Erfahrung mit dem Blitz Nissin Di 622 M. II o. Metz 44AF1

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Erfahrung mit dem Blitz Nissin Di 622 M. II o. Metz 44AF1

Beitragvon Ganbatte » 7. Mär 2013, 08:49

Hallo liebes Forum,

ich liebäugle mit dem Nissin Di 622 Mark II, oder den Metz 44 AF-1 digital für Canon für mein Stackstudio und draußen.

Hat jemand seine Erfahrung mit diesen Blitzen machen können?

Ich strebe eine Abbrennzeit von 1/20.000 an. Laut Beschreibung schafft dieser Blitz dieses.
In der Beschreibung des Nissin steht 1/800 s bis 1/20000 s (gesteuert), heißt das nur über TTL ?

Im Studio arbeite ich manuell, dort ist natürlich kein TTL, aber über die anderen Programe schafft er TTL.

Auslösen möchte ich über Funkauslöser nicht TTL fähig da ich es im Studio nicht anwende, oder über ein Zubehörkabel.

Ich habe gerade gelesen, dass der Nissin Blitz bei Canonkameras nicht auf den zweiten Vorhang zu legen ist, und so wohl nicht zu meinem Favoritenkreis gehört.

Desweiteren weiß jemand etwas über den Metz 44 AF-1 digital für Canon, dort konnte ich keine Abrennzeiten finden.

Über Anregungen und Kritiken Euerseits würde ich mich freuen.

Gut Licht

Michael
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Beitragvon Ganbatte » 7. Mär 2013, 10:11

Hallo zusammen,

mittlerweile habe ich die Abrennzeiten:

Metz 44 AF-1 bei 1/64 1/15.000
Metz 52 AF-1 bei 1/128 1/25.000

Gruß

Michael
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Beitragvon eRPe » 7. Mär 2013, 18:45

Hallo Michael,

bin mit 2 Stck. Metz 58AF-2 unterwegs, also sorry :)
Die lassen sich manuell auf den 2.ten Vorhang einstellen, geht bis 1/256.

Wie kommst Du auf die Forderung 1/20.000 s Abbrenndauer ?
Entscheidend ist die Lichtmenge, die hängt von der Zahl der Blitze,
dem Objektiv, dem ABM und vor allem auch vom Motiv ab.

Gruß
Reiner
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Beitragvon Ganbatte » 7. Mär 2013, 20:07

eRPe hat geschrieben:Hallo Michael,

bin mit 2 Stck. Metz 58AF-2 unterwegs, also sorry :)
Die lassen sich manuell auf den 2.ten Vorhang einstellen, geht bis 1/256.

Wie kommst Du auf die Forderung 1/20.000 s Abbrenndauer ?
Entscheidend ist die Lichtmenge, die hängt von der Zahl der Blitze,
dem Objektiv, dem ABM und vor allem auch vom Motiv ab.

Gruß
Reiner


Hallo Reiner,

ich denke eine kurze Abbrennzeit beugt Verwacklungen vor, dies ist Physik . :hallo:
Wenn es um die Anzahl der Blitze geht, könnte ich ja auch zwei AF 44 nehmen.
Ich habe mich für den Metz AF 52 entschieden, der hat 1/25.000 s bei 1/128. Der Nissin 622 läßt sich für Canon nicht auf den zweiten Vorhang einstellen.

Gruß

Michael
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Beitragvon eRPe » 7. Mär 2013, 22:34

Hallo Michael,

ja ja die Physik :)

ein Beispiel:
wann ist es verwackelt ?
nehmen wir an, wenn Sensor zu Motiv um mindestens 1 Pixel verschoben sind, OK ?

crop-sensor mit 24 mm Breite und 4800 Pixeln,
ABM 5 :1 ergibt einen Bildausschnitt von 4,8 mm
4800 Pixel auf 4,8 mm, das sind 0,001 mm / Pixel,
Wenn sich ein Pixel während einer 1/20000 s verschieben soll,
muss es also eine Geschwindigkeit von 20 mm/s haben.
Das muss man erstmal hinbekommen :)

Bei ABM 50:1 sind es noch 2 mm/s,
da man aber nicht mehr mit 1/128 Blitzleistung zurechtkommt,
wird man z.B. auf 1/16 gehen müssen, dann sind noch 0,25 mm/s.

Gruß
Reiner
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Beitragvon Guppy » 7. Mär 2013, 22:42

Aber Reiner

Wenn die Kamera am hin und her Zittern ist,
Nachwirkung vom Spiegelschlag oder Schlitzverschluss,
dann kann die Geschwindigkeit schon recht hoch sein.
Und die Verwischung um 1 Pixel ist dann noch 50% Auflösung!

