Trugen mich auf manchem Wege.
Von einem Blütenkelch zum andern
Ließ mich der Hunger wandern.
Lustig flog ich durch die Luft,
Nach dem Nektar süßem Duft.
Schließlich sorgte ich auch schon
Für die nächste Generation.
Das Lebenswerk ist jetzt getan,
Entschwunden sind Vitalität und der Elan.
Die Schuppen halbwegs weggeschlissen,
Das schöne Kleid bleich und zerrissen.
Die Kraftreserven aufgebraucht,
Das Leben ist bald ausgehaucht.
Doch bevor ich geh in toto,
Schenck ich dem Knipser noch mein Foto.
Als kleine Erinnerung daran,
Dass auch er stirbt irgendwann:
Genieße jede deiner Stunden,
Bevor´s zu spät ist unumwunden.
Moin Zusammen,
Solche, oder ähnliche Gedanken streiften mich kurz, während ich diesen Falter fotografierte (natürlich nicht in Versform. . .
Die Bilder entstanden abends so zwischen 19:30 - 20:30, schon spät, aber noch gute 3-2 Stunden bis zum Sonnenuntergang.
So waren die Insekten noch sehr aktiv. Es flatterte, summte und brummte um mich herum.
Nur dieser Falter saß scheinbar völlig ermattet, bewegungslos am Wegesrand auf seinem Ansitz, ignorant für seine Umgebung.
Die von ihm ausgestrahlte Ruhe wirkte fast schon ein wenig meditativ.
Ich konnte ihn ohne Hast von allen Seiten ablichten. Für mich als Morgenmuffel ein seltenes Geschenk.
Das dritte, offenflügelige Bild muss nicht besprochen werden. Es hat offensichtliche Mängel und ich habe es nur angehängt
um den Verfall und das fortgeschrittene Alter des Falters abrundend zu dokumentieren.
Gruss
Dirk










