn man ihn sehen will. Also Kamera aufgebaut, auf den Trichter ausgerichtet, scharfgestellt, für ausreichend Licht gesorgt und mit einem Grashalm ein paar Sandkügelchen des Trichters zum Rollen gebracht. In der anderen Hand den Drahtauslöser und Dauerfeuer....
Meist erscheint nur ein Greifarm, der Sand muss schon so Rollen, dass das Abrutschen einer Ameise imitiert wird.
Dann erscheint er auch einmal etwas weiter, wie in diesem Bild.
Hier ist er relativ gut freigestellt, aber ohne Blick durch das Objektiv sieht man ihn kaum.
In diesem Jahr werde ich mich mit ihm sicher noch intensiver befassen...
Dateianhänge
Kamera: eos 50 D
Objektiv: Sigma 150
Belichtungszeit: 1/125
Blende: 10
ISO: 250
Beleuchtung: Tageslicht und Reflektor zur Ausleuchtung des Trichters
Aufnahmedateiformat (RAW/JPG) RAW
Beschnittsbetrag in % (Breite u. Höhe):?
Stativ:ja
---------
Aufnahmedatum:20.05.12
Region/Ort: Biesnehorster Sand
vorgefundener Lebensraum:Trockenwiese
Artenname:Ameisenlöwe (Larve der Ameisnjungfer -Myrmeleontidae)
kNB
sonstiges:
Ameisenlöwe.jpg (494.58 KiB) 1359 mal betrachtet
Ameisenlöwe.jpg
Ajott
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Beiträge: 10546
Registriert: 12. Mai 2012, 04:01
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Beitragvon Ajott » 16. Feb 2013, 18:35

Hallo zusammen,

den Thread hatte ich schon ein paar mal bewundert. Ich finde den ganz großartig. Und da ich eh die Hälfte vergessen würde, möchte ich einfach mal in die Runde werfen, wie toll ich euer aller Beiträge dazu finde, ohne konkret zu werden. Tarnung ist für mich immer schon eines dieser Themen, die mich unheimlich faszinieren.. natürlich habe ich da auch das ein oder andere Bild dazu. Ich such direkt mal welche raus jetzt.

liebe Grüße
Aj
Dateianhänge
Ich steige natürlich mit was Käferigem ein ;-)
Das auffälligste am Schildkäfer (hier Cassida rubiginosa) sind tatsächlich die Fraßspuren. Wären die nicht so markant schon auf die Entfernung zu entdecken wären, würde ich grundsätzlich an ihnen vorbei laufen.
schildkäfer01makro.jpg (414.39 KiB) 1338 mal betrachtet
schildkäfer01makro.jpg
Die Rostbinde habe ich letztes Jahr auch erwischt. Ich zeige mal bewusst den ersten "Doku-Sicherheits-Schuss".. der ist in aller Regel recht mittig gesetzt... sonst wäre es aber schon auf dem Bild schwierig, sie überhaupt zu finden. Gabriele hat es ja auch schon gezeigt, abr diese Falter sind wahrlich meisterhaft bei diesem Thema.
rostbindetarnung01makro.jpg (479.55 KiB) 1338 mal betrachtet
rostbindetarnung01makro.jpg
Noch so ein reiner Dokuschuss. Nicht schön, aber thematisch passend.. bei den schönen Bildern versucht man ja gerade immer Freizustellen ;-)
Die kleinen dicken Laubfroschklopse sitzen hier unheimlich gerne auf den großen Blättern von Klette oder Saurampfer. Gut für mich, wenn man wiß, dass man dort gucken kann, hat man auch eine Chance das Grün in all dem Grün zu entdecken.
laubfroschtarnung01makro.jpg (477.51 KiB) 1336 mal betrachtet
laubfroschtarnung01makro.jpg
Trotz der im Vergleich zu sonstigen Motiven doch recht beachtlichen Größe habe ich dieses alte Grasfroschweibchen im Wald erst entdeckt, als sie sich bewegte.
grasfroschtarnung01makro.jpg (482.62 KiB) 1338 mal betrachtet
grasfroschtarnung01makro.jpg
Wer an allem zweifelt sollte darauf achten, dass gesunde Skepsis nicht bald zur blinden Paranoia wird.

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