Um für mich massgebende Resultate zu erhalten habe ich ein Abbildungsmassstab von 2:1 gewählt,
hier sollte sich eine Verwackelung eher zeigen wie gross sie ist, wie bei einem Abbildungsmassstab von 1:10.
Die Messresultate:
Bei einer Belichtungszeit von 5 Sekunden bis 1/8 Sek. beträgt die maximale Auflösung 160 Zeilenpaare pro mm.
Bei 1/15 Sek. 125 Zeilenpaare
Bei 1/30 Sek. sind es nur noch 110 Zeilenpaare!
Bei 1/60 und 1/125 Sek. sind es 125 Zeilenpaare.
Bei 1/250 bis 1/500 Sek. sind es 160 Zeilenpaare.
Bei 1/1'000 bis 1/2'000 Sek. sind es 180 Zeilenpaare.
Bei 1/4'000 bis 1/8'000 Sek. sind es 160 Zeilenpaare.
Mit Blitz sind es durchweg 180 Zeilenpaare.
Bei der kurzen Belichtungszeit mit Blitz ist die Erschütterung an wenigsten spürbar.
Hier wird die maximale Auflösung von 180 Zeilenpaare erreicht

Siehe:
http://www.makro-forum.de/viewtopic.php ... rwackelung

Weiters ist zu bedenken, dass bei einem Stack, von bis zu 200 Bildern, IN NÜTZLICHER ZEIT der Blitz bei langen Abbrennzeiten,
nicht genügend schnell aufladen kann.


Gut Licht

Kurt
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Beitragvon eRPe » 7. Mär 2013, 23:35

Hallo Kurt,

natürlich entstehen Schwingungen,
die klingen aber auch wieder aus, der Spiegelschlag nach 0,3 s,
der Verschlussschlag nach 0,15 s, den Rest würde ich
mal als Grundrauschen bezeichnen.

Ohne Ordinatenbeschriftung und Skalierung sind die Diagramme
aber wenig aussagekräftig, sind das Beschleunigungen oder Wege... ???

Das Belichten auf den 2.ten Verschlussvorhang ist
auf jeden Fall qualitätssteigernd.
Lässt man Schwingungen von Spiegel und Verschluss
abklingen, bleibt amS kaum etwas übrig,
was derart kurze Belichtungszeiten rechtfertigt.

Gruß
Reiner
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Beitragvon Ganbatte » 8. Mär 2013, 08:20

Hallo Kurt,
Hallo Reiner,

bei meiner Kamera kann ich den Modus geräuschloses auslösen einstellen, d.h. die Schwingung die durch den Verschluß erzeugt wird, wird hier weiter abgemildert. Ein sehr schönes Beispiel sieht man hier:
krebsmicro.com/Canon_EFSC/index.html
Dort hat Charles Krebs es sehr schön verdeutlicht.
Deshalb denke ich, dass ich mit meiner Beleuchtung hinkomme. Man sieht es ja an meinen hier eingestellten Bildern, die immer schärfer wurden. Ich habe viele super Bilder gesehen, die nur mit LED Lampen gemacht wurden.

Gut Licht

Michael
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Beitragvon Guppy » 8. Mär 2013, 12:30

Hallo

Zur Aufzeichnung der Erschütterungen verwendete ich ein
Schallplattenspieler Pickup (Tonabnehmer für Schallplatten).
Die Nadel des Pickups lag beim Auslösen auf der Kamera.
Über die Soundkarte des PC's wurden die Erschütterung (Körperschall)
der Kamera aufgezeichnet, bei einer Samplingfrequenz von 96kHz.
Die Scala oben sind Sekunden mit hundertstel Sekunden,
da kann man die Frequenz berechnen.
Die Stärke des Ausschlages ist eine lineare Spannungsscala.

Gut Licht

Kurt
Zuletzt geändert von Guppy am 8. Mär 2013, 17:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Ganbatte » 8. Mär 2013, 17:37

Guppy hat geschrieben:Hallo

Zur Aufzeichnung der Erschütterungen verwendete ich ein
Schallplatenspieler Pickup (Tonabnehmer für Schallplatten).
Die Nadel des Pickups lag beim Auslösen auf der Kamera.
Über die Soundkarte des PC's wurden die Erschütterung (Körperschall)
der Kamera aufgezeichnet, bei einer Samplingfrequenz von 96kHz.
Die Scala oben sind Sekunden mit hundertstel Sekunden,
da kann man die Frequenz berechnen.
Die Stärke des Ausschlages ist eine lineare Spannungsscala.

Gut Licht

Kurt


Hallo Kurt,

sehr interessant. Du bist echt ein Profi.

Gut Licht

Michael

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